Hier werden 5,3 Millionen Euro für die Landesgartenschau 2023 verbaut
Höxter will eine „attraktive Visitenkarte“ schaffen

Höxter (WB/thö) -

Zur Landesgartenschau 2023 sollen viele Orte in Höxter aufgewertet werden. Ziel sei es, die städtebauliche Situation zu verbessern, die Lebensqualität für Bürger zu steigern und Höxter als Tourismus- und Wirtschaftsstandort stark zu machen – und das auch über 2023 hinaus, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Dafür werden auch die 5,3 Millionen ausgegeben, die die Stadt Höxter aus Städtebaumitteln von Land, Bund und EU erhalten hat.

Montag, 12.04.2021, 06:00 Uhr aktualisiert: 12.04.2021, 20:10 Uhr
Freuen sich über die Fördergelder (von links): Daniel Hartmann, Matthias Goeken und Claudia Koch.
Freuen sich über die Fördergelder (von links): Daniel Hartmann, Matthias Goeken und Claudia Koch. Foto: Stadt Höxter

Die stadtseitige Promenade bietet nach Ansicht der Gartenschauplaner ein verbesserungsbedürftiges Bild und werde den Ansprüchen einer Stadt am Fluss nicht gerecht. Sie weise „erhebliche gestalterische sowie funktionale Mängel“ auf. Eine Zugänglichkeit zum Wasser sei im gesamten Stadtbereich des Weserufers unmöglich, die verfügbare Wegbreite führe in den stark frequentierten Zeiten von April bis Oktober zu Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern. „Durch die kontinuierliche Zunahme an E-Bikes wird dieser Konflikt durch die ansteigenden Geschwindigkeiten weiter verschärft“, heißt es in der Mitteilung weiter. Abgesehen von einzelnen sehr in die Jahre gekommenen Bänken fehlten Aufenthaltsangebote vollständig. Die Bepflanzung mit Fassung von alten Bahnschwellen entspreche nicht dem gewünschten Erscheinungsbild einer auf Tourismus ausgelegten Altstadt. Die Verbindungen zwischen der Altstadt und dem Weserufer würden nicht zum Durchqueren einladen und behinderten durch ihre Ausgestaltung die Vernetzung der historischen Altstadt mit dem Weserufer.

Stadtpromenade

„Mit den zur Verfügung gestellten Mitteln soll die neue Stadtpromenade den künftigen Anforderungen einer modernen Stadtgesellschaft gerecht werden, indem die Zugänglichkeit zum Wasser ermöglicht wird, Nutzungskonflikte zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern entschärft werden und die Auffindbarkeit und Vernetzung der historischen Altstadt mit der Uferpromenade verbessert wird“, stellt Claudia Koch, Baudezernentin und Geschäftsführerin der Landesgartenschau-Gesellschaft heraus.

Bahnhofsvorplatz

Neben der neuen Stadtpromenade stelle vor allem das Gebäude des Bahnhofes mit seinem Vorplatz derzeit keine attraktive Visitenkarte für die Stadt Höxter dar. „Darüber herrscht bei den Bürgern Einigkeit. Das wird immer wieder bei den durchgeführten Bürgerschaftsbeteiligungen zur Landesgartenschau, aber auch im Rahmen des Stadtspaziergangs als Grundlage für die Fortschreibung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes genannt“, erläutert die Baudezernentin. Außerdem mangele es an Aufenthaltsqualität und an einer ansprechenden Verbindung mit der historischen Altstadt.

Haupteingang

Besonders wichtig sei die Tatsache, dass während der Landesgartenschau 2023 der Haupteingang zum Ausstellungsgelände unmittelbar am Bahnhof liegt, so dass der Bahnhof und sein Umfeld bei vielen Gästen den berühmten ersten Eindruck ausmachten.

Daher sei hier eine Veränderung dieses Areals von besonderer Wichtigkeit. Auch die Durchgänge zum Wall und dem Weserufer sollen ins rechte Licht gerückt werden. Ein entsprechendes Beleuchtungskonzept werde zurzeit erarbeitet.

Weserradweg

Zusätzlich wird nach Kochs Ansicht die Anbindung des Weserradwegs an die Altstadt Höxter durch die trennende Wirkung des Bahndamms eingeschränkt und durch die städtebaulich nicht vorhandene Verbindung des Bahnhofsvorplatzes mit dem Radweg „erheblich verstärkt“. Mit den nun zugesagten finanziellen Mitteln sollen der Bahnhof und sein Umfeld zu einem „modernen, funktionalen und gestalterisch attraktiven Mobilitätsknotenpunkt der Zukunft“ entwickelt werden. Der Bahnhofsvorplatz soll nicht ausschließlich an technischen Erfordernissen der Verkehrsträger (Autos, Busse, Züge) gestaltet werden, sondern soll auch städtebaulich als Platz wahrgenommen werden, der Aufenthaltsqualität aufweist.

Bürgermeister Daniel Hartmann sieht in der Zusage der Fördergelder einen „Mutmacher, vor allem in den derzeit schwierigen Zeiten für Kleinstädte. Somit können wir unseren Stadtkern weiter entwickeln und auf lange Sicht für lebenswerte Quartiere in Höxter sorgen.“ Die Kommunen seien derzeit stark gefordert. „Daher stellen die zugesagten finanziellen Mittel gerade jetzt ein wichtiges Zeichen dar, das auch als Impulsgeber für Solidarität und Zusammenhalt wirken kann“, so Hartmann.

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