Sekundarschule bleibt das Sorgenkind – Grundschule Lüchtringen gesichert
Höxter investiert Millionen

Höxter  (WB). „Wir sind stolz auf unsere Schulen und wollen alles tun, damit sie attraktiv und zukunftsfähig bleiben und den Schülern eine optimale Ausbildung ermöglichen“, schickt Bürgermeister Alexander Fischer vorweg. Im Vorfeld der gestrigen Schulausschusssitzung stellte die Stadt Höxter ihren Schul- und Medienentwicklungsplan vor. Und der hat es in sich. In diesem Jahr und den kommenden Jahren investiert die Stadt Höxter Millionen in ihre Schulen. Das betrifft die baulichen Maßnahmen und die Optimierung der Mediennutzung.

Mittwoch, 17.06.2020, 01:10 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 05:05 Uhr
Millionen werden in die Schulen investiert. Mit der langfristigen Medienplanung sei Höxter, das habe die Corona-Krise gezeigt, auf dem richtigen Weg. Davon sind Tobias Dohmann (von links), Stephan Rasche, Brigitte Husemann, Bürgermeister Alexander Fischer und Georg Beverungen überzeugt. Die Sekundarschule verzeichnet trotz bester Ausstattung rückläufige Anmeldungen.  Foto: Ralf Brakemeier
Millionen werden in die Schulen investiert. Mit der langfristigen Medienplanung sei Höxter, das habe die Corona-Krise gezeigt, auf dem richtigen Weg. Davon sind Tobias Dohmann (von links), Stephan Rasche, Brigitte Husemann, Bürgermeister Alexander Fischer und Georg Beverungen überzeugt. Die Sekundarschule verzeichnet trotz bester Ausstattung rückläufige Anmeldungen.  Foto: Ralf Brakemeier

Neue Schulleitung

Die Sekundarschule, da waren sich Bürgermeister Fischer und seine Verwaltungsmitarbeiter einig, sei das Vorzeigeprojekt und habe die beste Ausstattung aller acht Schulen der Stadt. Dennoch bleibt die 2013 gegründete Schule das Sorgenkind in Höxter. Seit der Gründung seien in die Sekundarschule gut vier Millionen Euro investiert worden, berichtet Amtsleiter Georg Beverungen. Nur 53 Neuanmeldungen für das Schuljahr 2020/21 verzeichnet die moderne Schulform, die zudem Eltern und Schüler mit mehr Lehrern und kleineren Klassen überzeugen will. Mindestens 60 Anmeldungen für die neuen fünften Klassen schreibt die Bezirksregierung eigentlich vor. „Die sollten wir im Schuljahr 2021/22 unbedingt erreichen. Und dafür werden wir auch alles tun“, gibt sich Höxters Schuldezernent Stefan Fellmann kämpferisch. Gemeinsam mit Bürgermeister Fischer setzt er unter anderem auf die neue Schulleitung, die „noch im Frühherbst“ vorgestellt werden soll. Fischer und Fellmann führen das schwindende Interesse an der Sekundarschule auch auf die noch nicht beantwortete Frage der Schulleitung zurück.

Grundschulen stabil

Gute Nachrichten gibt es für Lüchtringen. Für die kleine einzügige Grundschule haben sich in diesem Jahr 22 Schulanfänger entschieden. Damit steigt die Schülerzahl auf 93 – das ist einer mehr als die Soll-Vorgabe. Auch für die Zukunft sieht die Prognose hier leicht steigende Schülerzahlen, also einen Fortbestand der Schule. Stabile Zahlen können auch die Grundschulen in Ottbergen (23 Neuanmeldungen), Albaxen (44), die Schule am Nicolaitor (62) und die Petrischule (98) vorweisen.

78 Viertklässler werden das neue Schuljahr am König-Wilhelm-Gymnasium (KWG) beginnen, ebenso viele haben sich für die Hoffmann von Fallersleben-Realschule entschieden. Insgesamt werden von den 243 Abgängern der Grundschulen 190 in eine der weiterführenden Schulen der Stadt wechseln, die anderen besuchen Schulen im Umkreis. 17 Schüler kommen außerhalb von Höxters hinzu.

Erweiterung der Petrischule

Zu den größten Brocken, welche die Stadt Höxter in Zukunft stemmen muss, zählt auch die Erweiterung der Petrischule. Für etwa 2,8 Millionen Euro entsteht hier ein 1130 Quadratmeter großer Erweiterungsbau, der unter anderem einen Mehrzweckraum, eine Küche und sanitäre Anlagen beherbergen wird. Mit der größten Einzelmaßnahme in Höxter wird noch in den Sommerferien begonnen. Bereits im März 2021 soll die Maßnahme beendet sein. Fast die gleiche Summe (2,7 Millionen Euro) investiert Höxter in die Grundsanierung der Sporthalle am Bielenberg. Die Planungen hierzu laufen bereits. „Wir suchen jetzt das Gespräch mit den Vereinen, damit sie ihre Wünsche und Vorstellungen äußern können“, so Georg Beverungen. Die in diesen Tagen abgeschlossene Dachsanierung am KWG kostete alleine 2,5 Millionen Euro. Erhebliche Summen (1,2 Millionen Euro) werden darüber hinaus in die Umgestaltung der Grünflächen am Schulzentrum sowie in den Ausbau der Nicolaischule zum Offenen Ganztag (1,5 Millionen Euro) investiert. Die Bauarbeiter werden sich an allen acht Schulen der Stadt in den Sommerferien die Klinke in die Hand geben. Überall werden kleinere und größere Maßnahmen durchgeführt. Ein Hauptaugenmerk wird dabei auf die Verbesserung des multimedialen Angebots gelegt. Zunächst gehe es darum, so Stephan Rasche, bei der Stadt Höxter zuständig für Datenverarbeitung und Telekommunikation, alle Schulen auf den guten Stand der Sekundarschule zu bringen. Auch dazu werden Millionen investiert.

Fit für digitale Zukunft

Bereits heute sei W-Lan an allen acht Schulen online. Dazu habe die Stadt bisher 507 digitale Endgeräte (Tablets, Laptops, I-Pads) angeschafft. 57 interaktive Präsentationsgeräte wurden installiert und die Lehrer geschult. „Etwa 2700 Schüler und weitere 220 Lehrer sollen für die digitale Zukunft fit gemacht werden, stellte Rasche heraus.

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