WESTFALEN-BLATT-Redakteur Herbert Sobireg aus Würgassen ist gestorben
Immer nah an den Menschen

Höxter/Würgassen (WB). Im Alter von 70 Jahren ist Herbert Sobireg aus Würgassen gestorben – und die WESTFALEN-BLATT-Redaktion, seine Familie sowie viele Freunde im Kreis Höxter trauern um einen hoch geschätzten und liebenswerten Menschen.

Donnerstag, 24.09.2020, 10:27 Uhr aktualisiert: 24.09.2020, 10:30 Uhr
Eine typische Alltagsszene aus der WESTFALEN-BLATT-Redaktion in Höxter: Redakteur Herbert Sobireg spricht am Telefon mit Leserinnen und Lesern.Foto: Harald Iding
Eine typische Alltagsszene aus der WESTFALEN-BLATT-Redaktion in Höxter: Redakteur Herbert Sobireg spricht am Telefon mit Leserinnen und Lesern. Foto: Harald Iding

Er war ein leidenschaftlicher Redakteur, tatkräftig, lesernah und heimatverbunden. Sein Traumberuf: der Journalist vor Ort. Kommunalpolitik, das vielfältige Vereinsleben, die Schützen- und Schießsportvereine und die geliebte Musik – diese Themen haben ihn begeistert. Weit auf ging sein Herz stets, wenn es um Blasmusik ging. Das Festival der Blasmusik in der Stadthalle Holzminden oder die Original Egerländer mit Ernst Hutter in der Stadthalle Beverungen – es waren seine Termine.

Herbert Sobireg setzte sich in den Redaktionskonferenzen viele Jahre für die Themen und Anliegen der Menschen im ländlichen Raum ein, war deren Ansprechpartner, der in Diskussionen immer ausgleichend war und stets nach vernünftigen Lösungen suchte. Der Teamgedanke stand bei ihm im Vordergrund. Er war in der Leserschaft des WESTFALEN-BLATTES ein sehr geschätzter Ansprechpartner. Und als Herbert Sobireg 2013 in den Ruhestand trat, bot er der Redaktion in Höxter sofort seine weitere freie Mitarbeit an. Die nahm das Angebot mit großer Freude an. Noch kürzlich erschien unter seinem Kürzel „-tg“ sein letzter Artikel.

Ehrenamtlich unterwegs

Herbert Sobireg wurde am 13. August 1950 in Würgassen geboren. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung als Textildrucker in Beverungen. Danach leistete Herbert Sobireg 1971/72 seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr und war sogar bei den Olympischen Spielen ‘72 in Kiel-Schilksee bei den Segelwettbewerben dienstlich mit dabei, wovon er noch Jahre später immer wieder begeistert berichtete.

1979 wurde er Volontär beim WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT in Paderborn, wechselte 1981 in den Kreis Höxter, wo er als WESTFALEN-BLATT-Redakteur oft aus Brakel, Beverungen, Marienmünster und Höxter berichtete. Mit Schreibmaschine und vielen Stunden beim Filme entwickeln in der Dunkelkammer startete er sein Berufsleben – mit Digitalkamera, Smartphone, PC und Internet-Posts endete jetzt ein ereignisreiches Journalistenleben.

Herbert Sobireg war ein Familienmensch. Seine Frau Christel sowie die Töchter Ramona, Tanja und Kathrin sowie die fünf Enkelkinder waren das Wichtigste für ihn im Leben. Viele Jahre fuhr er mit seiner Familie an die Ostsee – nach Pepelow nördlich von Wismar, wo er einen Wohnwagen und ein eigenes Boot stehen hatte. Er liebte die See und sein Motorrad.

An Büchern mitgearbeitet

Herbert Sobireg engagierte sich, seit er 15 Jahre alt war, im Spielmannszug Würgassen. Dort bekleidete er 30 Jahre verantwortliche Ämter. 1974 sorgte er mit dafür, dass sich der Spielmannszug Würgassen dem Niedersächsischen SZ-Landesverband anschloss, wovon der westfälische Verein stets profitierte. 1990 bis 1995 war Herbert Sobireg Tambourmajor und seit 1990 auch 13 Jahre Vorsitzender seines Spielmannszuges. Manche Versammlung, Vereinsjubiläen und viele Auftritte bereitete er vor. Als Vorstandsmitglied der Spielmannszugvereinigung des Kreises Höxter war er an vielen Aktivitäten maßgeblich beteiligt.

1994 kam dann noch sein Engagement im Heimatverein Würgassen dazu. Das Heimatfest (Jubiläum 1050 Jahre Würgassen) trug auch seine Handschrift. Vier Bücher hat er mit seinen Heimatfreunden geschrieben.

Seinen besonderen Humor, seinen Lebensmut und seine Menschlichkeit hat er auch in schweren Zeiten nie verloren.

Trauerfeier am Samstag

Die Beisetzung von Herbert Sobireg findet am Samstag, 26. September, um 10.30 Uhr auf dem Friedhof in Würgassen statt.

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