WESTFALEN-BLATT wirft ersten Blick ins neue Höxteraner Hallenbad: Innenausbau ist weit fortgeschritten
Eröffnung im Februar 2021 geplant

Höxter (WB). Hunderte Menschen fahren und gehen jeden Tag an Höxters größter Baustelle vorbei. Bis auf die Fassaden-Holzverkleidung, Parkplätze und die Grünanlagen präsentiert sich das 10,5 Millionen-Euro-Projekt außen optisch schon relativ weit. Doch wie es im Bad in Becken, Technikräumen und Umkleiden aussieht, das bleibt den meisten Höxteranern verborgen. Das WESTFALEN-BLATT hat mit Projektleiter Wilhelm Brand und Mitgliedern des Bäderausschusses bei einer Baubesichtigung erstaunt festgestellt, wie großzügig, baulich interessant und im Zeitplan weit fortgeschritten das Hallenbad ist. „Im Februar können wir schwimmen“, wagte Dipl. Ing. Brand eine kühne Voraussage.

Dienstag, 13.10.2020, 23:29 Uhr
Baustellenbesichtigung: Hallenbad-Projektleiter Dipl. Ing. Wilhelm Brand (links) mit den Bäderausschussmitgliedern Werner Kampelmann und Michael Rüstemeier. Brand hatte dem Bäderausschuss angeboten, durch das Hallenbad zu führen. Foto: Michael Robrecht
Baustellenbesichtigung: Hallenbad-Projektleiter Dipl. Ing. Wilhelm Brand (links) mit den Bäderausschussmitgliedern Werner Kampelmann und Michael Rüstemeier. Brand hatte dem Bäderausschuss angeboten, durch das Hallenbad zu führen. Foto: Michael Robrecht

Neues Hallenbad Höxter: erster Blick auf Becken und Technik

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Geplant wird das neue Bad vom holländischen Architekturbüro Hooper Architects. Das Gebäude soll eine Visitenkarte der Stadt sein. In den Bau fließen auch Bundeszuschüsse. Im Ausführungsplan befinden sich drei Becken: ein 1,80 Meter tiefes Schwimmbecken mit 312 Quadratmetern Wasserfläche und fünf Bahnen, ein Drei-Meter-Sprungturm an dem 3,60 Meter tiefen Beckenteil, ein zwölf mal acht Meter großes Lehrschwimmbecken mit Hubboden und ein Extra-Kinderbecken.

Mehrere markante Fichtenbalken überspannen die Schwimmhalle. Die großen Fensterflächen und die enorme Raumhöhe beeindrucken den Badegast. Fünf Bahnen mit Sprungblöcken sind fertig. Wilhelm Brand sagt, dass zeitweise ein Dutzend von 25 beteiligten Firmen gleichzeitig arbeiten würden. Am Dienstag waren Fliesenleger, Metalltechniker, Dachdecker, Experten für Klima- und Wasseraufbereitungstechnik, Mitarbeiter der Baufirma Schönhoff aus Gehrden sowie Elektriker und die Außengestalter für die Leitungsverlegung sowie die 26 geplanten Parkplätze am Werk.

Bädertechnik – das ist eine Wissenschaft für sich. Brand schildert, dass die erste Dichtigkeitsüberprüfung im Becken schon gelaufen sei. Wie fleißige Ameisen verschrauben Techniker einer Spezialfirma das Gestell für den Hubbogen im 100 Quadratmeter großen Lehrschwimmbecken. Ingenieur Brand weist darauf hin, dass das Becken durch den Hubboden gut auch für Wassergymnastik nutzbar sei. Beeindruckend sind die großen Lüftungs- und Klimageräte hoch über Umkleiden und Kinderbecken. Hier wird die Beheizung von Raumluft (28 Grad) und Wasser (26 Grad) gesteuert. Durch Entfeuchtung und guten Luftaustausch soll dafür gesorgt werden, dass keine Tropenhitze im Hallenbad entsteht. „Ein Drittel der Baukosten sind Technik“, rechnet Wilhelm Brand vor. Genauso riesig sind die langen Leitungsflure sowie Rohr- und Kabelgeflechte für Filter und Pumpen im Untergeschoss. Chlorung und Badewasseraufbereitung bedürften heute solch großer Anlagen, erklärte der Projektleiter. Das Blockheizkraftwerk im Gebäude bedeute technisches Know-How bis ins kleinste Detail; das mobile BHKW im Outdoor-Technikraum, in dem nebenan auch die Chlorgasflaschen lagern, wird jedes Jahr im September die Heizanlage des Bades und im Verbund auch das Schulzentrum verstärken.

Die Bauleitung ist sich sicher, dass das Einfahren der Wasser- Aufbereitungstechnik und das Befüllen der Becken vor Weihnachten erledigt sind. Im Bau ist auch das Foyer mit den Kassenautomaten. Im Eingangsbereich ist kein Personal eingeplant. Wilhelm Brand berichtete auch, dass einige heimische Firmen wie Schönhoff Bau Gehrden, Gebrüder Becker Höxter, Stelzer Naturstein Ovenhausen und Elektro Beckhoff Bad Driburg am Bau beteiligt seien.

Robinie aus Kanada

Mit Bühne und Gerüst sollen die Robinienhölzer aus Kanada, die noch auf der Schiffspassage nach Hamburg unterwegs sind, an der Hallenbad-Fassade ab Ende Oktober montiert werden. Es handelt sich um wetterbeständiges und farblich behandeltes Holz auf das es 15 Jahre Garantie gibt. Das gegen Holzfäule widerstandsfähige Holz gilt sogar als dauerhaft nutzbarer als Eichenholz. Da das Robinienholz einen guten Ersatz für Tropenhölzer darstellt, wird es derzeit häufig verbaut. Robinie soll auch weniger schnell ergrauen als anderes Holz, so Experten.

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