Millionen-Investition auf dem ehemaligen AKW-Gelände in Würgassen
Sammellager für Atom-Müll geplant

Beverungen (WB). Die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) will am Standort des ehemaligen Kernkraftwerkes in Beverungen-Würgassen (Kreis Höxter) mehrere hundert Millionen Euro investieren. Nach Informationen dieser Zeitung ist dort eine Art Logistikzentrum für schwach- und mittelradioaktive Abfälle geplant. 100 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. 2027 soll das Umschlaglager fertiggestellt sein.

Donnerstag, 05.03.2020, 18:22 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 11:06 Uhr
Das ehemalige Kernkraftwerk in Würgassen. Foto: Michael Robrecht/Archiv
Das ehemalige Kernkraftwerk in Würgassen. Foto: Michael Robrecht/Archiv

Pressekonferenz am Freitagnachmittag

Vorgesehen ist offenbar, dass künftig strahlender Müll aus stillgelegten deutschen Atomkraftwerken größtenteils mit Zügen nach Würgassen gebracht und dort zwischengelagert wird. Dabei soll es sich vor allem um Abfälle handeln, die beim Rückbau der Kernkraftwerke anfallen, beispielsweise Schutzanzüge und Handschuhe.

Kernkraftwerk Würgassen: Pläne für großes Zwischenlager

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  • Foto: Michael Robrecht, EON Kernkraft
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Auf dem Gelände des 1994 stillgelegten Kraftwerkes an der Weser sollen die Abfälle dann für den Weitertransport neu zusammengestellt und zum geplanten Endlager Schacht Konrad im niedersächsischen Salzgitter gebracht werden. Eine Bestätigung für diese Informationen gab es am Donnerstagabend zunächst nicht.

Ein BGZ-Sprecher verwies auf eine Pressekonferenz, bei der an diesem Freitagnachmittag weitere Informationen und Details bekannt gegeben werden sollen. Zu diesem Anlass reist der Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung, Dr. Ewold Seeba, nach Würgassen.

BGZ seit Anfang des Jahres verantwortlich

Die BGZ hatte im Januar die Betriebsführung des ehemaligen Kernkraftwerkes übernommen, das derzeit als Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle dient. Derzeit lagern dort noch rund 5000 Tonnen radioaktiver Abfall .

Das Kernkraftwerk Würgassen (KWW) verfügte über einen Siedewasserreaktor und wurde von 1971 bis 1994 betrieben. Bei einer geplanten Revision wurden Haarrisse im Stahlmantel des Reaktorkerns gefunden. Die Betreiberin beantragte 1995 nach eingehender Untersuchung aus wirtschaftlichen Gründen eine Stilllegungs- und Abbaugenehmigung. Diese wurde durch die atomrechtliche Aufsichtsbehörde im Jahre 1997 erteilt.

Rückbau dauerte 17 Jahre

Siebzehn Jahre lang bis 2014 wurde das Kernkraftwerk für mehr als eine Milliarde Euro abgebaut und anschließend von radioaktiven Stoffen befreit. Von 455.000 Tonnen Rückbaumasse fielen etwa 5000 Tonnen radioaktiver Abfall an.

Einziges noch laufendes Kernkraftwerk mit Beteiligung aus Ostwestfalen-Lippe ist die Anlage in Grohne im niedersächsischen Kreis Grohne. An diesem Kraftwerk sind die Stadtwerke Bielefeld zu einem Sechsel beteiligt. Die übrigen Anteile hält Preussen-Elektra.

 

 

 

 

Kommentare

Andreas Clemens  schrieb: 06.03.2020 12:01
Sammellager für Atommüll geplant
Hier von einer Mülldeponie für z.B. Handschuhe und Arbeitskleidung zu sprechen grenzt schon an Volksverdummung, hätte hier schon über eine fundierte Berichterstattung von schwach- und mittelschwere radioaktiven Abfällen erwartet. Aber es stehen wohl hier nur die 100 in Aussicht gestellten Arbeitsplätze im Vordergrund.
1 Kommentare
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