Nach der Bürgermeister-Stichwahl in Höxter: Bundeswehroffizier rät von einer Blockadepolitik ab und favorisiert in sachbezogene Zusammenarbeit
Razat relaxt beim Waldspaziergang

Höxter (WB/üke). Daniel Razat, der sich bereits am Vorabend als fairer Verlierer gezeigt hatte, brachte es am Montagvormittag auf den Punkt: „Nur eine Zusammenarbeit aller bringt Höxter weiter. Im Wahlkampf sind sehr viele Themen und Ideen zusätzlich auf den Weg gebracht worden. Es gilt, die Marke Höxter herauszustellen. Das kann nur im Team mit den Bürgern, dem Rat, der Verwaltung und der Wirtschaft gelingen.“

Dienstag, 29.09.2020, 00:10 Uhr aktualisiert: 29.09.2020, 10:24 Uhr
Daniel Razat, hier am Stichwahlsonntag mit Ehefrau Kirsten, freut sich darauf, dass er mehr Zeit für seine Familie hat. Foto: Jürgen Drüke
Daniel Razat, hier am Stichwahlsonntag mit Ehefrau Kirsten, freut sich darauf, dass er mehr Zeit für seine Familie hat. Foto: Jürgen Drüke

Die Parteien sollten fraktionsübergreifend arbeiten, gibt der Bundeswehroffizier auch der CDU mit auf dem Weg, die den 39-jährigen Ovenhäuser im Wahlkampf unterstützt hatte. Führungsstärke und ein neuer Führungsstil in jeder Hinsicht seien nun von Daniel Hartmann gefragt.

Keine Pause

Beim Waldspaziergang mit seiner Ehefrau Kirsten und seinen Kindern erholte sich Razat am Montagmorgen vom langen Wahlkampf. Eine Pause gibt es für den Bundeswehroffizier nicht: „Bereits an diesem Dienstag geht es zur Dienststelle nach Potsdam.“ Hier wird sich der Offizier verabschieden. In Köln wird er im Amt für Heeresentwicklung eine Dezernatsleitung übernehmen. Die heimische Kommunalpolitik will er weiterhin unterstützen. „Ich habe so viele Menschen kennengelernt. Was in der Kernstadt und den Ortschaften geleistet wird, das ist enorm.“ Ob er in fünf Jahren erneut als Bürgermeisterkandidat antreten werde, darauf wollte sich Daniel Razat nicht festlegen: „Jetzt ist meine Aufgabe bei der Bundeswehr definiert.“

CDU gratuliert auf Facebook

Der zukünftige Bürgermeister verurteilt beleidigende Äußerungen und Kommentare, die in den vergangenen zwei Wochen des Stichwahlkampfes um das Bürgermeisteramt in den sozialen Medien zu finden waren: „Das war nicht gut. Das ging zu weit. Es gab persönliche Angriffe. Es ging dabei oft unter die Gürtellinie. Meine Privatsphäre ist verletzt worden“, sagt Hartmann. Er betont aber, dass der direkte Wahlkampf zwischen Daniel Razat und ihm fair verlaufen sei.

Es gelte jetzt entschlossen nach vorne zu schauen und eine solche Art des Wahlkampfs zu verurteilen. „Wenn Menschen sich für ein Amt bewerben, sich in der Kommunalpolitik einbringen wollen, dann haben sie solche Attacken nicht verdient.“

Am Montag freute sich der gebürtige Haarbrücker, der seit 14 Jahren in Höxter lebt, über die zahlreichen Glückwünsche – insbesondere auch in den sozialen Medien. Auf Facebook hatte die CDU gepostet: „Der CDU-Stadtverband gratuliert Daniel Hartmann zur gewonnenen Bürgermeisterwahl und wünscht ihm eine erfolgreiche Politik zum Wohle unserer Stadt.“ Die CDU werde konstruktiv mitarbeiten, heißt es in dem vom Stadtverbandsvorsitzenden Georg Moritz und Fraktionsvorsitzenden Günther Ludwig unterzeichneten Post.

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