Mi., 11.09.2019

Niedrigwasser 2019: Überall am Fluss bei Höxter, Corvey und Beverungen kommen wieder Ufersteine ans Licht Weser-Pegel sinkt auf 70 Zentimeter

Wie schon im Sommer 2018: In Höxter freuen sich die Spaziergänger über die neu entstandenen »Bollerbach-Wasserfälle«. Idyllisch wie ein Gebirgsbach rauscht das Wasser an diesem Dienstagmorgen in den tiefer liegenden Weser-Fluss.

Wie schon im Sommer 2018: In Höxter freuen sich die Spaziergänger über die neu entstandenen »Bollerbach-Wasserfälle«. Idyllisch wie ein Gebirgsbach rauscht das Wasser an diesem Dienstagmorgen in den tiefer liegenden Weser-Fluss.

Von Michael Robrecht

Höxter (WB). 68 Zentimeter, 69 Zentimeter und heute Morgen 71 Zentimeter: Der Weserpegel in Höxter schwankt zurzeit um die 70 Zentimeter. Nachdem vor einer Woche die Edertalsperre ihren Abfluss zur Werra reduziert hat, fällt der Pegelstand der Weser jeden Tag sichtbar weiter. Mittlerweile können sogar kleinere Sportboote nicht mehr fahren. Sie liegen in Yachthäfen wie Corvey oder Lauenförde fest.

Tiefststände vom Jahrhundertsommer 2018 drohen

Auf der Oberweser bei Höxter, Beverungen und Bad Karlshafen ist kein Passagierschiff der Flotte Weser mehr unterwegs. Wenn der Fluss um weitere zehn Zentimeter fällt, hat die Weser die Tiefststände von unter 60 Zentimeter vom Jahrhundertsommer 2018 erreicht. Anfang September hatte der Flusspegel noch bei 1,20 Meter und mehr gelegen.

Flusssteine an vielen Stellen blank

Auf der Internetseite »elwis.de«, die unter »Service« die Wasserstände der Weser und anderer Flüsse in regelmäßigen Abständen dokumentiert, kann man die sinkenden Flusspegel mit täglichen Messwerten einsehen. Die Wetterdienste sagen einen trockenen Spätsommer bis Ende September voraus, was die Weser weiter schrumpfen lassen wird. An vielen Stellen liegen die Flusssteine blank oder Buhnen und Uferstreifen sind völlig ausgetrocknet. Die Flotte Weser wird in dieser Saison wahrscheinlich kaum noch den Liniendienst mit ihren Schiffen bis zum Saisonende Mitte Oktober wieder aufnehmen können. An eine solch lange Durststrecke für die Schiffe können sich die Reeder in Hameln nicht erinnern. Der Rekordtiefststand stammt übrigens von 1959, sagten sie schon 2018.

»Bollerbach-Wasserfälle« wieder entstanden

In Höxter schauen sich die Spaziergänger die wieder entstandenen »Bollerbach-Wasserfälle« an. Im Mündungsbereich des Baches unweit des Weser-Schiffsanlegers am R1 und der R1-Gastronomie-Ruine läuft das Wasser über frei gelegte Steine in die Weser. Wie ein idyllischer Gebirgsbach präsentiert sich der Bollerbach...

Auch in Wehrden, Beverungen bis nach Bad Karlshafen hat sich die Weser in ihr Flussbett zurückgezogen.

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