Mo., 30.03.2020

Nach Brand in Höxter: Kleidung, Möbel und Spielzeug zerstört - Wohnung dringend gesucht Welle der Hilfsbereitschaft für junge Familie

Die Wohnung der jungen Familie in der Schlesischen Straße ist ausgebrannt, Hab und Gut sind unbrauchbar.

Die Wohnung der jungen Familie in der Schlesischen Straße ist ausgebrannt, Hab und Gut sind unbrauchbar. Foto: Feuerwehr Höxter

Von Michael Robrecht

Höxter (WB). Eine Welle der Hilfsbereitschaft hat am Montag die junge Familie erlebt, deren Wohnung am Freitagabend in der Schlesischen Straße in Höxter ausgebrannt ist. Möbel, Kleidung und Geld haben die Höxteraner gespendet.

Die Fäden laufen bei Uwe Hütte von der Feuerwehr zusammen. „Als die ersten Spendenzusagen kamen, standen uns die Tränen in den Augen“, berichteten Luisa (28) und Marcel (32), die mit ihrem zweijährigen Sohn bei einem Verwandten in Höxter untergekommen sind. „Wir stehen vor dem Nichts. Viele persönliche Unterlagen sind verbrannt, die Handys sind weg, die Möbel zerstört – und wir hatten gerade erst alles für viel Geld renoviert. Wir sind fix und fertig“, sagte die junge Mutter dem WESTFALEN-BLATT.

Sie und ihr Partner seien den Menschen so unendlich dankbar, dass sie so schnell Hilfe bekommen hätten. Diese Hilfsaktion (wir berichteten am Montag exklusiv) sei sehr beeindruckend. Luisa dankte besonders der Höxteraner Firma Alvi, die ein Kinderbettchen gespendet habe, dem Lions-Club, der Spendengeld bereit stelle, und Kempo Mode, die sofort Kleidung gebracht hätten. Auch Höxter Tisch und viele Privatleute haben sich bei Uwe Hütte und in der WB-Redaktion gemeldet. Möbel- und Kleidungsangebote sind laut Hütte genügend eingegangen. Die Familie schaue jetzt, was genau gebraucht werde. Luisa und Marcel wollen ein Spendenkonto einrichten, weil viele Bürger lieber direkt finanziell helfen wollen. „Das hilft uns sehr. Wir haben nichts mehr.“ Marcels Chef habe für den Handwerker Kurzarbeit angemeldet, so dass er auch für seine Familie da sein könne. Probleme gibt es mit der Versicherung: Obwohl immer Beiträge für die Hausratversicherung bezahlt worden seien, werde wahrscheinlich nichts übernommen, befürchtet Luisa. „Das ist in so einer Lage sehr bitter.“

Eine abschließende Bewertung der Schadenshöhe und der Brandursache hat die Polizei noch nicht veröffentlicht. Am Montag wurde die 120-Quadratmeter-Wohnung untersucht. Luisa meint, dass die Brandursache ein heiß gewordener Akku – vielleicht eines Handys im Abstellraum – gewesen sein könne. Das müsse jetzt die Kripo beurteilen. Wer der jungen Familie eine Wohnung in Höxter vermieten möchte, kann sich an luisaarena@gmx.de oder uwe.huette@gmx.de wenden. Auch weitere Hilfen können hier angeboten werden. Ein Spendenkonto soll an diesem Dienstag eröffnet werden.

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