Landesgartenschau 2023: Daniel Hartmann nimmt in Kamp-Lintfort „Spaten“ für Höxter entgegen
„Olympische Spiele von NRW“

Kamp-Lintfort/Höxter (WB). Das sei schon ein großer Moment in seinem bisherigen Leben gewesen. Der zukünftige Bürgermeister der Stadt Höxter, Daniel Hartmann, hat am Sonntag den symbolischen „LGS-Spaten“ von den Veranstaltern in Kamp-Lintfort entgegen nehmen dürfen.

Montag, 26.10.2020, 06:15 Uhr aktualisiert: 26.10.2020, 07:04 Uhr
Höxters neu gewählter Bürgermeister Daniel Hartmann durfte am 25. Oktober (Sonntag) den „LGS-Spaten“ in Kamp-Lintfort für die LGS in Höxter (2023) entgegen nehmen. Er betonte: „Wir stehen vor einer großen Herausforderung. Aber ich freue mich sehr darauf!“ Foto: Privat
Höxters neu gewählter Bürgermeister Daniel Hartmann durfte am 25. Oktober (Sonntag) den „LGS-Spaten“ in Kamp-Lintfort für die LGS in Höxter (2023) entgegen nehmen. Er betonte: „Wir stehen vor einer großen Herausforderung. Aber ich freue mich sehr darauf!“ Foto: Privat

Mit ihm stand als Vertreter der heimischen Region auch der Landtagsabgeordnete Matthias Goeken mit auf der Bühne der „Laga 2020“, die am Wochenende (24./25. Oktober) zum letzten Mal die Türen für Besucher geöffnet hatte.

Daniel Hartmann verriet am Sonntag im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT: „Diese Landesgartenschauen sind doch so etwas wie die Olympischen Spiele von NRW. Die Austragung der Mammutveranstaltung bedeutet auch für uns eine große Herausforderung. Viele Anstrengungen sind nötig, damit auch alles so perfekt wird wie wir es uns alle wünschen. Schon seit langer Zeit schlägt mein Herz für die LGS und so war auch der heutige Tag sehr wichtig, um ein Startsignal zu setzen. Die feierliche Übergabe bedeutet zugleich für uns in Höxter, dass es jetzt ernst wird und wir liefern müssen. Aber die Freude ist groß, dass es so ein Erfolg werden kann wie bei der LGS 2020.“

Kamp-Lintforts Bürgermeister Professor Dr. Christoph Landscheidt übergab den „Landesgartenschau-Spaten“ zuvor feierlich an Daniel Hartmann. Die NRW- Ministerinnen Ursula Heinen-Esser und Ina Scharrenbach bezeichneten die jetzt beendete Landesgartenschau während der Zeremonie als großen Erfolg. Und Bürgermeister Landscheidt sagte: „Wir sind wehmütig, denn wir ­blicken auf ein gelungenes und erfolgreiches Gartenschaujahr zurück. Dennoch: Ein Ende ist auch immer ein neuer Anfang und wir wünschen unseren Kolleginnen und Kollegen für die Gartenschau in Höxter im Jahr 2023 nun alles Gute!“ Obwohl die Spatenübergabe noch in die Amtszeit des amtierenden Bürgermeisters fällt, hatte Alexander Fischer die Übernahme seinem Nachfolger, Daniel Hartmann, überlassen. Fischer wollte damit deutlich machen, dass Hartmann demnächst die Verantwortung und Umsetzung der Landesgartenschau übernehmen wird.

„Höxter hat mit der Kombination aus historischer Altstadt, der Lage an der Weser und dem Weltkulturerbe im Kloster Corvey einzigartige Voraussetzungen für eine unvergessliche Landesgartenschau“, machte Hartmann während der Feierstunde auf der Bühne im Zechenpark deutlich. „Wir freuen uns, allen Besucherinnen und Besuchern 2023 ein ganz besonderes Erlebnis bieten zu können!“

Lange Tradition

Die Spatenübergabe an die nächste Gartenschau-Stadt habe bereits eine lange Tradition, erklärte Heinrich Sperling, Gartenschau-Geschäftsführer in Kamp-Lintfort, der auch in Höxter mit in der Geschäftsführung der Durchführungsgesellschaft Verantwortung übernommen hat (neben Claudia Koch, die gestern nicht an der Übergabe teilnehmen konnte). „Es wird aber meine letzte Landesgartenschau sein, die ich mit ausrichten werde“, verriet Sperling dem WESTFALEN-BLATT.

NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser würdigte die beachtliche Leistung aller Mitwirkenden, dass die Gartenschau trotz Corona-Pandemie ein voller Erfolg war: „Das haben Sie fantastisch gemeistert. Mit dem Zechenpark wurde außerdem der Grundstein für einen neuen Stadtteil mit attraktiven Grünflächen gelegt. So kann die Stadt Kamp-Lintfort ihren Wert als Wirtschafts- und Wohnstandort weiter steigern. Ich freue mich schon jetzt auf die Gartenschau am Standort Höxter.“

Lob sprach ebenfalls Ina Scharrenbach (Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung) aus: „Die Landesgartenschau hier war ein voller Erfolg. Sie haben in Kamp-Lintfort mit Zechenpark und Kloster Kamp eine Brücke zwischen Tradition und Moderne gebaut. Die Landesgartenschau hat Akzente gesetzt, denn Städte brauchten Wasser, Grün, Bäume und diese besondere Atmosphäre von Natur und weniger Sichtbeton. Jetzt heißt es Spatenübergabe an Höxter. Ich wünsche viel Erfolg bei der Durchführung.“ Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen, stellte heraus: „Die gute Resonanz der vielen Gäste der Laga zeigt, dass Blumen, Pflanzen und Gehölze immer mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung treten und Gartenschauen ein guter Weg sind, grüne Oasen zu erhalten und vor allem auch neue zu schaffen. Gerade auch durch praxisnahe Pflanzentipps und Gestaltungsideen durch uns Gärtner für den privaten Bereich.“

Malerische Blumenkunst

Mit dem „Stabwechsel“ ist auch ein örtlicher Wechsel verbunden: Vom Westen Nordrhein-Westfalens geht es nun ganz in den Osten von Ostwestfalen, vom Niederrhein ins Weserbergland – von der niederländischen Grenzregion direkt an die Grenze zu Niedersachsen. Hartmanns Leidenschaft für die Weserstadt ist in seiner Rede in Kamp-Lintfort deutlich geworden: „Bei uns wird Historie mit etwas Neuem verbunden, geprägt von malerischer Blumenkunst, traumhaften Gärten und unserer wunderschönen Natur. Höxter soll für die Landesgartenschau nicht neu erfunden werden. Wir wollen die Schätze unserer Stadt herausstellen, neue Wege erkunden und unsere Geschichte neu entdecken.“ Mit der Landesgartenschau bekomme die Stadt Höxter nach der Corona-Pandemie aber auch ihr ganz eigenes Konjunkturprogramm für den Einzelhandel, für die Kultur und die touristischen Betriebe vor Ort.

LGS 2023 wird Höxter nachhaltig prägen

Hartmann: „Während der Pandemie haben viele die Vorzüge des Urlaubs zuhause in Nordrhein-Westfalen und Deutschland entdeckt. Wir wohnen in Höxter zwar schon dort, wo andere Urlaub machen. Aber wir freuen uns, 2023 zahlreiche Gäste zur Landesgartenschau empfangen zu können. So werden auch über die Gartenschau hinaus der Tourismus und unsere Wirtschaft gestärkt.“ Und die nächste Schritte? „Im Frühjahr 2021 wird der erste Spatenstich für die notwendigen Baumaßnahmen gesetzt. Mit schnellen Schritten bereiten wir uns auf das Großereignis vor, das Höxter – wie schon unsere Vorgängerstädte – nachhaltig prägen wird.“

Hartmann lud alle Ehrengäste ein, sich 2023 selbst zu überzeugen vom Landesgartenschau-Motto in Höxter: „Es ist schön hier!“

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