Städtepartnerschaft Höxter-Sudbury: Fahrt wegen der Corona-Pandemie abgesagt
Freundschaft besteht seit 40 Jahren

Höxter (WB). Die Corona-Pandemie hat die Planungen des Arbeitskreises Städtepartnerschaften im HVV Höxter durchkreuzt, anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Freundschaft zwischen Höxter und Sudbury nach England zu reisen.

Dienstag, 22.09.2020, 02:34 Uhr aktualisiert: 22.09.2020, 03:01 Uhr
40 Jahre Städtepartnerschaft mit Sudbury: Begegnungen wie diese in Höxter sind derzeit nicht möglich. Jocelyne Lambert (4. von rechts) und ihre Mitstreiter hoffen, dass die für diesen September geplante Sudbury-Fahrt im nächsten Jahr nachgeholt werden kann. Foto:
40 Jahre Städtepartnerschaft mit Sudbury: Begegnungen wie diese in Höxter sind derzeit nicht möglich. Jocelyne Lambert (4. von rechts) und ihre Mitstreiter hoffen, dass die für diesen September geplante Sudbury-Fahrt im nächsten Jahr nachgeholt werden kann.

Vom 10. bis zum 13. September wollte eine großen Delegation aus Höxter, begleitet von Musikern der Blaskapelle Ovenhausen, das 40-jährige Partnerschaftsjubiläum in Sudbury feiern. Das Programm für dieses Treffen war fast fertiggestellt, denn die Vorfreude war allseits sehr groß. Doch die Fahrt musste abgesagt werden. „Unsere Gedanken sind bei unseren Freunden in Sudbury“, signalisiert Jocelyne Lambert, Vorsitzende des Arbeitskreises Städtepartnerschaft.

Anfang Mai 1980 besiegelten die Städte Höxter und Sudbury in der Grafschaft Suffolk offiziell auf der britischen Insel mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden ihre Städtefreundschaft. Im September 1980 fand der Gegenbesuch in Höxter statt. Jean Truquin, damaliger Bürgermeister aus Höxters französischer Partnerstadt Corbie, wurde ebenfalls von Bürgermeisterin Dorothee Baumgarten aus diesem Anlass eingeladen. „Allein diese Geste unterstreicht die länderübergreifende Verbundenheit der Menschen in Europa“, betont Jocelyne Lambert. „Dieser Gedanke wird in den drei Städten seit Jahrzehnten aktiv gelebt.“

Erste Kontakte

Die Kontakte zum englischen Sudbury entstanden über Lehrer- und Schüleraustauschprogramme. Zwei Jahre zuvor bildete sich in Sudbury eine Twinning Association, die, ähnlich dem Arbeitskreis für Städtepartnerschaft in Höxter, zielstrebig auf die Städtefreundschaft hinarbeitete.

In diesen 40 Jahren haben viele Vereine und Schulen den Austausch durch zahlreiche Begegnungen gepflegt. Die Familien aber bilden die solide Säule der verschiedenen Freundschaften zwischen den Menschen aus Sudbury und Höxter. „Gegenwärtig können wir uns nur schreiben oder mit einander sprechen, uns aber nicht gegenseitig besuchen. Dennoch gibt es uns Mut und Hoffnung, dass wir vielleicht für das nächste Jahr die Jubiläumsfeier nachholen können“, schauen die Höxteraner zuversichtlich nach vorne.

Kontakt mit Corbie

„Auch mit Corbie stehen wir in stetem Kontakt“, sagt Jocelyne Lambert. Die Vorsitzende des Arbeitskreises hofft ebenfalls auf ein Wiedersehen mit den Freunden aus Corbie in Höxter im nächsten Jahr. „Diese schwierige Zeit hat uns auf jeden Fall gezeigt, dass Freundschaften mit Menschen aus anderen Ländern für jeden Einzelnen wichtig sind“, schlussfolgert Jocelyne Lambert in der Rückschau auf die Monate der Corona-Pandemie. „Wir dürfen uns nicht aus den Augen verlieren – Solidarität, Verständnis, Miteinander und Rücksichtnahme brauchen alle Menschen.“

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