Corona und Jahreswechsel: Erste Veränderungen und Schließungen in der Höxteraner Gastronomie und im Einzelhandel – Haase-Papier zum Handel
Griechisches Restaurant schließt und Modeläden in schwerer See

Höxter -

Corona-Pandemie und Jahreswechsel sorgen in Gastronomie und Einzelhandel in Höxters Innenstadt für erste Veränderungen. Überraschend ist das bekannte griechische Restaurant ab sofort zu. In Anzeigen bedankt sich der Inhaber des „Neromilos“ in der Grubestraße 46a gegenüber des St.-Nikolai-Seniorenhauses für die Treue der Gäste. Apostolos Sadiki mit Team gibt die Geschäftsaufgabe bekannt. Sadiki führte zuvor ein Restaurant in der Stummrige Straße.

Montag, 11.01.2021, 12:03 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 13:35 Uhr
Die Zahl der leeren Ladenlokale und nicht genutzten Gastronomien hat in den vergangenen Corona-Monaten in Höxter sichtbar zugenommen: hier im Bild Wemmels- und Ratsapotheke in der Innenstadt, Modeladen „Bonita“, ein Friseur in der Westerbachstraße, das griechische Restaurant im alten Mühlencafé sowie weitere Geschäftslokale in Stummrige-, Markt- und Westerbachstraße.
Die Zahl der leeren Ladenlokale und nicht genutzten Gastronomien hat in den vergangenen Corona-Monaten in Höxter sichtbar zugenommen: hier im Bild Wemmels- und Ratsapotheke in der Innenstadt, Modeladen „Bonita“, ein Friseur in der Westerbachstraße, das griechische Restaurant im alten Mühlencafé sowie weitere Geschäftslokale in Stummrige-, Markt- und Westerbachstraße. Foto: Michael Robrecht

Aufgegeben hat zum Jahresende auch das Modegeschäft „Bonita“ in der Marktstraße 9 (wir berichteten). Das Ladenlokal kann gemietet werden. Ebenso Geschichte sind die Höxteraner Bekleidungsgeschäfte „Green Monkey“ und „Twenty 4“. Sie sollen im Klingemann-Haupthaus ein neues Zuhause finden. Die Kinderkollektion von Klingemann zieht in Kürze ins Geschäft von „Twenty 4“.

Lockdown in Höxter: Eine Innenstadt verändert ihr Gesicht

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Silvester war auch Schluss für die Wemmels Apotheke. Apotheker Eginhard Weyl geht in den Ruhestand. Die Geschichte der Corveyer Hofapotheke endet nach 325 Jahren. Für die frühere Ratsapotheke in der Marktstraße gibt es einen neuen Eigentümer. Ein Café/Bistro ist dort in Planung. Weiter im Aufbau ist die neue Gastronomie im früheren „Forum“. Im früheren Restaurant „Aroma“ (davor „Café Brinkmann“) wird seit mehr als einem Jahr ein neuer Pächter gesucht. Vielleicht tut sich 2021 etwas. Der Landsknecht/Paulaner hat im Deutschen Haus die Lounge Bar „Servuss“ eröffnet. In der Westerbachstraße gibt es einigen Ladenleerstand (Till Eulenspiegel, Bierhaus, Friseur, Reinigung). Für einige Lokale haben Interessenten zugesagt.

Corona-Monat Januar 2021: Höxter im Lockdown. Hier die Marktstraße mit dem geschlossenen Modeladen „Bonita“.

Corona-Monat Januar 2021: Höxter im Lockdown. Hier die Marktstraße mit dem geschlossenen Modeladen „Bonita“. Foto: Michael Robrecht

Seit Beginn des Lockdowns sind alle Geschäfte und Gastronomien sowie die Hotels geschlossen. Nur der Außer-Haus-Verkauf läuft bei einigen. Einige Gastronomen, wie die Wirte des „Cosmo“ in der Stadthalle, haben den Speisenverkauf an der Ladentür wieder eingestellt und hoffen auf bessere Zeiten.

Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Haase hat jetzt mit Blick auf Betriebe und Kommunen die Initiative ergriffen: „Der Einzelhändler ist nachhaltig und für die Innenstädte systemrelevant. Er gibt Stadtzentren und Ortskernen ein Gesicht. Dank ihm können wir in der Nähe einkaufen statt nur im Netz, bummeln statt surfen! So bringt er Leben in die Städte, ohne ihn bluten sie aus. Er steht für Vielfalt statt Einheitsbrei“, schreibt er. Haase hat mit seinem Abgeordnetenkollegen Andreas Jung ein Papier „Lebendige Innenstadt“ verfasst, in dem die zeitnahe und unbürokratische Auszahlung der Corona-Überbrückungshilfen gefordert wird. Haase sagt: „Viele Hilfen sind bei den Betroffenen nicht immer angekommen. Kleine Betriebe müssen den KfW-Schnellkredit tatsächlich bekommen können, nicht nur theoretisch! Dieser Kredit mit voller Übernahme des Ausfallrisikos durch die KfW und günstigeren Bedingungen wurde am 2. November 2020 endlich auch für die Betriebe unter zehn Mitarbeitern geöffnet. Allerdings ist weder ein Wechsel von anderen KfW-Krediten möglich noch eine Kombination. Kleine Betriebe, die in schwieriger Lage im Frühjahr einen anderen KfW-Kredit bekommen haben, bleiben damit ausgeschlossen. Gerade sie würden ihn aber nun im zweiten Lockdown oft besonders dringend brauchen!“

Das frühere „Aroma“ (davor Cafe Brinkmann) konnte 2020 nicht neu verpachtet werden.

Das frühere „Aroma“ (davor Cafe Brinkmann) konnte 2020 nicht neu verpachtet werden. Foto: Michael Robrecht

Der CDU-Politiker fordert auch wirkliche Steuererleichterungen – nicht nur auf dem Papier: „Der mit den Schließungsanordnungen verbundene Wertverlust von Waren und anderen Wirtschaftsgütern im Einzelhandel und anderen Branchen soll aufgefangen werden, indem Teilabschreibungen schnell möglich gemacht werden. Zu inventarisierende Güter können ausgebucht werden. Damit kann der Handel die insoweit entstehenden Verluste unmittelbar verrechnen und steuermindernd ansetzen.” Diese Regelung sei aber völlig ungenügend und gehe ins Leere. Haase: „Bislang sind auch keine Maßnahmen zur Umsetzung durch das Bundesfinanzministerium bekannt. Stattdessen ist angesichts der anhaltenden Pandemie ein substanziell erweiterter Verlustrücktrag erforderlich. Verluste aus 2020 und 2021 müssen künftig länger als nur ein Jahr zurückgetragen werden können. Das heißt: Verluste von heute können mit Gewinnen von gestern verrechnet werden.“

Und dann diese Forderung der CDU-Politiker: „Wenn der Einzelhandel durch die jetzige Krisensituation durch ist und die Tore wieder öffnen kann, müssen wir ihn strukturell stärken und faire Bedingungen im Wettbewerb mit dem Online-Handel schaffen. Dazu wird eine Paketabgabe für den Online-Handel eingeführt, die sich in der Höhe proportional nach dem Bestellwert richtet. Die Abgabe wird beim Online-Händler erhoben und von ihm an das Finanzamt abgeführt. Mit den Einnahmen daraus wird der Online-Handel an den Kosten kommunaler Infrastrukturen beteiligt.“

Haase sagt auch etwas zu den Finanzen: „Die Verlängerung des Lockdowns ist angesichts der dramatischen Infektionszahlen und Auslastung der Intensivbetten richtig und alternativlos. Jedoch schlägt jede weitere Woche, in denen Restaurants, Theater und Sportstätten geschlossen bleiben, direkt auf die kommunalen Haushalte durch. Den Städten fehlen die wichtigen Einnahmen aus der Gewerbesteuer, gleichzeitig steigen die Kosten für die Pandemiebekämpfung vor Ort. Viele Kämmerer teilen die Einschätzung des Bundesfinanzministers nicht, wonach sich Deutschland einen langen Lockdown leisten könne. Die hälftige Kompensation der Gewerbesteuerausfälle durch Bund und Länder endete 2020, für dieses Jahr gibt es keine Zusagen. Die Kommunen brauchen aber eine Planungsperspektive wie es 2021 weitergeht“, erklärte Haase.

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