Vierfacher Abschied in der Realschule – Rektorin Monika Krekeler hinterlässt ein sehr gut bestelltes Haus
„Lehrerin vom Scheitel bis zur Sohle“

Höxter (WB). Monika Krekeler, Leiterin der Hoffmann-von-Fallersleben-Realschule Höxter, ist nach gut 42 Dienstjahren in einer Feierstunde in der Aula mit herzlichen Dankesworten in den Ruhestand verabschiedet worden. Mit Applaus der Anwesenden nahmen nach einem langen Berufsleben auch die Lehrerin Rita Potthast-Onnebrink, Lehrer Elmar Miller und Hausmeister Helmut Vornholt Abschied von der Realschule.

Dienstag, 30.06.2020, 03:08 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 05:00 Uhr
Vierfacher Abschied in der Realschule Höxter: Bürgermeister Alexander Fischer (Mitte) wünschte Rektorin Monika Krekeler (von links), Lehrer Elmar Miller, Hausmeister Helmut Vornholt und Lehrerin Rita Potthast-Onnebrink alles Gute. Foto: Sabine Robrecht
Vierfacher Abschied in der Realschule Höxter: Bürgermeister Alexander Fischer (Mitte) wünschte Rektorin Monika Krekeler (von links), Lehrer Elmar Miller, Hausmeister Helmut Vornholt und Lehrerin Rita Potthast-Onnebrink alles Gute. Foto: Sabine Robrecht

Wären zu „normalen“ Zeiten eine größere Gästeschar, musikalische Programmpunkte und längeres Beisammensein angesagt gewesen, fand die Verabschiedung unter den besonderen Bedingungen angesichts der Corona-Pandemie statt. Diese Ausnahmesituation hatte in den letzten Monaten ihrer Amtszeit die energiegeladene Persönlichkeit und das Organisationstalent der Rektorin noch einmal voll gefordert und Gedanken an den bevorstehenden Ruhestand zunächst in weite Ferne rücken lassen.

Loyal

Regierungsschuldirektorin Therese Dallmeier von der Bezirksregierung Detmold überreichte Monika Krekeler die von Regierungspräsidentin Judith Pirscher unterzeichnete Ruhestandsurkunde und dankte ihr für die stets loyale und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie ein vorbildhaftes dienstliches Verhalten. Glückwünsche der Fachschaften Englisch und Biologie, des Lehrerratsvorsitzenden Peter Berends im Namen des Kollegiums sowie der Elternpflegschaft und des Fördervereins schlossen sich an. Seitens der Stadt Höxter als Schulträger dankten Bürgermeister Alexander Fischer, Schuldezernent Stefan Fellmann und Schulamtsleiterin Brigitte Husemann für die stets konstruktive langjährige Zusammenarbeit – verbunden mit den besten Wünschen für den neuen Lebensabschnitt. Per Videobotschaften grüßten Kolleginnen der europäischen Partnerschulen, mit denen die Realschule Höxter seit vielen Jahren ein Austauschprogramm durchführt.

Als ehemalige Schülerin (Realschulabschluss 1971), Lehrerin, zweite Realschulkonrektorin, Realschulrektorin (seit 2012) und auch als Mutter kennt Monika Krekeler die Hoffmann-von-Fallersleben-Realschule aus den verschiedensten Blickwinkeln. Nach der mittleren Reife an der Realschule Höxter und dem Abitur in Holzminden studierte sie die Fächer Englisch und Biologie auf Realschullehramt in Münster. Ihre Referendarzeit leistete sie an einer Realschule in Niedermarsberg im Regierungsbezirk Arnsberg ab, anschließend verbrachte sie ihre gesamte Dienstzeit bis auf eine zwischenzeitliche einjährige Abordnung ausschließlich an der Realschule Höxter. Hier kann sie mit berechtigtem Stolz und Zufriedenheit auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken, in der sie der Realschule ihren Stempel aufgedrückt hat. Gleich am Anfang ihrer Amtszeit als Schulleiterin gab es Bestrebungen, die Realschule auslaufend zu stellen, jedoch gelang es ihr, die Schule auch durch diese schwierige Zeit zu führen.

Engagiert

Dass dieses Thema schon seit einigen Jahren beendet wurde, ist insbesondere den äußerst engagierten Eltern zu verdanken. Aktuell sieht die bewährte Realschule wieder mit großer Akzeptanz und erneut sehr guten Anmeldezahlen in eine gesicherte Zukunft.

An dieser positiven Entwicklung trägt Monika Krekeler einen hohen Anteil, denn sie hat mit ihrer kommunikativen und menschlichen Art stets ein offenes Ohr für alle am Schulleben beteiligte Gruppen, auch wenn es um sinnvolle Weiterentwicklungen von pädagogischen Konzepten geht. Sie selbst bezeichnet sich als „Lehrerin vom Scheitel bis zur Sohle“, die jeden Tag gern in die Schule komme. Dass ihr Weg nunmehr nur noch wenige Male in „ihre“ mit viel Herzblut geführte Schule führen soll, ist für die Schulgemeinde derzeit noch kaum vorstellbar. Für ihren Ruhestand hat Monika Krekeler insbesondere zusammen mit ihrem Ehemann mehr Zeit für Besuche bei ihren Kindern und Enkelkindern eingeplant. Das Ausschreibungsverfahren der Bezirksregierung Detmold zur Neubesetzung der Leitungsstelle ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber jedenfalls hinterlässt Monika Krekeler ihrer Nachfolgerin beziehungsweise ihrem Nachfolger ein sehr gut bestelltes Haus.

Verabschiedungen

Rita Potthast-Onnebrink wurde nach vielen Dienstjahren an den Hauptschulen in Stahle und Höxter wunschgemäß an die Realschule versetzt. Hauptsächlich unterrichtete sie an den ausgelaufenen Schulen die Fächer Deutsch und Englisch. In der Realschule hat sie sich schwerpunktmäßig weiterhin in der Sprachfördergruppe „Deutsch als Zielsprache“ der internationalen Schülerinnen und Schüler engagiert sowie die langjährige Arbeitsgemeinschaft „Jung trifft Alt“ in Kooperation mit Seniorenheimen weitergeführt, die schon an der Hauptschule eine längere Tradition hatte.

Elmar Miller unterrichtete seit 1985 die Fächer Deutsch und Sozialwissenschaften als Fach- und Klassenlehrer an der Realschule, die er einst selbst als Schüler besucht hatte. Viele Jahre war er für die Berufswahlkoordinierung zuständig und war langjähriger Vorsitzender der Fachschaft Sozialwissenschaften/Politik. Zwölf Jahre führte er zudem den Personalrat für Lehrerinnen und Lehrer an Realschulen bei der Bezirksregierung in Detmold und engagierte sich im Realschullehrerverband, der später in „Lehrer NRW“ umbenannt wurde.

Hausmeister Helmut Vornholt hat als ausgebildeter Elektriker mit handwerklichem Geschick und viel Umsicht die Schule auch in Kooperation mit den Reinigungskräften stets in bester Ordnung gehalten. Dabei half ihm sein guter Draht zu seinen städtischen Kollegen, aber auch zu dem Kollegium sowie den Schülerinnen und Schülern. Nach 50 Jahren Berufsleben wünscht ihm die Schulgemeinde für den wohlverdienten Ruhestand vor allem gesundheitliches Wohlergehen, um den nunmehr gewonnenen Freiraum genießen zu können.

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