Abi – und was dann? Viele bei Berufs- und Studienwahl unschlüssig
Im Dschungel der Angebote

Höxter (WB/rob). Abi – und was dann? Viele junge Leute sind 17 oder 18 Jahre alt und sollen sich konkret für einen Studiengang, eine Ausbildung oder für ein frei- williges Jahr nach dem Abitur entscheiden. Viele stehen da vor einem großen Problem. Das Angebot „Karriereberatung“ hat wegen der herausragenden und wegweisende Bedeutung am König-Wilhelm-Gymnasium in Höxter – trotz Coronazeit – stattgefunden.

Freitag, 17.07.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 22.07.2020, 11:42 Uhr
Karriereberatung 2020: von links Heike Edeler (Schulleiterin KWG), Klaus Schumacher (Bürgerstiftung Höxter), Lutz Thimm (Institut für Bildungs- und Karriereberatung), Nils Dorn (Sparkasse Höxter) sowie einige teilnehmende Schülerinnen und Schüler des KWG Höxter. Foto: KWG
Karriereberatung 2020: von links Heike Edeler (Schulleiterin KWG), Klaus Schumacher (Bürgerstiftung Höxter), Lutz Thimm (Institut für Bildungs- und Karriereberatung), Nils Dorn (Sparkasse Höxter) sowie einige teilnehmende Schülerinnen und Schüler des KWG Höxter. Foto: KWG

20.000 Studiengänge, 350 Ausbildungsberufe und mehr als 1500 duale Studiengänge: Nach dem Abitur wird es im immer schwieriger, den richtigen Weg in den passenden Beruf zu finden, wissen nicht nur Eltern und Schüler. Das KWG unterstützt deshalb die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg durch den Dschungel der Studien- und Berufswahlorientierung und hat das Angebot um ein weiteres professionelles Element in der Oberstufe ergänzt.

Berufsorientierung in der Oberstufe

Zum ersten Mal haben die Schüler der Q1 (Jahrgang 11) an einer freiwilligen Individuellen Berufsorientierung in der Oberstufe vom Thimm-Institut (Thimm Institut für Bildungs- und Karriereberatung) teilgenommen.

Finanziert wird das Projekt von der Sparkasse Höxter, der Bürgerstiftung Höxter und der Arbeitsagentur. Klaus Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Höxter, betont, dass die Bürgerstiftung diese Projekt gern unterstütze: „Wir machen das aus Verantwortung für die Region und da stehen unter anderem Schulen und die Schüler im Mittelpunkt.“ Nils Dorn von der Sparkasse Höxter ergänzt: „Diese jungen Menschen sind unsere Zukunft, die wir gerne bei der Berufs- und Studienwahl unterstützen möchten.“

Freiwilliges Testverfahren

Damit geht das Gymnasium seinen Weg in der Berufs- und Studienwahlvorbereitung konsequent weiter. Die Schüler haben sich freiwillig für ein mehrstündiges Testverfahren der Berater außerhalb der Unterrichtszeit angemeldet. Dabei wurden die Fähigkeiten im rechnerischen und sprachlichen Bereich und im kreativen, räumlichen, naturwissenschaftlichen und logischen Denken eruiert. Eine Woche später fanden die Auswertungsgespräche auch im Beisein der Eltern statt und den Schüler wurden nach dem Testverfahren bis zu drei berufliche Richtungen empfohlen. Diese Empfehlungen wurden kurz vor der Zeugnisausgabe mit den Schülern und deren Eltern besprochen. So werden beispielsweise Berufsaussichten, Zugangsvoraussetzungen oder wichtige Qualifikationen in bestimmten Berufsbereichen erläutert.

Die Mutter einer Schülerin betonte, dass es die Hauptsache sei, dass sich die Jugendlichen mit dem Thema Studien- und Berufsorientierung befassen und das Testverfahren bewirke, dass die Jugendlichen dies nun kritisch tun. Dabei werden sie gut angeleitet. Die Beratung nach dem Testverfahren führe auch zu ganz neuen Sichtweisen. Die anschließende Evaluation hat gezeigt, dass alle teilnehmenden KWG’ler das Projekt so gewinnbringend fanden, dass sie es auch für kommende Jahrgangsstufen weiterempfehlen.

Schüler sollen sich kritisch mit ihren Ideen beschäftigen

Ein Schüler fand besonders gut, dass „besonders auf meine Themen eingegangen und Möglichkeiten aufgezeigt wurden“. Lutz Thimm, Leiter des Instituts für Bildungs- und Karriereberatung, bringt das Ziel der Testung auf folgenden Punkt: „Wichtig ist, dass die Schüler sich kritisch mit ihren Ideen beschäftigen. Stärken und Schwächen müssen erkannt werden und es muss klar sein, was kann ich daraus machen kann und wie ich dabei vorgehen muss.“ Thimm erläutert: „Bei diesen komplizierten Problemen stehen die Berater bis zum Ende ihrer Schulzeit zur Verfügung“. Das wäre ohne die Förderung von Sparkasse Höxter, Bürgerstiftung Höxter und Arbeitsagentur, so Thimm, sicherlich nicht möglich.

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