Neues Leitsystem für Touristen auf dem Gelände der Abtei Marienmünster
Stählerne Stelen weisen Weg

Marienmüster (WB). Mit der Kraft von 4000 Bar schneidet sich der Wasserstrahl wie Butter durch den Stahl. Dank moderner Verfahrenstechnik ist jetzt eine Beschilderung für die Abtei Marienmünster entstanden, die ein Bogen spannt von der Vergangenheit zur Gegenwart.

Dienstag, 01.03.2016, 06:28 Uhr aktualisiert: 01.03.2016, 09:50 Uhr
Neues Leitsystem für Touristen auf dem Gelände der Abtei Marienmünster : Stählerne Stelen weisen Weg
Die mannshohen Stelen sind aus Spezialstahl und gehören zum neuen Leitsystem der Abtei Marienmünster. Foto: Harald Iding

Auf dem gesamten Gelände sind acht Stelen zu finden, die auf ganz eigene Art den Weg weisen. Die Buchstaben und Zeichen sind nicht etwa darauf geklebt oder gemalt – vielmehr sind sie aus einem speziellen Material quasi herausgeschnitten worden. Dazu sagte  der erfahrene Metallbau-Ingenieur Christian Habke vom gleichnamigen Fachbetrieb aus Vörden dem WESTFALEN-BLATT, dass er von  dem Designer die entsprechenden Entwürfe    erhalten und sie für die Weiterverarbeitung an der Maschine genutzt habe.  »Die Stelen haben eine Materialstärke von zehn Millimetern und sind 40 Zentimeter breit und 180 Zentimeter hoch. Es ist ein so genannter Cortenstahl, ein wetterfester Baustahl.«

Rostbraune Patina

Die Einzigartigkeit ist die rostbraune Patina, die sich sanft über den Stahl legt. Es ist wie eine natürliche Schutzschicht. Habke: »Der Rost schreitet nicht weiter. Solche Stelen halten sicher ewig.« Und dieser Aspekt passt gerade den Verantwortlichen sehr gut. Denn es ist der geschichtsträchtige Ort, wo die Schilder nun auf wichtige Plätze wie das Hauptportal, den Abteigarten oder das Restaurant »Klosterkrug« hinweisen. »Die Lösung  ist sehr schlüssig und passt zu dem Gesamtkonzept«, lobt Josef Suermann, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters von Marienmünster. »Das  Besucherleitsystem sollte mit den anderen Einrichtungen harmonieren, dezent sein, aber seine Funktion haben. »Das Ergebnis mit den Stelen als Teil dieses Leitsystems kann sich wirklich sehen lassen«, betonte Suermann auf Anfrage.

Neues Informationszentrum

Schon das neue Tourist-Informationszentrum an der Abtei Marienmünster erntet viel Lob. Dabei wird auf ein völlig neues Mediensystem gesetzt. Zum Beispiel wird eine große Landkarte der Klosterregion per Beamer auf den Fußboden des Zentrums geworfen.  Es trägt die Handschrift des Mediaplaners Roland Mikosch. Kultur und Nachhaltigkeit sind dort also auf vielen Ebenen zu finden. Hans Hermann Jansen von der Kulturstiftung Marienmünster bestätigte, dass damit eine größtmögliche Transparenz erreicht werde. Die Stelen wirken ästhetisch. »Wenn es im Sommer grün wird, dann erhöht sich noch einmal der Kontrast«,  betont Jansen.  Das Interesse am Kulturzentrum sei groß. »Allein im Januar gab es 20 Führungen!«.

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