Mo., 23.09.2019

Nethe-Brücke in Bruchhausen: Signale von Straßen NRW sind nicht sehr ermutigend »Arbeitsüberlastung« stoppt Brückenpläne

März 2017, Protestmarsch in Bruchhausen auf der Nethe-Brücke: Die L890 ist marode, Schwerverkehr ab 18 Tonnen darf hier nicht passieren, Lkw fahren Umwege. Die Bürger fordern eine schnelle Lösung. Eine Behelfsbrücke war lange Thema.

März 2017, Protestmarsch in Bruchhausen auf der Nethe-Brücke: Die L890 ist marode, Schwerverkehr ab 18 Tonnen darf hier nicht passieren, Lkw fahren Umwege. Die Bürger fordern eine schnelle Lösung. Eine Behelfsbrücke war lange Thema. Foto: Harald Iding/Archiv

Bruchhausen/Höxter (WB/rob). In Bruchhausen haben Politiker und Bürger den Eindruck, dass die Planungen für die Nethe-Brückenerneuerung von Straßen NRW auf die lange Bank geschoben werden. Günter Wittmann (SPD) bekam von der Stadtverwaltung in der jüngsten Ratssitzung auch keine vielversprechenden neuen Aussagen: Baudezernentin Claudia Koch wies auf ein langwieriges Planverfahren hin, was erst durchgeführt werden müsse.

Günter Wittmann erinnerte an eine Infoveranstaltung zur Brücke, die schon für das erste Quartal 2019 geplant gewesen und nie durchgeführt worden sei. Wittmann ergänzte die Thematisierung im Rat durch eine weitere Stellungnahme: »Ergänzend zur Frage an Frau Koch während der jüngsten Ratssitzung bezüglich des Sachstandes zum im Betreff genannten Thema verweise ich auf die Antwort, die ich auf meine Anfrage von Straßen NRW am 2. September erhalten habe. Beides zusammen, also die Aussage von Baudezernentin Koch zu einem nun notwendigen, vermutlich mehrere Jahre dauernden Planfeststellungsverfahren, der “Arbeitsüberlastung” bei Straßen NRW wegen der derzeitigen intensiven und vorrangigen Planungsarbeiten zur B64/83 und der Höxteraner Weserbrücke und den Aussagen, die ich erhalten habe, lässt mich vermuten, dass Bruchhausen noch längere Zeit mit der alten Brücke und den damit verbundenen Einschränkungen wird leben müssen.«

Auch die Grundsanierung der L 890 zwischen Ortsausgang Bruchhausen und dem Drenker Kreuz wird nach Auffassung von Wittmann sicher nicht vorher vorgenommen werden können. »Als Ortsausschussvorsitzender fordere ich alle beteiligten Behörden und auch die Landespolitik auf, die Belange Bruchhausens ebenfalls mit oberster Priorität weiter zu verfolgen und nicht auf den “Sankt Nimmerleinstag” zu verschieben«, erklärte Wittmann. Auch für die Bürger Bruchhausens sowie für die Attraktivität der Ortschaft sei es wichtig, gut ausgebaute, sichere und am Stand der Technik ausgerichtete Zufahrten zu bekommen.

Schreiben von Straßen-NRW

Wittmann berichtet über die Antwort von Straßen NRW: Mit den Naturschutzbehörden seien die Ergebnisse der Untersuchung der Beeinträchtigung der Lebensraumtypen fachlich und rechtlich vorabgestimmt worden. Bevor die besprochenen Brückenvarianten abgewogen werden können, seien weitere Teilaspekte zu klären. Dazu würden nach Klärung aller Sachverhalte die Ergebnisse in Form einer Variantenuntersuchung anschaulich zusammengefasst und für eine Vorstellung aufbereitet. Leider sei es sehr schwierig, einen genauen Zeitpunkt für die Variantenvorstellung abzuschätzen. Eine Monatsangabe für die Durchführung der Variantenvorstellung könne derzeit nicht benannt werden. Gleichwohl treibe man seitens Straßen NRW die Untersuchungen und erforderlichen Abstimmungen voran.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6954034?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516020%2F