Briefwahlanträge ab sofort online bei Stadtverwaltungen – 16-Jährige dürfen wählen
Jeder Wähler hat vier Stimmen

Höxter (WB). Stadträte, Bürgermeister, Kreistag und Landrat stehen zur Wahl. Die Verwaltungen rechnen bei den Kommunalwahlen 2020 wegen der Corona-Pandemie mit Rekorden bei der Briefwahl. Seit Montag, 17. August, können die Briefwahlunterlagen online in den zehn Rathäusern im Kreis Höxter bestellt werden. Am Mittwoch, 19. August, öffnen dann auch die Wahllokale in den Stadtverwaltungen.

Montag, 17.08.2020, 22:00 Uhr aktualisiert: 18.08.2020, 08:56 Uhr
Ordnen die Urnen und Wahlzettel: (von links) Annika Welling, Charlotte-Sophie Möhring, Sabine Hasenbein, Claudia Schröder.

Am Sonntag, 13. September, ist dann der wichtige Wahltag: Bis dahin dreht sich das Wahlkampfkarussell mit Hunderten Kandidaten und vielen Wahlkampfaktionen munter weiter. Der Versand der Wahlbenachrichtigungskarten ist in einigen Städten im Kreis schon erfolgt, in der Kreisstadt Höxter gehen die Karten im Laufe dieser Woche raus. Die Briefwahlunterlagen erhalten Bürgerinnen und Bürger auch auf schriftlichen oder mündlichen jedoch nicht auf telefonischen Antrag, so der Hinweis von Höxters Stadtpressesprecher Sebastian Vogt. Neben dem Namen, Vornamen und der Anschrift ist das Geburtsdatum anzugeben. Auch per E-Mail an rathaus@hoexter.de können die Unterlagen beantragt werden.

Wahlen 2020: Straßenwahlkampf und Blick ins Wahllokal

1/17
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht

Zudem besteht beispielsweise in Höxter ab Mittwoch, 19. August, die Möglichkeit, montags bis donnerstags, 8.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 16 Uhr, sowie freitags, 8.30 bis 12.30 Uhr, im Briefwahlbüro im Sitzungssaal des Stadthauses am Petritor, Gebäude A, 1. OG, Westerbachstraße 45 direkt zu wählen. Hierzu sind die Wahlbenachrichtigungskarte oder Wahlbrief und der Personalausweis mitzubringen. Im Stadthaus, wie auch in allen anderen Rathäusern im Kreis, gelten aufgrund der Corona-Pandemie besondere Hygieneregeln. Das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung ist Pflicht.

Voranmeldung nicht nötig

Ein Termin wird für die Briefwahl nicht benötigt. Der Zutritt zum Briefwahlbüro ist auf zwei Personen begrenzt. Es kann daher zu längeren Wartezeiten kommen, so die Stadtverwaltung. Sollen neben den eignen Briefwahlunterlagen auch für weitere Personen Wahlunterlagen beantragt und in Empfang genommen werden, so ist dieses für bis zu vier weitere wahlberechtigte Personen nur gegen Vorlage einer schriftlichen Vollmacht möglich. Die schriftliche und unterzeichnete Vollmacht ist bei Abholung im Original vorzulegen. Der Wahlbrief muss spätestens am 13. September um 16 Uhr im Wahlamt eingegangen sein. Für den rechtzeitigen Zugang hat der Wähler Sorge zu tragen. Für Briefwahlanträge, die nach dem 9. September eingehen, kann nicht gewährleistet werden, dass die Briefwahlunterlagen rechtzeitig übersandt werden.

Das Wahlamt der Stadt Höxter ist unter 05271/963 -1100, -1101, -1102, -1103 erreichbar. Weitere Informationen und den Online-Antrag zur Briefwahl gibt es unter www.hoexter.de. Bei den anderen Städten stehen die Briefwahl-Infos wie in der Kreisstadt auf den Onlineseiten der Kommunen.

Kreistag und Rat

Die Briefwahlunterlagen für die Kommunalwahl in NRW umfassen den Wahlschein, je einen amtlichen Stimmzettel für die Wahl zum Bürgermeister, zum Landrat, für den Kreistag und für den Stadtrat. Jeder Wähler stimmt auf vier Wahlzetteln ab. Auf jedem Stimmzettel macht der Wähler ein Kreuz. Wer in NRW an der Kommunalwahl teilnehmen will, muss zum Termin der Wahl mindestens 16 Jahre alt sein. Wer selbst ein Amt bekleiden und somit auch das passive Wahlrecht ausüben will, muss volljährig, also 18 Jahre alt sein. Wahlberechtigt in NRW ist, wer die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Staates besitzt. Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Wahlberechtigte mindestens seit dem 16. Tag vor der Wahl in seinem Wahlgebiet wohnhaft gemeldet ist oder sich gewöhnlich dort aufhält. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, erhält in aller Regel automatisch eine Wahlbenachrichtigung. Mit vier Stimmzetteln geht der Wähler am Wahltag in die Wahlkabine und macht sein Kreuzchen. Die zusammengefalteten Stimmzettel wirft er dann in die Wahlurne. Wer mehr als ein Kreuz auf einem Stimmzettel macht oder etwa Notizen auf dem Papier hinterlässt, der hat seine Wahl damit ungültig gemacht.

Letzte Wahlen im Jahr 2014

Nach dem Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzte sich der Kreistag Höxter wie folgt zusammen: CDU 50,9% (22 Sitze), SPD 25,3 (10 Sitze), Die Grünen 9,5 (4 Sitze), FDP 4,22 (2 Sitze), UWG/ CWG 7,0 (3 Sitze), Linke 3,2% (1 Sitz). Landrat Friedhelm Spieker (CDU): 73,2%. Karl-Heinz Gaus (unterstützt von SPD, Grünen und FDP) 26,8%.

In Höxter holten im ersten Wahlgang 2014 Alexander Fischer (SPD) 40,7 Prozent, Uwe Schünemann (CDU) 34,4 Prozent und Hermann Loges (BfH) 24,9%. Die Stichwahl gewann Fischer. Die BfH (Bürger für Höxter) zog damals aus dem Stand als neue Kraft in den Stadtrat (11,3 Prozent) ein. Ansonsten blieben die Mehrheiten unklar (CDU 38,5 Prozent, SPD 30,8, UWG 7,8, FDP 2,8, Grüne 7, Linke 1,9). Dieses Jahr ist die Lage noch unübersichtlicher, weil auch AfD und Die Partei in den Rat drängen. Spannung versprechen 2020 Nieheim und Marienmünster mit mehreren Bürgermeisterkandidaten. In Warburg wird der Nachfolger für Bürgermeister und Landratskandidat Michael Stickeln (CDU) gesucht, der 16 Jahre dort regierte.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7539165?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516020%2F
Das nächste 0:3
Für Uwe Neuhaus und den DSC Arminia war in Dortmund nichts zu holen.
Nachrichten-Ticker