Do., 05.07.2018

Feuerwehr und Förster warnen: hohe Waldbrandgefahr und leicht brennende Felder Sommer trocknet den Kreis aus

Trockene Felder können auch im Kreis Höxter zur Gefahr werden – jedoch weniger als in anderen Gebieten.

Trockene Felder können auch im Kreis Höxter zur Gefahr werden – jedoch weniger als in anderen Gebieten. Foto: Feuerwehr

Höxter (WB/rob/tig). Seit Tagen werden in Deutschland Spitzenwerte über 30 Grad im Schatten gemessen. Und das soll noch längere Zeit so bleiben. Die Waldbrandgefahr und die Gefahr, dass Getreidefelder und Wiesen entflammen, steigt rapide an.

Der Gefahren-Index wurde für den Kreis Höxter auf Stufe 4 von 5 angehoben. Wegen Hitze und Trockenheit können nicht nur Waldgebiete, sondern auch Straßenbankette in Brand geraten, warnt die Feuerwehr. Wegen Hitze und Trockenheit rufen Feuerwehr und Polizei dazu auf, keine Zigarettenstummel achtlos wegzuwerfen und sich an Grill- und Feuerverbote in Wald und Feld zu halten. Die Gefahr für Flächenbrände im Wald und auf sonnigen Grasflächen oder Erntefeldern ist an diesen Tagen besonders hoch. Fast alle Waldbrände werden durch fahrlässiges menschliches Handeln verursacht, wissen die Brandschützer.

Davor warnen auch die lokalen Forstämter. »Durch die langanhaltende Trockenheit haben wir in diesem Jahr eine besonders verschärfte Situation«, sagte Jan Preller vom Regionalforstamt Hochstift im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Zu besonderer Vorsicht beim Waldbesuch wird daher aufgerufen. Zigarettenkippen, offenes Feuer und heißgelaufene Motoren geparkter Fahrzeuge könnten schnell Brände auslöse – besonders an Wegesrändern und auf Parkplätzen. Dort sei der Oberboden mittlerweile so trocken, wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Die Warnungen gelten auch für den Bereich rund um den Solling, wie Forstsprecher Michael Rudolph bestätigt: »Die Waldbrandgefahr ist hoch, wir brauchen dringend Regen«. Auch die Nachfolgen von Orkantief Friederike im Januar (wir berichteten) würden das Brandrisiko erhöhen. »Die Kahlschlagflächen trocknen aus, auch die nach dem Sturm alleinstehenden Bäume haben weniger Schatten«, so Rudolph. Auch umgekippte Kronen und Reisig wären im Notfall einem Feuer zuträglich. »Insgesamt ist die Trockenheit viel schlimmer als in den Vorjahren«, warnt der Forstsprecher.

Darin sehen die heimischen Förster auch in anderer Hinsicht ein Problem. Denn: Die ausgetrockneten Oberböden verhindern das Wachstum junger Keimpflanzen.

Durchschnittlich ist der Wasserpegel aktuell – in der Hauptvegetationszeit zwischen Juni und Juli – viel zu niedrig.

Bisher habe es aber keine Waldbrände und direkt durch Trockenheit oder Hitze entstandene Brände gegeben, so die Bilanz der Feuerwehr im Kreis Höxter. »Grundsätzlich kommt sowas in unseren Gefilden auch weniger als anderswo vor«, erklärte Kreisbrandmeister Rudolf Lüke gestern.

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