Dubiose Geschäftemacher wollen Beste-Stadtwerken offenbar schaden
„Wir sind nicht insolvent“

Kreis Höxter (WB/thö). Nach dem V erkauf an die Kasseler EAM versuchen dubiose Geschäftemacher offenbar, den Beste-Stadtwerken das Geschäft kaputt zumachen.

Mittwoch, 21.10.2020, 22:00 Uhr aktualisiert: 22.10.2020, 17:10 Uhr
Die Beste-Unternehmenszentrale in Steinheim. Hier machen sich die Verantwortlichen Sorgen, dass Kunden mit dubiosen Haustürgeschäften übers Ohr gehauen werden könnten. Wichtige Botschaft: Die Beste ist nicht insolvent. Foto: Marius Thöne/Archiv
Die Beste-Unternehmenszentrale in Steinheim. Hier machen sich die Verantwortlichen Sorgen, dass Kunden mit dubiosen Haustürgeschäften übers Ohr gehauen werden könnten. Wichtige Botschaft: Die Beste ist nicht insolvent. Foto: Marius Thöne/Archiv

Wie Unternehmenssprecherin Julia Franzmann am Mittwoch mitteilte, erreichen das Steinheimer Unternehmen häufiger Informationen über Haustürgeschäfte, bei denen versucht werde, Kunden mit falschen Informationen zu einem Wechsel des Energieversorgers zu bewegen.

Kunden zuverlässig mit Strom und Gas versorgt

Hierzu stellt Geschäftsführer Stefan Wagner-Schlee klar: „Die Beste-Stadtwerke GmbH hat ihre Kunden in den vergangenen Jahren zuverlässig mit Strom und Gas versorgt und wird dies auch weiterhin tun. Die Aussage, dass die Beste insolvent sei, ist falsch.“ Richtig sei, dass die EAM die Beste erwirbt, um das zuletzt in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Unternehmen auf eine „solide und nachhaltige Basis zu stellen“. Der Energieversorger, der einst von den Stadtwerken Beverungen und Steinheim gegründet wurde, bleibe für seine Kunden aber Ansprechpartner rund um das Thema Energie. Es werde weiterhin eine sichere Versorgung mit Strom und Gas angeboten. Auch der Markenname bleibe erhalten.

Aufmerksamkeit und Vorsicht

Die Beste-Stadtwerke rufen daher zu Aufmerksamkeit und Vorsicht auf. Bei Unsicherheiten empfiehlt Julia Franzmann den Griff zum Telefon. „Ein kurzer Anruf bei und genügt, um Sicherheit zu schaffen.“ Sollten Kunden schon Daten weitergeben haben, gibt Beste-Vertriebschef Dietmar Hillebrand folgende Tipps: „Sollte ein Vertrag zustande gekommen sein, haben Kunden ein Widerrufsrecht, von dem sie dringend Gebrauch machen sollten.“ Sie sollten darauf achten, ob sie Post oder eine E-Mail von einem Gas- oder Stromanbieter bekommen haben. „Hilfreiche Tipps zu diesem Thema gibt es ebenfalls bei der Verbraucherzentrale und unerlaubte Telefonwerbung kann bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden“, sagt Hillebrand. Wer sich unsicher ist, kann sich an den Kundenservice der Beste-Stadtwerke wenden.

Dubiose Geschäftemacher

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Stadtwerke-Verbund vor dubiosen Geschäftemachern gewarnt. Damals waren nach Unternehmensangaben Kunden zum Abschluss neue Verträge an der Haustür oder am Telefon gedrängt worden. Die Besucher oder Anrufenden hätten sich als Mitarbeiter der Stadtwerke ausgegeben. Dabei habe es sich aber nicht um Beste-Mitarbeiter gehandelt. „Es werden generell keine Aufträge für die Energielieferung am Telefon oder an der Haustür beworben oder verkauft. Ebenso arbeiten wir nicht mit einem anderen Energievertrieb zusammen“, hatte Vertriebsleiter Hillebrand in der vergangenen Woche klargestellt.

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