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Fr., 06.05.2016

Immer mehr Arbeitgeber geben Asylbewerbern eine Chance Praktika machen Flüchtlinge glücklich

Verena Homburg (Arbeitsagentur Höxter) am neuen Integration Point für Flüchtlingsberatung in Höxter (Uferstraße)

Verena Homburg (Arbeitsagentur Höxter) am neuen Integration Point für Flüchtlingsberatung in Höxter (Uferstraße) Foto: Michael Robrecht

Von Michael Robrecht

Höxter/Marienmünster (WB). Immer mehr Flüchtlinge im Kreis Höxter wollen als Praktikanten erste Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt sammeln. Auch zunehmend mehr heimische Arbeitgeber sind an Mitarbeitern aus Syrien, Afghanistan und Nordafrika interessiert.

Die Agentur für Arbeit (AfA) in Höxter gibt allen Firmen jedoch den guten Rat, sich über den Aufenthaltsstatus des Geflüchteten vorher immer genau zu informieren. Verena Homburg, Leiterin der Agenturgeschäftsstelle Höxter-Warburg, erlebt die stärkere Nachfrage auch im neuen Integration-Point ihrer Agentur ins Höxters Uferstraße. Viele Geflüchtete langweilten sich während der Monate der Antragsbearbeitung und wollten schnell ein Praktikum absolvieren. Das sei nun besser als früher möglich, schildert Homburg.

»Wir wissen, dass viele Flüchtlinge nach Abschluss ihres Verfahrens den Kreis Höxter in Richtung der Ballungsräume verlassen. Deshalb wird jetzt verstärkt versucht, sie durch attraktive Trainingsmaßnahmen stärker an die heimischen Orte zu binden. Wie weit ist das Asylbewerberverfahren? Droht Abschiebung? Wichtig ist laut Verena Homburg der genau Status der Flüchtlinge, den die Ausländerbehörde beim Kreis verleihe. Erst drei Monate nachdem das Asylverfahren eines Flüchtlings aufgenommen wurde, dürfe er arbeiten, erläutert Homburg.

Altgeselle Dietmar Kaiser (links) und der Flüchtling Adnan Ahmed Asaf mit Brotteig in der Bäckerei Krome in Bredenborn.

Über ein positives Beispiel für eine sich anbahnende Beschäftigung berichtet die Bäckerei Krome in Marienmünster-Bredenborn. Adnan Asaf ist aus Syrien nach Deutschland geflohen.

Beispiel Adnan Asaf

Dort wurde er nach der Registrierung in Ottenhausen untergebracht. Der 23-jährige Flüchtling hat in seiner Heimat bereits in einer Bäckerei gearbeitet. Über Mitarbeiter der Bäckerei Krome in Bredenborn hat Adnan kürzlich Kontakt zu Chef Bernd Krome bekommen. Der hat ihm ein vierwöchiges Praktikum zugesagt, das der Syrer jetzt mit großem Erfolg absolviert hat. »Der junge Mann hat Potenzial, der ist pfiffig. Er macht nun einen Sprachkursus und möchte ab 1. August eine Ausbildung bei uns beginnen. Der schafft das«, meint Bernd Krome. Der 23-Jährige ist ein Beispiel, wie schnell Flüchtlinge heute an ein Praktikum kommen können.

Bericht in der Ausgabe am Samstag, 7. Mai

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