Mo., 16.09.2019

Ehemaliger Bundesminister wird in Bonn geehrt Klaus Töpfer erhält Staatspreis des Landes

Ex-Bundesminister Klaus Töpfer (81), der in Höxter aufgewachsen ist und lebt, erhält den Staatspreis.   

Ex-Bundesminister Klaus Töpfer (81), der in Höxter aufgewachsen ist und lebt, erhält den Staatspreis.    Foto: Harald Iding

Von Harald Iding

Höxter/Bonn (WB). Der ehemalige Bundesminister und langjährige Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Professor Dr. Klaus Töpfer, gilt als ein Mensch mit Grundsätzen und Werten. Der heute 81-Jährige, der in Höxter aufgewachsen ist, das König-Wilhelm-Gymnasium besucht hat und in der Kreisstadt lebt, wird am Montag, 16. September, in Bonn mit dem Staatspreis 2019 des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt.

Es ist die höchste Auszeichnung, die im Land vergeben werden kann. Das Programm wird gestaltet unter anderem von TV-Moderator Dr. Eckart von Hirschhausen. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung wird neben dem NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen – sie hält die Laudatio.

»Kompetent, klar und beharrlich«

Laschet betont im Vorfeld der Feier: »Professor Töpfer kämpft seit Jahrzehnten kompetent, klar und beharrlich für die Bewahrung der Schöpfung – weltweit und in seiner Heimat Nordrhein-Westfalen. Er hat als unermüdlicher Anwalt für Umwelt, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung wie kein Zweiter gleichermaßen von Bonn aus und in der ganzen Welt gewirkt. Er machte sich als ranghöchster deutscher Vertreter bei den Vereinten Nationen international für nachhaltige Entwicklung und die Bedeutung globalen Umweltschutzes stark.« Mit seiner Beharrlichkeit, Durchsetzungskraft und seinem visionären Einsatz habe Töpfer als Bundesumweltminister maßgeblich den Umweltschutz eines ganzen Landes, etwa mit dem Verbot von FCKW oder der Einführung der Kreislaufwirtschaft, geprägt.

Bewahrung der Schöpfung

»Klaus Töpfer war und ist ein Vorkämpfer für die Bewahrung der Schöpfung und auch heute ein weltweit gehörter Mahner«, lobt der Ministerpräsident. Bei der Feier zum 80. Geburtstag von Töpfer im Juli 2018 gratulierte im Historischen Rathaus von Höxter auch CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (Ex-Ministerpräsidentin des Saarlandes und Verteidigungsministerin) ihrem früheren Chef auf dem Politikerparkett persönlich.

»Er war nie schrill oder verletzend«

»Klaus Töpfer war in seinen Forderungen nie schrill oder verletzend. Er hat vielmehr zu seinen Grundsätzen gestanden. Ich habe viel von ihm gelernt«, sagte Kramp-Karrenbauer, die seinerzeit von Töpfer für eine Tätigkeit in der Landesgeschäftsstelle der CDU Saarbrücken eingestellt wurde. Sie hoffe sehr, betonte sie im vergangenen Jahr, »dass seine Stimme weiterhin so kraftvoll erklingt wie bisher.«

Mit Blick auf die Weltpolitik richtete Töpfer während seiner Geburtstagsfeier auch einen Appell an alle: »Wir haben schon genug Trumps. Wir müssen jetzt alle mit einem klaren Wertebezug eine offene Gesellschaft ermöglichen!«

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