Wahlen beim DRK: Friedhelm Spieker bleibt Kreispräsidiumsvorsitzender
Corona fordert seinen Tribut

Höxter (WB). Auch in Zeiten der Corona-Pandemie versucht das Deutsche Rote Kreuz wichtige Teile seiner Angebote aufrecht zu erhalten. Unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneauflagen war es jetzt möglich, die DRK-Kreisversammlung 2020 in einer Fahrzeughalle im DRK-Zentrum Corveyer Allee in Höxter zu organisieren. Dort wurde Bilanz gezogen, zudem standen Wahlen an.

Donnerstag, 16.07.2020, 01:03 Uhr aktualisiert: 16.07.2020, 05:05 Uhr
DRK-Kreisversammlung im Rotkreuzzentrum in Höxter: (von links) Kreispräsidiumsvorsitzender Friedhelm Spieker, neuer JRK-Leiter ist Sandro Gueli, Volker Saum (neuer Kreisschatzmeister), DRK-Vorstand Christian Lange, Matthias Göke (stellvertretender Kreispräsidiumsvorsitzender) und Kreisschriftführer Helmut Springer. Die anderen Vorstandsmitglieder standen 2020 nicht zur Wahl. Foto: DRK
DRK-Kreisversammlung im Rotkreuzzentrum in Höxter: (von links) Kreispräsidiumsvorsitzender Friedhelm Spieker, neuer JRK-Leiter ist Sandro Gueli, Volker Saum (neuer Kreisschatzmeister), DRK-Vorstand Christian Lange, Matthias Göke (stellvertretender Kreispräsidiumsvorsitzender) und Kreisschriftführer Helmut Springer. Die anderen Vorstandsmitglieder standen 2020 nicht zur Wahl.

Matthias Göke Vize

Friedhelm Spieker (Brakel) bleibt weitere drei Jahre Vorsitzender des Rotkreuz-Kreispräsidiums. Er wurde einstimmig wiedergewählt.  An seiner Seite sitzt wie bisher als Vize Matthias Göke aus Bad Driburg. Zum neuen Kreisschatzmeister wurde Volker Saum aus Höxter gewählt. Er löste den Höxteraner Hartmut Schild nach langer Amtszeit (1997 bis 2020) ab.

Die DRK-Familie dankte Schild für seinen erfolgreichen Einsatz für gesunde Finanzen.  Arnulf Klocke aus Höxter setzt seine Tätigkeit als Kreisjustiziar fort. DRK-Kreisschriftführer Helmut Springer ist ebenfalls wieder ins Amt gewählt worden. Neuer JRK-Leiter ist Sandro Gueli, Stellvertreterin Luisa Rode. Alle anderen Funktionsträger der DRK-Führungsgremien mussten nicht neu gewählt werden. Der hauptamtliche Kreisvorstand Christian Lange wurde von der Kreisversammlung entlastet.

Auch in Zeiten des neuartigen Coronavirus (Covid–19) benötigen die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes dringend Blutspenden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. Dieses Jahr hat bei den Spenderzahlen jedoch Auswirkungen: 640 Spender weniger als 2019 werden im Kreisverbandsgebiet erwartet, sagte Vorstand Lange in seiner Prognose.

Einen Aderlass gibt es auch in der Erste-Hilfe-Ausbildung. Die Kursgruppen müssten halbiert werden, so Lange. Das DRK wird daher 1100 Teilnehmer weniger ausbilden können, bedauerte der Vorstand. Das mache sich auch finanziell bemerkbar.

In diesem Corona-Jahr sei es auch zu Problemen mit der Altkleidersammlung gekommen. Viele Menschen hätten die Zeit des Lockdown zum Aufräumen genutzt und dadurch seien die Sammelbehälter übervoll gewesen. Problem war laut DRK auch, dass durch Schließung der Kleiderkammern und Exportbeschränkungen die Verwertungsmöglichkeiten der Altkleider eingeschränkt waren.

Die weitere Entwicklung werde geprüft. In diesem Zusammenhang bittet das DRK die Bevölkerung auch noch einmal eindringlich nur gute Kleidung in die Sammelbehälter zu bringen. Alle nicht mehr tragfähigen Kleidungsstücke gehören in den Restmüll und sollten entsprechend entsorgt werden. Sollte ein Behälter einmal voll sein, bittet das DRK einen anderen Behälter aufzusuchen oder ein anderes Mal wiederzukommen, Kleidung die vor oder neben die Sammelbehälter gestellt wird muss vom DRK als Abfall entsorgt werden und hilft so niemanden. Andere Wohlfahrtsverbände hätten ihre Sammelstellen aus diesen Gründen längst abgebaut.

Dienst am Bilster Berg

In der Bilanz erläuterte Christian Lange ferner, dass die Zusammenarbeit des DRK-Rettungsdienstes mit der Autoteststrecke Bilster Berg gut laufe. Die Buchungen des Rotkreuzrettungswagens seien auch 2020 stabil. Das RK betreibt auf dem Berg eine Station. 30 Notfallsanitäter, Rettungsassistenten und Notärzte sind dort zeitweise während der Fahrzeugtests und Veranstaltungen eingesetzt.

Der mobile Sanitätsdienst wie auf Huxori in Höxter oder auf Volksfesten wie Annentag in Brakel fällt dieses Jahr fast überall aus. Das führe für den DRK-Haushalt zu großen Mindereinnahmen, so der DRK-Vorstand für den Altkreis Höxter.

Verband ist gut aufgestellt

Kreispräsidiumsvorsitzender Friedhelm Spieker und DRK-Vorstand Christian Lange sehen den DRK-Kreisverband trotz der Corona-Pandemie gut aufgestellt für die kommenden Jahre. Intensiviert werden soll in die Werbung neuer Mitglieder. Ein großes Dankeschön ging an die vielen Ehrenamtler im Roten Kreuz, die dem Verband die Treue halten.

Nach mehreren Jahren, in denen die Anzahl der Blutspender kontinuierlich gesunken ist, ist es dem DRK 2019 gelungen, die Anzahl mit 7393 Blutspendern gegenüber dem Niveau des Vorjahres leicht zu steigern. Erfreulich ist wieder, dass die Zahl der Erstspender in 2019 genau um 7,5 Prozent erhöht werden konnte. 96 Blutspendetermine gab es 2019 im DRK-Gebiet Altkreis Höxter. Wieder ein Plus.

Die Ausbilder des Kreisverbandes haben 111 Lehrgänge »Erste Hilfe« mit 1794 Teilnehmern, 35 Lehrgänge »Erste-Hilfe-Fortbildung« mit 521 Teilnehmern und 16 Lehrgänge »Erste-Hilfe bei Kindernotfällen« mit 320 Teilnehmern, durchgeführt. Die Ausbilder des Kreisverbandes wiesen somit 2635 Personen in die ersten Maßnahmen bei Notfällen ein. Das ist eine Steigerung im Vergleich zu 2018. Vorstand Christian Lange zufrieden: »Das ist ein Ergebnis, auf das wir stolz sein dürfen.«

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