Abriss des WBK-Hochhauses erfolgt Etage für Etage – Sommer 2021 soll alles fertig sein
Der „Riese“ wird angeknabbert

Höxter (WB). Dieses „Spezialprogramm“ hinter der Fensterfront ist in diesen Tagen sicher interessanter als jede TV-Sendung. Zahlreiche Patienten der WBK verfolgen ein ganz besonderes Schauspiel: Der alte „Riese“, das neunstöckige Hochhaus der WBK in Höxter, wird seit Wochenanfang Stück für Stück eingerissen und abgetragen.

Dienstag, 18.08.2020, 13:54 Uhr aktualisiert: 18.08.2020, 13:58 Uhr
„Biss für Biss“ trägt der Spezialbagger am alten Hochhaus der WBK in Höxter seit Montag die einzelnen Etagen ab. Insgesamt hat der „Riese“ neun Stockwerke. Hinzu kommen noch vier Kellergeschosse in der Erde, die ebenfalls dem Neubau (Speisesaal plus Außenterrasse) weichen und abgetragen werden müssen. Foto: Harald Iding
„Biss für Biss“ trägt der Spezialbagger am alten Hochhaus der WBK in Höxter seit Montag die einzelnen Etagen ab. Insgesamt hat der „Riese“ neun Stockwerke. Hinzu kommen noch vier Kellergeschosse in der Erde, die ebenfalls dem Neubau (Speisesaal plus Außenterrasse) weichen und abgetragen werden müssen. Foto: Harald Iding

Mit Spezialbaggern und einem riesigen Kran ist ein Abrissunternehmen aus dem Kreis Soest angerückt, um in den nächsten Wochen Platz zu schaffen für den Neubau. Auch Väter mit ihren Kindern schauten aus sicherer Entfernung zu, wie die Arbeiten, die das Bild der WBK am Räuschenberg nachhaltig verändern werden , ablaufen.

„Mein zweijähriger Sohn wollte unbedingt die dicken Bagger sehen. Da haben wir uns einfach auf den Weg hinauf zum Berg gemacht“, betonte ein junger Vater. Die Firma hat alles mit Bauzäunen abgesperrt, Betreten ist verboten – und auch gefährlich. Denn hier werden Tonnen an alten Materialien bewegt. Natürlich sind auch WBK-Geschäftsführer Rüdiger Pfeifer und Klinikmanagerin Anna Rehrmann beim Startschuss aus sicherer Entfernung dabei, als der Hochhaus-Abriss in seine entscheidende Phase tritt.

Pfeifer sagte dem WESTFALEN-BLATT: „Ich trage hier seit 2017 Verantwortung. Ich bin sehr froh, dass wir durch den Asklepios-Konzern die Möglichkeit haben, die WBK komplett zu erneuern und damit auch neue Chancen für die Zukunft zu haben.“

Der Altbau war deutlich in die Jahre gekommen und zudem energetisch nicht mehr auf dem aktuellen Stand. „Wir freuen uns jetzt auf die schöne, neue Klinik und hoffen, dass wir bald fertig werden.“ Und was passiert mit dem alten Pflegeheim? Pfeifer: „Es bleibt bestehen und wird einer neuen Nutzung zugeführt. Die Bruchsteinwand, die zum historischen Stadtbild gehört, soll repariert und ergänzt werden.“

WBK-Abriss: Das Hochhaus wird „angeknabbert“

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Wenn der „Riese“ gefallen ist, dann wird es dort einen großen Speisesaal zur Versorgung aller Patienten (bis zu 200), der Gäste und des Personal geben – mit Terrasse. „Wir wollen noch in 2020 damit beginnen, die Fundamente dafür zu setzen. Ich schätze, dass wir Mitte des kommenden Jahres dann auch zeitgleich mit der Außenanlage fertig sein werden.“

Pfeifer und das gesamte Team seien sehr glücklich darüber, dass das Interesse der Öffentlichkeit an der Entwicklung der WBK und der Neubauten so groß sei.

„Der neue grüne Park darf natürlich später auch von der Öffentlichkeit genutzt werden. Ich erlebe es oft, dass Höxteraner zur Klinik kommen, um sich vom Baufortschritt selbst zu überzeugen.“ Zudem gäbe es ja auch viele Patienten aus Höxter. „Wir sind ein offenen Haus“, bekräftigt Pfeifer.

„Mit der geplanten Cafeteria hoffen wir auch, viele Einheimische hier oben begrüßen zu können. Der freie Blick auf Corvey und den Weserbogen – der ist doch einmalig und wirklich besonders“, kommt Pfeifer gleich ins Schwärmen. Der gewaltige Neubau in Höxter würde jetzt schon eine Sonderstellung in Deutschland einnehmen. „So einen Klinik-Neubau in dieser Größe gibt es aktuell nicht!“ Das rund 28-Millionen-Projekt soll in einem Jahr abgeschlossen sein, bestätigte Pfeifer dieser Zeitung.

„Wir hoffen, im August 2021 die große Einweihungsfeier mit allen Beteiligten ausrichten zu können.“ Zu den Gästen würden dann auch Vertreter der Kostenträger (zum Beispiel Krankenkassen) und zahlreiche Ehrengäste aus der ganzen Republik gehören. Pfeifer: „Die Chance des ersten Eindrucks – die wollen wir unbedingt nutzen!“

Die WBK deckt die Schwerpunkte Neurologie und Geriatrie ab. „Der Fortschritt in der Behandlung, zum Beispiel bei Muskelerkrankungen, geht weiter und wir tragen mit modernsten Geräten dem hohen Anspruch Rechnung. Wir sind froh, dass unsere Therapeuten, die mit das Kapital der Klink darstellen, über jahrzehntelange Erfahrung verfügen.

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