Ortsausschuss Höxter bringt Ausbauplanung auf den Weg – Kritik von Anwohnern
Ostpreußenstraße wird saniert

Höxter (WB/thö). Die Ostpreußenstraße in der Höxteraner Siedlung Petrifeld soll für knapp 1,06 Millionen Euro saniert werden. Einen entsprechenden Beschluss hat der Ortsausschuss in seiner jüngsten Sitzung gefasst und in wesentlichen Teilen eine Ausbauplanung des Ingenieurbüros Turk auf den Weg gebracht.

Dienstag, 09.06.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 09.06.2020, 07:10 Uhr
Die Ostpreußenstraße im Höxteraner Petrifeld soll saniert werden. Eine entsprechende Planung hat der Ortsausschuss jetzt in wesentlichen Teilen auf den Weg gebracht. Foto: Michael Robrecht
Die Ostpreußenstraße im Höxteraner Petrifeld soll saniert werden. Eine entsprechende Planung hat der Ortsausschuss jetzt in wesentlichen Teilen auf den Weg gebracht. Foto: Michael Robrecht

Nach Angaben der Stadtverwaltung ist die Baumaßnahme für die Anlieger beitragspflichtig. Nach ersten Berechnungen müssten sie knapp 483.000 Euro aufbringen, also rund zehn Euro je Quadratmeter. Die Summe könnte sich mit Landeszuschüssen noch reduzieren.

Straße in den Jahren 1961/62 erstmals ausgebaut

Die Ostpreußenstraße entstand im Zuge der Besiedlung des Wohngebietes Petrifeld. Sie beginnt an der Einmündung des Hellwegs und endet nach etwa 750 Metern mit der Einmündung in den Galgenstieg. Die Ostpreußenstraße wurde nach Angaben der Stadtverwaltung in den Jahren 1961/62 erstmals ausgebaut. Im Laufe der Nutzung von mehr als 50 Jahren seien mehrfach Unterhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten vorgenommen worden. „Als letzte größere Instandhaltungsmaßnahmen erfolgte im Jahr 1998 im Fahrbahnbereich der Einbau einer neuen Deckschicht“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Bodenproben an vier Stellen gezogen

Im Rahmen der Ausbauplanung im vergangenen Jahr an vier Stellen gezogene Bohrproben zeigen auf, dass der seinerzeit erstellte Straßenunterbau hinsichtlich seiner Stärke und Zusammensetzung nicht den heutigen technischen Anforderungen entspreche. „Hiervon zeugen auch zahlreiche Risse, Setzungen und Aufbrüche im Bereich des Oberbaus“, heißt es weiter. Eine erneute Instandsetzung sei nicht wirtschaftlich und auch technisch nicht mehr vertretbar. Die Ostpreußenstraße müsse daher von Grund auf neu hergerichtet werden. Dadurch werde die Maßnahme beitragspflichtig.

Vier Bauabschnitte geplant

Der Ausbau soll baulich in vier aufeinander folgenden Abschnitten, beginnend im Bereich der Einmündung Galgenstieg, durchgeführt werden. Wesentliche Veränderungen gegenüber dem vorhandenen Zustand hinsichtlich der Fahrbahnbreite und des vorhandenen meist einseitigen Gehwegs ergeben sich nicht. Lediglich im Bereich der Ladenzeile zwischen Stephanusstraße und Hellweg soll die Fahrbahnbreite zugunsten der Schaffung von Parkmöglichkeiten auf beiden Seiten der Straße reduziert werden. Ferner ist vorgesehen, im Bereich der Bushaltestellen Aufweitungen in der bisherigen Fahrbahnfläche als Aufstellfläche für die Fahrgäste zu schaffen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten drei Bauabschnitte angegangen werden (Galgenstieg bis Adalbert-Stifter-Straße - Adalbert-Stifter-Straße bis Lehnbreite sowie Sohnreystraße/Lehmbreite bis Stephanusstraße). 2021 ist dann der Abschnitt vier bis zur Gartenstraße vorgesehen.

Kritik an der Planung geübt

In einer Anwohnerversammlung Anfang März gab es auch Kritik an der Ausbauplanung, weil die Straße letztlich funktionstüchtig sei. Die Stadt entgegnete jedoch, dass die Tragfähigkeit des Unterbaus unzureichend sei und darum nur der Einbau einer neuen Asphaltdeckschicht nicht ausreichend sei.

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