Ordnungsamt Höxter ändert auf Wochenmarkt Abstände und kontrolliert am Godelheimer See
Neue Begeisterung fürs Wohnmobil

Höxter (WB). Im Blick hat das Höxteraner Ordnungsamt in diesen Tagen besonders den Godelheimer See. Für „Höxter-Beach“ mit hellem Sandstrand und vielen auswärtigen Besuchern – besonders wohl auch an diesem sehr warmen Wochenende – ist ein Mitarbeiter abgestellt worden, der das Gesamtobjekt umfassend und handwerklich im Blick behalten soll. Ordnungsamtschefin Inge Ortjohann sagte, dass die Stadt dieses Jahr mit steigenden Besucherzahlen rechne, weil Urlaub in Deutschland und Ferien daheim in diesen Corona-Monaten größere Themen werden würden.

Samstag, 13.06.2020, 01:07 Uhr aktualisiert: 13.06.2020, 05:03 Uhr
An einigen Tagen und Wochenenden im Mai und Juni haben viele Wohnmobilfahrer am Godelheimer See bei Höxter Station gemacht. So viele Mobile hat man dort auch auf dem regulären Parkplatz – neben den Stellplätzen – selten gesehen. Foto: Michael Robrecht
An einigen Tagen und Wochenenden im Mai und Juni haben viele Wohnmobilfahrer am Godelheimer See bei Höxter Station gemacht. So viele Mobile hat man dort auch auf dem regulären Parkplatz – neben den Stellplätzen – selten gesehen. Foto: Michael Robrecht

Die Stadt hat zudem auf den großen Zulauf an Wohnmobilen zu Pfingsten und Himmelfahrt auf dem Seeparkplatz reagiert und zusammen mit Wohnmobilhafenbetreiber Thomas Hachmann eine Ausweich-Rasenfläche für die Wohnmobile ausgewiesen, damit die Einzel-Pkw der Badegäste und Besucher der „Strandgut“-Gastronomie überhaupt Flächen zum Parken hätten. Auch die Zufahrten, Rettungswege sowie Abstände und Hygiene am Freizeitsee habe man im Blick. Parkgebühren werden auf dem Seeparkplatz auch 2020 erhoben.

Ausweichflächen sind laut Ordnungsamt auch am Floßplatz an den langen Wochenenden sehr gefragt. Dort könne der Betreiber den Floßplatz weitläufig nutzen.

Viele Besucher sind auch am Ahlemeyer-See mit seinen Parzellen sowie am Tretbootverleih mit Restaurant.

Vorschriften auf dem Wochenmarkt

Auf dem Wochenmarkt sind in Höxter Gesichtsmasken Pflicht. Die Abstands-Regeln gelten seit Wochen. Nur halten sich nicht immer alle Kunden immer dran. Grundsätzlich sind die Bürger aber diszipliniert. Das berichtet die Stadt.

Am Samstag und am Mittwoch gilt die beidseitig von Ständen genutzten Marktstraße zwischen Dechanei und Marktplatzbrunnen als Nadelöhr. Marktbeschicker, Kaufleute in der Marktstraße und Höxteraner berichten dem WB von Kritik, dass sich zwischen und an den Ständen die Kunden zu nahe kommen würden. Einige Besucher wollten gar wegen der Enge gar nicht mehr auf dem Markt einkaufen. Es gab auch Vorschläge, die Stände weiter in der Fußgängerzone auseinander zu ziehen.

Das WESTFALEN-BLATT hat im Ordnungsamt nachgefragt: „Ja, im Bereich Marktstraße ist es eng. Drei zusätzliche Spargelstände, ein Erdbeerstand, ein Baugerüst und die Schlangen vor den Ständen benötigen Fläche“, sagte Ordnungsamtsleiterin Inge Ortjohann. Mitarbeiter der Stadt würden regelmäßig die Abstände und die Maskenpflicht kontrollieren. Die Disziplin in der Fußgängerzone sei an Markttagen viel besser geworden, auch nachdem die Kontrolleure manche Bürger angesprochen hätten. Die meisten reagierten auf eine Ansprache auch verständnisvoll. Manchmal werde die Maske auch erst dann angelegt, wenn ein Ordnungsamtsmitarbeiter im Sichtfeld erscheine.

Die Innenstadt ist Samstag voll.

Die Innenstadt ist Samstag voll. Foto: M. Robrecht

Die Lage habe sich zudem insgesamt entspannt und man müsse sagen, dass die meisten Kunden die Maskenpflicht ernst nehmen würden, so Inge Ortjohann. In Höxter habe die Stadt kein einziges Verfahren wegen Missachtung der Vorschriften auf dem Wochenmarkt einleiten müssen, blickte die Ordnungsamtsleiterin auf die Zeit seit März zurück. Grundsätzlich danke die Stadt den Bürgern für ihr Verständnis für die Maßnahmen zum Schutze der Gesundheit.

Inge Ortjohann kündigte an, dass die Stadtverwaltung den engen Bereich vor der Nikolaikirche etwas luftiger gestalten wolle und die Wagen ab diesem Samstag mit etwas mehr Abstand platzieren werde. Zu weit dürften die Beschicker aber nicht von ihren Stammplätzen entfernt werden, weil die Kundschaft sie sonst nicht mehr finden würde, hörte die Ordnungsamtschefin. Die Maskenpflicht auf dem Markt gebe es auch, weil die 1,50 Meter Abstand zwischen Dechanei und Marktplatz nur schwer einzuhalten seien. Man nehme das Thema sehr ernst. Die Stadtverwaltung werde weiter mit Mitarbeitern die Märkte kontrollieren, fahre den Aufwand aber personell zurück. Die Schilder mit dem Maskenpflicht-Hinweis seien auch noch einmal besser sichtbar platziert worden.

 

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