Kreis Höxter nutzt mehrere Förderprogramme und investiert rund 1,8 Millionen Euro
Schulen werden digital aufgerüstet

Kreis Höxter (WB). Der Kreis Höxter will Millionen in die Digitalisierung seiner Schulen investieren. Dafür soll die Fördersumme aus dem NRW-Digitalpakt komplett von etwa 1,6 Millionen Euro abgerufen werden.

Montag, 21.09.2020, 03:26 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 03:40 Uhr
Die digitale Ausstattung des Berufskollegs sowie der Brüder-Grimm-Schule soll auf Vordermann gebracht werden. Foto: Drüke
Die digitale Ausstattung des Berufskollegs sowie der Brüder-Grimm-Schule soll auf Vordermann gebracht werden. Foto: Drüke

Gleichzeitig muss der Kreis einen Eigenanteil von rund 180.000 Euro zur Verfügung stellen. So haben es die Mitglieder des Kreisbildungsausschusses jetzt einstimmig beschlossen. „Dabei ist das Berufskolleg des Kreises Höxter bereits ausreichend ausgestattet“, heißt es vom Kreis.

Dort würden aktuell keine weiteren Notebooks, Tablets oder Notebooks benötigt. Mit dem Eigenanteil des Kreises Höxter könne man insgesamt rund 1,8 Millionen Euro in die Digitalisierung und damit in die Zukunft investieren. Die Ziele sind im Kreisbildungsausschuss eindeutig formuliert worden: „Die bereits vorhandenen Strukturen sollen optimiert werden sowie die lernförderliche digital-technische Infrastruktur und Lehr-Lern-Infrastruktur etabliert werden.“

Lehrerin Astrid Deilke vom Beruflichen Gymnasium in Höxter hebt hervor: „Der Online-Unterricht hat in der Zeit, als die Schulen in Folge des Lockdowns geschlossen waren, gut funktioniert. Wir freuen uns, dass wir digital noch besser ausgestattet werden!“

Bisher habe die Bezirksregierung Detmold 717.921 Euro bewilligt. Damit soll die digitale Ausstattung des Berufskollegs sowie der Brüder-Grimm-Schule in Brakel auf Vordermann gebracht werden. Um das gesamte Förderbudget für den Kreis zu sichern, sei es sinnvoll, die verbleibenden Digitalpaktmittel mit einem entsprechenden Förderantrag bereits in diesem Jahr vollständig zu binden.

Ursprünglich war geplant, die Anträge gestaffelt zu stellen und auf verschiedene Haushaltsjahre zu verteilen. „So kann der aktuelle Bedarf abgesichert werden“, begründet der Kreis. Deshalb bedarf es zudem einer Zusicherung des Kreises, den notwendigen Eigenanteil zur Verfügung zu stellen.

„Die Stellung von Änderungsanträgen ist weiterhin möglich. Die Mittelverwendung kann auf mehrere Haushaltsjahre, so wie bereits aktuell geplant, verteilt werden“, hieß es weiter im Ausschuss.

Zum Digitalpakt kann der Kreis Höxter von Förderanträgen für Sofortausstattungen nun profitieren. Das Land NRW habe in den Sommerferien weitere Fördermittel für die Anschaffung von schulgebundenen Endgeräten für Schüler sowie für die Ausstattung der Schulen für die Erstellung professioneller Online-Lehrangebote zur Verfügung gestellt.

Förderfähig seien Sachausgaben bis zu einem Höchstbetrag von 500 Euro pro mobiles Endgerät. Der Kreis Höxter muss für jede Anschaffung einen Eigenanteil von zehn Prozent entrichten. Der Kreis kann bei einer Gesamt-Fördersumme in Höhe von rund 217.500 Euro somit 241.700 Euro investieren.

Mobile Endgeräte

Die Planungen des Kreises Höxter sehen vor, 350 mobile Endgeräte für die Berufskollegs und 60 mobile Endgeräte, Laptops, Notebooks und Tablets für die Brüder-Grimm-Schule zu beschaffen. Zudem sollen für notwendige Schulungen im Bedarfsfall Fördermittel genutzt werden.

Die Beschaffung von schulgebundenen dienstlichen Endgeräten für Lehrkräfte ist ein weiteres Fördermittelprogramm. Der Höchstbetrag der Förderung beträgt 500 Euro bei jedem mobilem Gerät. Das Schulträgerbudget beläuft sich auf 106.500 Euro. Dafür sollen 50 Tablets, Laptops und Notebooks für das Johann-Conrad-Schlaun-Berufskolleg angeschafft werden. Elf Geräte seien für die Brüder-Grimm-Schule in Brakel vorgesehen.

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