KWG Höxter als „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ zertifiziert
Zwei Auszeichnungen auf einen Streich

Höxter (WB). Die Schilder werden noch ein bisschen warten müssen, bis sie an sichtbarer Stelle großartige Erfolge dokumentieren. Denn überall dort, wo sie prominent an einer Wand ihren Platz einnehmen könnten, ist derzeit noch Baustelle. Wovon sie künden werden, behält das König-Wilhelm-Gymnasium aber nicht für sich, bis die Schilder hängen: „Wir sind als ‚MINT-freundliche Schule‘ und ‚Digitale Schule‘ in Nordrhein-Westfalen zertifiziert worden“, hat Schulleiterin Heike Edeler am Montag stolz verkündet.

Dienstag, 08.09.2020, 05:46 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 05:50 Uhr
Über zwei Auszeichnungen auf einen Streich für das KWG Höxter freuen sich Schuldezernent Stefan Fellmann (von links), Lehrer Ulf Osterbrink, Schulleiterin Heike Edeler, Bürgermeister Alexander Fischer und Lehrer Witali Wolf. Foto: Sabine Robrecht
Über zwei Auszeichnungen auf einen Streich für das KWG Höxter freuen sich Schuldezernent Stefan Fellmann (von links), Lehrer Ulf Osterbrink, Schulleiterin Heike Edeler, Bürgermeister Alexander Fischer und Lehrer Witali Wolf. Foto: Sabine Robrecht

Zwei Auszeichnungen auf einen Streich: Dieser Doppelerfolg hat viele Väter und Mütter – allen voran die Lehrer Ulf Osterbrink (MINT-Beauftragter) und Witali Wolf (Medien- und Datenschutzbeauftragter). Sie präsentierten gemeinsam mit der Schulleiterin nicht nur die Signets, sondern stellten auch die Offensiven vor, die zur Profilbildung der Schule als MINT-freundlich und digital geführt haben.

Fahrt aufgenommen

Die Digitalisierung hat durch Corona Fahrt aufgenommen. „Wir konnten drei Tage nach Schließung der Schulen im März unseren Unterricht auf Digitalbetrieb umstellen“, sagt Heike Edeler. „Das war nur möglich, weil wir frühzeitig den Weg in Richtung Digitalisierung eingeschlagen haben.“ Lehrer Witali Wolf lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt Höxter als Schulträger, die schon vor Corona viel auf den Weg gebracht habe. Die gesamte Schulgemeinschaft sei in der Lage, digital zu interagieren. Im Unterricht komme es primär nicht auf die Bedienung von Hard- und Software an. „Wir möchten den Schülerinnen und Schülern vielmehr einen kritisch-konstruktiven Umgang mit Informationen, Daten und Kommunikationsmöglichkeiten vermitteln und sie auf die moderne Arbeitswelt in Handwerk, Industrie und Wirtschaft 4.0 vorbereiten.“ Die Zusammenarbeit mit Betrieben in der Region sei das Ziel. Baulich „arbeiten wir uns von unten nach oben“, verweist Witali Wolf auf die Ausstattung mit moderner Infrastruktur. Parallel zu den Bauarbeiten am Gebäude und am Netzwerk „planen die Arbeitsgruppen den digitalen Unterricht“. Die weitere Ausstattung mit mobilen Endgeräten stehe in diesem Schuljahr ebenfalls auf der Agenda. Schon jetzt stehe die Online-Plattform „IServ“ zur Verfügung.

Multimedialer Chemieunterricht

Dem MINT-Bereich kommt die Digitalisierung zugute. „Wir können multimedialen Chemieunterricht machen“, sagt Biologie- und Chemielehrer Ulf Osterbrink. Zu den MINT-Initiativen gehören Wettbewerbe wie Jugend forscht, der Robo-Cop und die Mathe-Olympiade, Neigungskurse wie Biologie-Chemie, Biologie-Sport und Arbeitsgemeinschaften. Zu diesen AGs gehören die Roboter-AG, die Mint-AG und die Optik-AG. Außerdem baue das KWG mit André von Rüden das neue bilinguale Nachmittagsangebot Biologie in englischer Sprache als wichtiges Standbein aus, betont Schulleiterin Heike Edeler. Seit sechs Jahren biete das KWG eine Grundschul-AG mit Chemieunterricht an. „Wir beginnen unsere MINT-Bildungskette also schon in Zusammenarbeit mit den Grundschulen“, erläutert die Schulleiterin. Sie und das Kollegium legen Wert auf die Zusammenarbeit mit heimischen Betrieben und auch mit der Hochschule vor Ort.

Am Ball bleiben

„Jetzt gilt es, am Ball zu bleiben, damit wir in drei Jahren rezertifiziert werden“, schaut Ulf Osterbrink nach vorne. Eine Eintagsfliege soll die Profilbildung als MINT-freundliche und digitale Schule nicht sein – sondern ein Ansporn, um Kurs zu halten.

Daran ist auch dem Schulträger ausdrücklich gelegen, betonen Bürgermeister Alexander Fischer und Schuldezernent Stefan Fellmann. Höxter sei die erste Stadt in NRW gewesen, die Fördermittel aus dem Digitalpakt erhalten habe. „Wir müssen uns nicht verstecken, was die Konkurrenzfähigkeit der Schulen des Schulzentrums angeht.“ Stefan Fellmann bekräftigte diese Feststellung: „In Höxter sind wir in der Zukunft angekommen.“

Diesen Eindruck unterstreichen die beiden Auszeichnungen für das KWG. In einer Online-Veranstaltung haben Professor Dr. Hannes Federrath, stellvertretender Vorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“, und NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer 125 Schulen im Bundesland zwischen Rhein und Weser als MINT-freundlich und 49 Schulen als „Digitale Schule“ zertifiziert.

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