Höhenretter aus Paderborn und Dalhausen vier Stunden im Einsatz - Frau nicht in Lebensgefahr - Umstände ungeklärt
Drama am Skywalk: Junge Frau in steilen Klippen abgestürzt

Beverungen/Würgassen (WB). Eine junge Frau ist am Sonntagmorgen am bekannten Weser-Skywalk bei Würgassen (Kreis Höxter) in den steilen Felsen neben der Aussichtsplattform abgestürzt. Die Feuerwehr musste die Schwerverletzte aus großer Höhe sehr aufwendig retten. Die Bergung gelang nach vier Stunden. 100 Rettungs- und Feuerwehrkräfte waren vor Ort. Die Frau kam ins Krankenhaus. Lebensgefahr besteht nicht.

Sonntag, 18.10.2020, 16:01 Uhr aktualisiert: 19.10.2020, 13:12 Uhr
Mit Leitern und Seilen ist die Frau aus den Felsen geholt worden. Ihre Hilferufe wurden um 7 Uhr gehört. Um 11 Uhr gelang die Rettung. Foto: Michael Robrecht
Mit Leitern und Seilen ist die Frau aus den Felsen geholt worden. Ihre Hilferufe wurden um 7 Uhr gehört. Um 11 Uhr gelang die Rettung. Foto: Michael Robrecht

Drama am Skywalk: Junge Frau in steilen Felsen abgestürzt

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Warum sie in den gefährlichen steilen Klippen 60 Meter neben der Plattform hoch über der Weser am frühen Morgen unterwegs war, ist nicht bekannt. Die Polizei sagte, man müsse warten, wann die Frau vernehmungsfähig sei. Sie sei schwer verletzt. Die genauen Umstände des Sturzes vom Felsen in die Tiefe seien ungeklärt.

Ein Spaziergänger mit Hund hatte die Hilferufe der Frau am Sonntagmorgen um 7 Uhr auf dem Weg am Fluss unterhalb des Skywalks gehört und die Rettungskräfte sofort alarmiert. Der Einsatz in den brüchigen Felsen 50 Meter über der Weser und der gesperrten Bahnstrecke sei sehr anspruchsvoll gewesen, sagte der Beverunger Feuerwehrchef Stefan Nostitz. Zusammen mit den Bad Karlshafener Kameraden habe man erst von allen Seiten in dem unwegsamen Gelände nach dem Unfallopfer suchen müssen. Das Gebiet sei sehr unzugänglich; die Feuerwehrleute hätten die Frau dann aber 60 Meter neben der Aussichtsplattform lebend in den Felsen entdeckt. Experten der Feuerwehr-Absturzsicherung Dalhausen und die Höhenretterfachleute der Feuerwehr Paderborn seien in den Abhang geklettert. Mit Seilen und einer Leiter, schilderte Nostiz, sei die schwer verletzte Frau, ungefähr Anfang 20, gesichert und langsam mit einer Trage nach unten transportiert worden.

Viele der Rettungskräfte schauten gebannt und mit Sorge in die Klippen als sie die dramatische Bergrettung sahen. „Am Ende ist alles gut gegangen. Wir haben die Frau bis zum Bahngleis abgeseilt“, schilderte Stefan Nostitz diesen nicht alltäglichen Einsatz. Die Wehren aus Herstelle, Haarbrück, Würgassen sowie der Löschzug Beverungen mit der Drehleiter, Kameraden aus Helmarshausen, die Absturzsicherung Dalhausen sowie die Paderborner Höhenrettergruppe hätten professionell dafür gesorgt, dass die Frau gerettet werden konnte. Vom Bergsockel wurde die Verletzte mit der Drehleiter zum Krankenwagen am Weg am Weserufer gehoben. Vier Stunden – ab 7 Uhr – dauerte die Einsatz. Gegen 11 Uhr fuhr der Rettungstransportwagen dann ins Krankenhaus.

Der Weser-Skywalk auf NRW-Gebiet ist ein beliebtes Ausflugsziel im Weserbergland. Klettern ist dort im Dreiländereck NRW/Hessen/Niedersachsen verboten. Zuletzt hatte eine Ziege 250 Meter neben der jetzigen Unglücksstelle bundesweit Schlagzeilen gemacht, weil sie dort auf einem Felsplateau um ihr Leben kämpfte und gerettet wurde. Den Rettungseinsatz in den Klippen haben zahlreiche Spaziergänger mit verfolgt.

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