Höxteraner „Residenz“ ist Teil der „Night of Light“ – Ausstellung geplant – Veranstaltungsbranche in Gefahr
Protest: Stadthalle wird in rotes Licht getaucht

Höxter (WB). „Alarmstufe Rot“ heißt es aktuell bei vielen Unternehmen in der Veranstaltungsbranche. Denn durch die Corona-Krise sind ein Milliardenmarkt und hunderttausende Arbeitsplätze in Gefahr. Um auf ihre aktuell dramatische Lage aufmerksam zu machen, nehmen am Montag, 22. Juni, zahlreiche Unternehmen an der „Night of Light“ teil – so auch der Höxteraner Stadthallen-Pächter Kai-Daniel Schmidt. Sein Unternehmen „kds events“ treffen derzeit nicht nur die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie schwer, sondern auch die überraschende Entscheidung des Stadtrates, seinen Pachtvertrag zu Beginn 2021 nicht zu verlängern (wir berichteten).

Donnerstag, 18.06.2020, 17:01 Uhr aktualisiert: 18.06.2020, 17:44 Uhr
Alarmstufe Rot auch in Stadthalle und Cosmo Höxter: Am 22. Juni wird abends bei der „Night of Light“ das Gebäude aus Protest rot beleuchtet. Foto: M. Robrecht
Alarmstufe Rot auch in Stadthalle und Cosmo Höxter: Am 22. Juni wird abends bei der „Night of Light“ das Gebäude aus Protest rot beleuchtet. Foto: M. Robrecht

Ganz in rotes Licht gehüllt: So wird die Residenz-Stadthalle in der Höxteraner Wallstraße am nächsten Montag anlässlich der „Night of Light“ zu sehen sein. „Wir nehmen an der bundesweiten Aktion teil, um darauf hinzuweisen, dass die Veranstaltungsbranche vor dem Aus steht“, so Schmidt. Seit Mitte März mache die Veranstaltungswirtschaft quasi keinen Umsatz mehr. Das rote Licht hat bei der „Night of Light“ gleich mehrere Bedeutungen: Zum einen soll eindrucksvoll gezeigt werden, dass sich die Veranstaltungswirtschaft seit Beginn der Corona-Krise auf der „Roten Liste“ der aussterbenden Branchen befindet. Zum anderen steht die Farbe Rot für die Leidenschaft der Veranstalter, die für ihren Beruf brennen und ihre Branche unbedingt retten wollen.

Wer die Höxteraner Residenz-Stadthalle am 22. Juni rot illuminiert sehen möchte, hat von 21 Uhr bis 1 Uhr die Chance dazu, und kann zudem in lockerer Atmosphäre ins Gespräch mit „kds events“ kommen. Für Schmidt gilt es aber nicht nur über die schweren Folgen der Corona-Krise zu sprechen. Seit einer Ratsentscheidung hat Schmidt ein riesiges finanzielles Problem: „Viele der in diesem Jahr Corona-bedingt abgesagten Veranstaltungen sollten im kommenden Jahr nachgeholt werden, Ersatztermine waren bereits mit den Künstlern vereinbart worden. Doch nun soll sein Pachtvertrag ganz unerwartet nicht verlängert werden.“ Als Grund habe die Stadtverwaltung nur eine knappe Antwort gegeben. „Jetzt ist nun mal Zeit, um für die Landesgartenschau zu planen“, hieß es von Seiten der Stadt, so Schmidt. Nach den aktuellen Plänen soll die Stadthalle wohl der offizielle Eingang zur LGS sowie das Gebäude neben der Stadthalle zum LGS-Büro werden.

„Nachdem wir nun seit März durch die Veranstaltungsausfälle Einbußen hatten, soll uns nun auch noch die Möglichkeit genommen werden, dies 2021 nachzuholen“, zeigt sich Schmidt entsetzt. Dass ein Ende des Pachtvertrags mit „kds“ ein großer Verlust für die Höxteraner Stadthalle wäre, möchte Schmidt am kommenden Montag mit einer kleinen Ausstellung verdeutlichen: Viele Bilder und Videos von erfolgreichen Veranstaltungen, die er im Laufe seiner Betreiberzeit in der Residenz-Stadthalle organisiert hat, werden bei der „Night of Light“ gezeigt. Bilder der rot illuminierten Gebäude können im Anschluss an die bundesweite Aktion zentral auf den eigens für diesen Anlass erstellten Seiten bei Facebook und Instagram unter dem Hashtag #nightoflight2020 hochgeladen werden.

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