Holzmindener Joshua Tappe bei „Deutschland sucht den Superstar“ eine Runde weiter
Jawoll, Joshi!!!

Holzminden/Köln (WB). Joshua Tappe aus Holzminden hat es auch bei der zweiten RTL-Liveshow von „Deutschland sucht den Superstar“ am Samstagabend in die nächste Runde geschafft. Dabei musste der 25-Jährige bis zum Ende zittern. Um so größer war um kurz nach 23 Uhr die Erleichterung. Denn Marcio Pereira Conrado, der immerhin eine Bonus-CD erhalten hatte, und Tappe mussten lange bangen. Dann das Zuschauervoting: Deutschland will „Joshi“ auch in der nächsten DSDS-Runde sehen.

Sonntag, 22.03.2020, 11:41 Uhr aktualisiert: 22.03.2020, 18:38 Uhr
Joshua Tappe hat sowohl die Jury als auch Millionen von Zuschauern an den Fernsehern mit seinem Auftritt überzeugt. Für ihn steht am kommenden Samstag die nächste Runde bei DSDS an – es ist die letzte Hürde vor dem Finale. Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius
Joshua Tappe hat sowohl die Jury als auch Millionen von Zuschauern an den Fernsehern mit seinem Auftritt überzeugt. Für ihn steht am kommenden Samstag die nächste Runde bei DSDS an – es ist die letzte Hürde vor dem Finale. Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius

„Die Momente vor der endgültigen Entscheidung waren einfach nur krass – mir ist das Herz in die Hose gerutscht. Und dann ist dieser unbeschreibliche Druck plötzlich von mir abgefallen“, sagte Joshua Tappe am Sonntag im Telefonat mit dem WESTFALEN-BLATT.

Vor seiner Soloperformance stand Tappe mit Lydia Kelovitz und Paulina Wagner zu dem Song „Échame La Culpa“ von Luis Fonsi und Demi Lovato beim Gruppenauftritt auf der Bühne – sozusagen als Hahn im Korb. Lob gab es für den Holzmindener, der in Bödexen aufgewachsen ist, vor allem von Jurymitglied Oana Nechiti: „Du hattest die Mädels im Griff. Du bist zwar nicht der große Performer, hast mich aber heute echt überzeugt.“ Während Dieter Bohlen und Pietro Lombardi („Wir haben eines gemeinsam – wir können nicht tanzen“) eher Kritik äußerten, hatte „Joshi“ das neue Jurymitglied Florian Silbereisen auf seiner Seite: „Für mich sah das sehr natürlich aus – als wenn Du das immer schon machst.“

Stimme ist die große Stärke

Als fünfter von sechs Kandidaten musste Tappe anschließend lange auf seinen Soloauftritt warten – und betrat dann mit der Elektropop-Nummer „Breaking me“ von Topic feat. A7S ungewohntes Terrain. Dass Performance nicht gerade zu seinen Stärken zählt, hatten bereits die vergangenen Wochen gezeigt – deshalb arbeitete der 25-Jährige im Einspieler mit seinem Choreografen unter anderem auf einem Baumstamm im Wald an seiner Selbstsicherheit. „Das Thema ‚Performance‘ war mit Abstand die größte Herausforderung für mich – aber ich habe sie angenommen und alles gegeben. Das ist für mich eine besondere Hürde gewesen, die ich zum Glück genommen habe“, betonte der Sänger im Gespräch mit dem WB.

Mit seiner wiederum größten Stärke, der Stimme, konnte er auf der Bühne auch bei einem für ihn eher ungewohnten Song seine tänzerischen Mängel kaschieren – denn auch ohne die wegen Corona fehlenden Backgroundtänzer erfüllte er das leere Studio mit seiner Stimme. „Es war nicht einfach, ohne Tänzer und Publikum für Stimmung zu sorgen – deshalb habe ich alles daran gesetzt, Freude und Spaß durch die Kameras an alle Zuschauer nach Hause zu transportieren“, meinte Tappe.

Jury überzeugt

Pietro Lombardi war angetan: „Du hast die Strophen perfekt gesungen. Ruft an Leute – er gehört in die nächste Runde.“ Florian Silbereisen („Ich mag diesen Rotz und Dreck in Deiner Stimme“) und Oana Nechiti („Du bist kein Performer, aber gesanglich extrem stark“) ist das ebenfalls aufgefallen. Und das größte Lob gab es von Poptitan Dieter Bohlen: „Du hattest mich nach drei Sekunden. Scheiß Tanzerei, ich weiß nicht, wer darauf gekommen ist – Deine Stimme ist geil. Das hat durch die Box gedrückt.“

Die nächste Liveshow beginnt am Samstag, 28. März, um 20.15 Uhr – es ist die letzte Hürde vor dem großen Finale.

Das Motto für kommenden Samstag ist noch nicht bekannt. „Jetzt hätte ich mal Bock auf eine Ballade – da könnte ich gefühlstechnisch noch einmal deutlich mehr reinhauen“, betont der Sänger: „Am Ende nehme ich aber jede Herausforderung an und werde weiter alles geben.“

Beeindruckt habe ihn auch die große Resonanz aus der Heimat: „Mein Handy steht nicht mehr still. Es tut mir sehr leid, dass ich noch nicht alle Nachrichten beantworten konnte, möchte mich aber bei allen bedanken, die für mich angerufen haben.“ Es mache ihn außerdem stolz, dass er als Künstler in der Corona-Krise für ein wenig Ablenkung und Freude sorgen könne – das sei etwas sehr Besonderes.

 

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