Stolpersteine erinnern in Fürstenau an die Opfer des Nationalsozialismus
Gegen das Vergessen

Höxter-Fürstenau -

Mit so genannten Stolpersteinen soll in Fürstenau an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben worden sind. Das WESTFALEN-BLATT hat mit Initiator Dr. Michael Stoltz, Fritz Ostkämper (Jacob-Pins-Forum Höxter) und dem Ortsausschussvorsitzenden Ferdinand Welling einen Rundgang durch die Ortschaft unternommen. Von Dennis Pape
Sonntag, 18.04.2021, 19:15 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 18.04.2021, 19:15 Uhr
Haben die neuen Stolpersteine vorgestellt (von links): Dr. Michael Stoltz, Ferdinand Welling und Fritz Ostkämper
Haben die neuen Stolpersteine vorgestellt (von links): Dr. Michael Stoltz, Ferdinand Welling und Fritz Ostkämper Foto: Dennis Pape
„In Fürstenau wurden 21 Menschen deportiert. Jedoch befinden sich 23 Stolpersteine in unserem Ort. Das ist darauf zurückzuführen, dass diese Menschen verzogen sind, jedoch aus Fürstenau stammen und ermordet wurden“, erzählt Michael Stoltz, der die durch Spenden finanzierten Steine aus Messing auf Zementblock gemeinsam mit Martin Speith jetzt an sieben Stellen verlegt hat. „Als ich den Stein von Carla Pins in der Hand hielt, ist mir bewusst geworden, dass ich hier keinen Stein, sondern ein Menschenleben – einmalig und wertvoll – trage“, sagt Stoltz sichtlich bewegt. „Stolpersteine“ ist ein europaweites Projekt des Künstlers Gunter Demnig.
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