Betreiber Gümüsch will trotz aller Corona-Absagen Herberge in Höxter weiter sanieren - Pläne für LGS 2023
„Ich setze jetzt voll auf 2021“

Höxter (WB). Die Herberge am Ziegenberg in Höxter bleibt wegen der Folgen der Corona-Pandemie vorerst weiter geschlossen. Betreiber Nihat Gümüsch sagte, dass alle Gruppenbuchungen bis weit in den Herbst storniert worden seien. „Für Einzelreisende lohnt es sich nicht, die Räume der Anlage zu öffnen“, meinte der Betreiber des 1955 als Jugendherberge errichteten Gebäudes.

Donnerstag, 18.06.2020, 22:59 Uhr aktualisiert: 18.06.2020, 23:10 Uhr
Das Jahr 2020 hat für Herbergsbetreiber Nihat Gümüsch alles auf den Kopf gestellt: Er bleibt trotz Corona und Stornierungen beim Konzept „Gruppenherberge“ und will die alte Jugendherberge dieses Jahr weiter renovieren, um 2021 durchzustarten. Foto: Michael Robrecht
Das Jahr 2020 hat für Herbergsbetreiber Nihat Gümüsch alles auf den Kopf gestellt: Er bleibt trotz Corona und Stornierungen beim Konzept „Gruppenherberge“ und will die alte Jugendherberge dieses Jahr weiter renovieren, um 2021 durchzustarten. Foto: Michael Robrecht

Herberge am Ziegenberg: Sanierung geht weiter

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Er habe das Jahr 2020 komplett abgeschrieben und werde die Zeit nutzen, weitere Renovierungen in den Räumen vorzunehmen. Im Frühjahr hatte der Neueigentümer der Anlage großflächige Rodungen und Entbuschungen im Außenbereich vorgenommen. Gümüsch setzt jetzt voll auf 2021. Für nächstes Jahr gebe es einige Buchungen, Anfragen und viele neue Ideen. „Ich setze auf den Standort Höxter und mache hier weiter“, lässt der Herbergsvater aus Hamm keine Zweifel an seinem Engagement aufkommen. Gümüsch betreibt bereits eine Gruppenherberge in Meschede sowie ein Schullandheim in Olsberg, ohne Mitglied im Jugendherbergswerk zu sein. Die Herberge Höxter hatte er gekauft, nachdem das Jugendherbergswerk nach Auslaufen der dreijährigen Nutzung als Flüchtlingsheim kein Interesse mehr am Standort im Weserbergland hatte.

Nihat Gümüsch zuckt mit den Schultern als er beim Rundgang durch die weitläufigen Räume mit dem WESTFALEN-BLATT über die Perspektiven im Corona-Jahr spricht. Die Höxteraner würden zurzeit nur sehen, dass keine Gäste anreisten und kein Licht am Berg leuchte, aber ihm bleibe aktuell keine andere Wahl, als wenigstens mit den notwendigen Sanierungen fortzufahren. Sein Haus sei auf Gruppenreisen spezialisiert und weniger auf Einzelgäste oder Radfahrer. Zudem biete er keine Rundumversorgung, sondern die Gruppen – viele aus den Kirchen – würden sich selbst verpflegen und in den funktionstüchtigen Küchen selbst kochen. Das sei eine Marktlücke und auf dieses Angebot setze er weiter.

Gümüsch will die Werbung für sein Haus 2021 verstärken und plant auch Aktivitäten anlässlich der Landesgartenschau 2023. „Darüber habe ich mit der Stadtverwaltung gesprochen, und wir haben tolle Vorhaben entwickelt“, sieht er sich mitten im LGS-Geschehen gut involviert.

Der Herbergsbetreiber berichtete, das 2019 die Motorradfahrerszene sein Haus für sich entdeckt habe. Auch werde er in den nächsten Monaten barrierefreie Zimmer und Fluren herrichten. Insgesamt soll das 65 Jahre alte Gebäude in einen sauberen und attraktiven Zustand gebracht werden. „Der optische Eindruck muss besser werden. Deshalb sanieren wir die Westfassade, haben den Wildwuchs auf dem Zufahrtsgelände beseitigt und werden für die Gäste große Wiesen anlegen“, kündigte Gümüsch an. Er gab aber auch zu bedenken, dass ohne Einnahmen in Höxter seine beiden anderen Herbergen quasi die Mittel für die Investitionen im Weserbergland dieses Jahr abwerfen müssten.

Der Unternehmer freut sich auf auf den durch die Corona-Pandemie ausgelösten neuen Trend „mehr Urlaub in Deutschland“. Das sei für ihn mit 28 Zimmern, 136 Betten sowie etlichen Küchen und Gruppenräumen und auch für den Standort Höxter eine Chance, an völlig neue Besuchergruppen zu kommen. Auf dem Herbergsgelände werde daher auch einiges Neues angeboten. Radfahrergruppen, Sportvereine und Vereine aller Art sieht Gümüsch in seinem Geschäftsmodell als Kernklientel: Da sei neben den Kirchengruppen noch Luft nach oben.

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