Vorbildlich: Anwohnerin pflegt als Patin auf eigene Kosten Blumenbeet am Straßenrand in der Innenstadt
Morena Lauer lässt Höxter aufblühen

Höxter (WB). Wer in diesen Tagen vom Möllinger Platz in Richtung St.-Nikolai-Seniorenhaus und Altmärker Straße geht, der erlebt eine Überraschung: ein fulminat blühendes Blumen- und Staudenbeet fesselt den Blick vieler Passanten. Aus einer unattraktiven, vertrockneten öffentlichen Fläche unter einer Eiche hat Anwohnerin Morena Lauer (46) ein blühendes Kleinod an unvermuteter Stelle geschaffen.

Montag, 29.06.2020, 22:59 Uhr
Höxter blüht auf. Morena Lauer hört viel Lob für ihr schönes großes Beet, das sie an Altmärker Straße und Knochenbachstraße in Sichtweite des alten von Uffelschen Adelshofes (Amtsgericht) bepflanzt hat und ehrenamtlich pflegt und gießt. Foto: Michael Robrecht
Höxter blüht auf. Morena Lauer hört viel Lob für ihr schönes großes Beet, das sie an Altmärker Straße und Knochenbachstraße in Sichtweite des alten von Uffelschen Adelshofes (Amtsgericht) bepflanzt hat und ehrenamtlich pflegt und gießt. Foto: Michael Robrecht

Beet-Patin: Morena Lauer lässt Höxter blühen

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Die „Mini-Gartenschau“ vor dem Haus der Familie Otte in der Altmärker Straße 2a bietet Höxteranern und Touristen einen Strauß aus Blumen, Steingartengewächsen und Stauden. Das nutzt Insekten, erfreut Naturschützer – und sieht richtig schön aus. „Ich bekomme viel Zuspruch für meine kleine Aktion. Einige Leute stecken mir auch ein paar Euro für das Wasser zu. Das ist doch nett – oder?“, meint Morena Lauer. Die Höxteranerin mit dem grünen Daumen wohnt seit Jahren in diesem Teil von Alt-Höxter und hat irgendwann einfach die Initiative ergriffen und das vertrocknete mit Steinmauern eingefasste große Beet unter der Eiche umgegraben und auf eigene Kosten bepflanzt. „Ich habe der Stadt das gemeldet, und die hatten nichts dagegen“, sagt die Pflege-Fachkraft im Seniorenzentrum Konrad-Beckhaus-Heim in Höxter. Die Stadtgärtnerei habe ihr Engagement gelobt.

Die Anwohnerin ist auch eine der ganze wenigen Personen, die die Idee der Beet-Patenschaft aufgenommen hat. Schon seit Jahren werden Menschen gesucht, die sich um die Pflege der vielen Grünstellen kümmern. Sogar ein paar Figuren oder ein Geigenkasten zieren das Großbeet mit Vogelhaus. Wasser und Pflanzen bezahlt die 46-Jährige dabei aus eigener Tasche: „Ich habe einfach sehr großen Spaß daran“, sagt die Höxteranerin.

Sie mache das nicht für irgendwen oder als Aktion, sondern rein privat. Bei den trockenen Sommern muss Morena Lauer jeden Tag gießen, um die Blütenpracht zu erhalten. Das Altmärker Beet ist mehr als „Straßenbegleitgrün“, sondern erfreut als echte Augenweide die Bürger.

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