Markantes Gebäude: Neunstöckiges Hochhaus in Höxter wird Erdboden gleichgemacht
WBK: Der „Riese“ nimmt Abschied

Höxter (WB). Dieses neunstöckige Hochhaus gehört zu den markantesten Gebäuden der Weserstadt. Der Abriss des alten Klinikgebäudes interessiert die ganze Region. Jetzt muss der „Riese“ von Höxter Abschied nehmen für immer, um Platz zu schaffen für neue Ideen. Die altbekannte Silhouette am Räuschenberg – sie wird es so nie mehr geben.

Donnerstag, 13.08.2020, 08:32 Uhr aktualisiert: 13.08.2020, 09:00 Uhr
Neun Stockwerke Geschichte stecken in diesem Hochhaus: Hier haben sich im Laufe der Jahrzehnte viele Patienten erholt und neue Kraft geschöpft. Foto: Harald Iding
Neun Stockwerke Geschichte stecken in diesem Hochhaus: Hier haben sich im Laufe der Jahrzehnte viele Patienten erholt und neue Kraft geschöpft. Foto: Harald Iding

Derzeit reißen große Bagger die alten Baumaterialien in Stücke und zerkleinern armdicke Stahlseile, um alles in große Container zu stopfen. Und in dem nach allen Seiten offenen Hochhaus sind Arbeiter einer Spezialfirma damit beschäftigt, die restlichen Leitungen, noch vorhandene technische Einrichtungen und Verkleidungen je nach Materialtyp zu sortieren und sie in große weiße Säcke zu stopfen. Die nimmt wiederum ein Bagger entgegen. Alles läuft hier wie am Schnürchen und geht Hand in Hand.

Am 17. August beginnt die letzte Phase

„Wir sind mit dem bisherigen Verlauf des Abrisses zufrieden. Ab kommenden Montag, 17. August, ist es dann soweit: Dann nimmt ein Spezialbagger seine Arbeit auf, um das Hochhaus abzureißen“, betätigte Geschäftsführer Rüdiger Pfeifer (Asklepios Weserbergland-Klinik) dem WESTFALEN-BLATT auf Anfrage. Alles kommt weg, nichts bleibt mehr von der alten Immobilie. Später soll der moderne Speisesaal der Klinik dort entstehen. Der Blick von der geplanten Außenterrasse – über Höxter und die Weserregion – dürfte so einmalig sein wie der gesamte Gebäudekomplex. Die WBK gehört zu Höxter wie der Fluss und Schloss Corvey mit dem mächtigen Westwerk. Die WBK hat sich längst zu einer renommierten Fachklinik für geriatrische und neurologische Rehabilitation und zum Therapiezentrum für neuromuskuläre Erkrankungen entwickelt.

Vom ersten Spatenstich für das Millionenprojekt (Abriss und Neubau WBK) Ende 2016, über Arbeiten im tiefen Winter 2017 bis zum August 2020, wo nun der Abriss des „Riesen“ ansteht. Es hat sich viel getan am Berg. So konnte vor rund einem Jahr der Einzug der Patienten in die neuen Räumlichkeiten erfolgen.

Die Erfolgsmeldung in 2019: Für 180 Reha-Patienten bietet der Neubau auf 14.500 Quadratmetern Platz. 25 Millionen Euro hat der Asklepios-Konzern schon in das neue Gebäude investiert. Geschäftsführer Pfeifer sagte damals dem WESTFALEN-BLATT: »Hier ist der einzige Neubau einer Reha-Klinik für Geriatrie und Neurologie in ganz Deutschland entstanden. Wir befinden uns nicht nur dadurch in einer Vorreiterrolle und wollen dem Ruf der Weserberglandklinik, den sie sich über Jahrzehnte erworben hat, gerecht werden und uns im Sinne der Patienten noch weiter verbessern!“

WBK-Abriss: Der „Riese“ nimmt Abschied

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Es wird nun noch einmal etwa vier Wochen dauern, bis das Hochhaus endgültig dem Erdboden gleichgemacht worden ist. Die Höxteraner werden den weiteren Verlauf der Arbeiten sicher mit großem Interesse von der Kernstadt, des Ansgar-Krankenhauses auf der gegenüberliegenden Seite oder unterhalb des Räuschenberges aus verfolgen. Damit endet für immer ein Stück Höxteraner Geschichte.

 

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