Besondere Kunst: 3000 Besucher beim Ostereiermarkt im Schloss Fürstenberg
Zahnarztbohrer trifft auf Gänseei

Höxter/Fürstenberg (WB). Viele Menschen haben Angst vor ihm, für Horst Opiola (78) ist er das wichtigste Werkzeug ­– der Zahnarztbohrer. Aus Gänseeiern fertigt der pensionierte Lehrer damit filigrane Kunstwerke. Bis zu 50 Stunden arbeitet er an einem Ei. Beim Ostereiermarkt im Schloss Fürstenberg bot er sie am Wochenende zum Kauf an – Kostenpunkt pro Stück zwischen 400 und 450 Euro.

Montag, 02.03.2020, 09:52 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 18:34 Uhr
Horst Opiola (78) aus Baden-Württemberg ist bei Sammlern ein gefragter Ei-Künstler. Bis zu 450 Euro kosten seine Werke, die er mit Hilfe eines Zahnarztbohrers verziert. Foto: Marius Thöne
Horst Opiola (78) aus Baden-Württemberg ist bei Sammlern ein gefragter Ei-Künstler. Bis zu 450 Euro kosten seine Werke, die er mit Hilfe eines Zahnarztbohrers verziert. Foto: Marius Thöne

Gleich vier auf einen Streich verkaufte der Baden-Württemberger am Samstag an einen Sammler. Bei denen sind die Werke des Eierkünstlers sehr beliebt. „Es gibt kaum jemanden, der so detailliert arbeitet wie ich“, berichtet Opiola und zeigt sein jüngstes Werk. Ein Ei, aus dem er die Fabel vom Hasen und dem Igel herausgearbeitet hat.

Ein Motiv bleibt übrig

Vor 25 Jahren hat Horst Opiola angefangen, aus Gänse-, Hühner- und Straußeneiern kleine Kunstwerke zu fertigen. Mit dem Zahnarztbohrer fräst er kleine Löcher in die ausgeblasene Schale, die vorher abgepausten Motive bleiben stehen.

Ostereiermarkt in Fürstenberg

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  • Foto: Marius Thöne
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„Ich kann höchstens zwei Stunden am Stück an einem Ei arbeiten, dann machen die Augen nicht mehr mit“, sagt Opiola. Er ist zwischen Karneval und Ostern auf etlichen Eiermärkten unterwegs – und dort mittlerweile sehr gefragt.

Insgesamt waren 35 Eierkünstler zu Gast in Fürstenberg. Sie zeigten ungezählte zerbrechliche Kunstwerke. Da brachte Meta Leefkens aus den Niederlanden tausend winzige Strohteilchen aufs Ei und Ana Rubanei aus Rumänien schuf mit einer speziellen Wachsbatiktechnik filigrane bunte Kunstwerke.

„In Rumänien gibt es eine Tradition des Eiermalens, jede Familie hat ihre eigenen Motive“, sagt Rubanei, die noch einige Tage in Deutschland auf Ostermärkten ausstellt. In Fürstenberg, wo am Wochenende fast 3000 Besucher kamen, war sie zum zweiten Mal.

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