Digitalpakt Schule: erster Förderbescheid in NRW an Höxter übergeben - Ministerin und Regierungspräsidentin im KWG
Erste Stadt in NRW: Startschuss für mehr digitale Bildung

Höxter (WB). Als erste Kommune in NRW hat die Stadt Höxter am Freitag Mittel aus dem Digitalpakt Schule überreicht bekommen. NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer hat im Beisein der Detmolder Regierungspräsidentin Judith Pirscher den ersten Förderbescheid über 86.751 Euro an Bürgermeister Alexander Fischer übergeben. Premiere auch für die neue Detmolder Regierungspräsidentin Judith Pirscher. Ihr erster Auswärtsbesuch wenige Tage nach der Amtseinführung führte sie nach Höxter zum König-Wilhelm-Gymnasium.

Freitag, 06.12.2019, 18:28 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 19:09 Uhr
Förderbescheid-Übergabe im KWG Höxter: vorn die neue Regierungspräsidentin Judith Pirscher, Höxters Bürgermeister Alexander Fischer, Bildungsministerin Yvonne Gebauer sowie Schulleiterinnen, Verwaltungsvertreter und Politiker.Foto: Michael Robrecht
Förderbescheid-Übergabe im KWG Höxter: vorn die neue Regierungspräsidentin Judith Pirscher, Höxters Bürgermeister Alexander Fischer, Bildungsministerin Yvonne Gebauer sowie Schulleiterinnen, Verwaltungsvertreter und Politiker. Foto: Michael Robrecht

Digitalpakt: Erster Förderbescheid in NRW für Höxter

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Insgesamt stehen der Kreisstadt für die Digitalisierung ihrer Schulen mehr als 900.000 Euro aus dem Digitalpakt zu. Ministerin Gebauer erklärte im neu ausgestatteten B-Gebäude des KWG bei einer großen offiziellen Vorstellung mit Schulleitern, Behörden, Politikern und auch einigen Schülern: „Beste Bildung braucht beste Bedingungen. Die Landesregierung will die Voraussetzungen für zeitgemäßen Unterricht schaffen. Zeitgemäßer Unterricht kann nur gelingen, wenn unsere Schulen auch zeitgemäß ausgestattet sind. Ich freue mich sehr, dass die Schulträger bei dieser wichtigen Aufgabe die Unterstützung von Bund und Land annehmen.“

Erster Termin für Pirscher

Es sei ein Erfolg, dass sie wenige Wochen nach Inkrafttreten der Förderrichtlinie bereits den ersten Bescheid übergeben könne. Das zeige: Das Land NRW habe die Umsetzung des Digitalpakts gut vorbereitet, und die Anträge der Kommunen könnten zügig abgearbeitet werden. „Mit der Umsetzung des Pakts machen wir einen großen Sprung und einen wichtigen Schritt zu bester digitaler Bildung in Nordrhein-Westfalen.“

Mit dem Geld aus dem Digitalpakt will die Stadt Höxter eine einheitliche Serverumgebung für ihre Schulen einrichten. Bürgermeister Alexander Fischer erklärte: „Stadtverwaltung und Rat wollen die zukunftsgerechte Ausstattung unserer Schulen sicherstellen. Dabei sind digitale Angebote keine Ausnahme, sondern eine Grundvoraussetzung. Darum freuen wir uns umso mehr, dass Höxter die erste Kommune in NRW ist, die eine Förderung aus dem Digitalpakt erhält.“ Bereits 2017 hatte der Rat der Stadt Höxter einen umfangreichen Medienentwicklungsplan beschlossen, der durch die Mittel von Land und Bund weiter umgesetzt werden kann, um die digitale Infrastruktur in den Höxteraner Schulen zu verbessern. Fischer: „Durch die Erneuerung und Erweiterung der Server in unseren Schulen schaffen wir gemeinsam die Voraussetzung, dass digitale Lernmethoden effizient genutzt werden können.“

Regierungspräsidentin Judith Pirscher freute sich, dass der erste Förderbescheid aus dem Digitalpakt im Regierungsbezirk Detmold übergeben werden konnte: „Das setzt ein positives Zeichen für die Region Ostwestfalen-Lippe und ist sicher für alle Städte ein Ansporn, in diesem Tempo weiterzumachen. Die Stadt Höxter zeigt mit ihrem Beispiel, dass auch und gerade der ländliche Raum die Chancen des Digitalpaktes sieht und tatkräftig nutzt.“ Pirscher sagte dem WESTFALEN-BLATT, dass sie nicht das letzte Mal in Höxter gewesen sei und sich auf weitere Besuche in der Region Kreis Höxter freue.

Seit Mitte September können die Förderanträge gestellt werden. Bislang sind landesweit 38 Förderanträge aus dem Digitalpakt Schule eingegangen. Mit den Fördermitteln können Investitionen in die IT-Infrastruktur einer Schule getätigt werden. Dazu zählen die IT-Grundstruktur, also beispielsweise eine flächendeckende Vernetzung und WLAN-Abdeckung, digitale Arbeitsgeräte wie Beamer und Smartboards, schulgebundene mobile Endgeräte wie Laptops oder Tablets sowie regionale Maßnahmen wie die in Höxter geplante Einrichtung einer einheitlichen Serverumgebung für alle Schulen.

Insgesamt erhält Nordrhein-Westfalen aus dem Digitalpakt Schule nach dem „Königsteiner Schlüssel“ 1,054 Milliarden Euro. Antragsberechtigt sind die Träger von öffentlichen Schulen, von privaten Ersatzschulen sowie von Pflege- und Gesundheitsschulen. Die Zuwendung erfolgt in Form einer Projektförderung in Höhe von bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Der Eigenanteil der Schulträger beträgt zehn Prozent und kann beispielsweise aus dem Programm „Gute Schule 2020“ geleistet werden. Bei Kreisen, kreisfreien Städten, kreisangehörigen Städten und Gemeinden wird das Förderbudget zu 75 Prozent nach der Schülerzahl und zu 25 Prozent nach der Schlüsselzuweisung zugewiesen.

Heike Edeler und Hans Nicolas (beide KWG-Schulleitung) sowie Monika Krekeler (Leiterin Realschule) und Christiane Hoffmann (kommissarische Leiterin Sekundarschule) freuten sich über die Gelder für ihre Schulen. Nach der Fördermittelübergabe fand noch ein Empfang statt.

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