Fr., 14.09.2018

Stadt will Betrieb des Hallenbades optimieren und mit Nachbarn zusammenarbeiten »Ohne Unterstützung geht es nicht«

Das Hallenbad in Marienmünster wird voraussichtlich zum 1. November die Öffnungszeiten ändern.

Das Hallenbad in Marienmünster wird voraussichtlich zum 1. November die Öffnungszeiten ändern. Foto: Dennis Pape

Marienmünster (WB/ako). Um das Freizeithallenbad für die Zukunft gut aufzustellen, um Kosten zu sparen und Ressourcen zu schonen, will man in Marienmünster jetzt ein von der Unternehmensberatung Altenburg erarbeitetes Optimierungskonzept umsetzen. Eine entsprechende Empfehlung hat der Hauptausschuss jetzt einstimmig an den Rat gegeben, der darüber am 10. Oktober entscheiden wird.

Hintergrund ist die gemeinsame Überlegung mit Nachbarstädten, sich bei Personalknappheit gegenseitig zu unterstützen. Bei diesen Diskussionen sei aber festgestellt worden, dass das Personal der Stadt Marienmünster voll ausgelastet sei, erklärte Hauptamtsleiter Josef Suermann. »Gemeinsam mit der Stadt Brakel haben wir dann das Gutachten in Auftrag gegeben.« Die Zusammenarbeit beschränke sich aber nicht nur auf Brakel, sondern schließe auch Steinheim und Nieheim mit ein. »Wir alle sind Kommunen mit Schwimmbädern«, so Suermann. »Und ohne, dass wir uns gegenseitig unterstützen, wird es auch nicht gehen.«

Tarif muss angehoben werden

Das Optimierungskonzept habe Personalstunden »freigeschaufelt« und umfasst mehrere Vorschläge, die vom Hauptausschuss in Gänze abgesegnet wurden. So soll das Hallenbad in den Ferien von 19.30 bis 20.30 Uhr geöffnet sein – das ist insgesamt eine Stunde weniger, der Eintrittspreis für Personen mit Ermäßigungen von zwei auf drei Euro und der Tarif »Sauna und Schwimmbad« um einen Euro angehoben werden.

Der Tarif »Nur Sauna« wird ersatzlos gestrichen. Die Sauna schließt zeitgleich mit dem Bad und wird nur in den Wintermonaten betrieben. Die Öffnungszeit an Sonntagen wird auf 10 bis 16 Uhr festgelegt. Bei den Servicekräften erfolgt eine Aufstockung derart, dass zu jeder Zeit eine Servicekraft neben der Badeaufsicht zugegen ist. Wenn möglich, sollen DLRG-Kräfte für die Badeaufsicht eingesetzt werden.

Unterm Strich sind höhere Einnahmen zu erwarten

Die dadurch bei den Fachangestellten eingesparten Stunden sollen es ermöglichen, ein Personalpool gemeinsam mit den Nachbarstädten zu betreiben. Die Änderungen bei den Öffnungszeiten treten vorbehaltlich des Ratsbeschlusses zum 1. November in Kraft, die Änderungen bei den Tarifen zum 1. Januar 2019. Durch Kürzung der Öffnungszeiten und Anhebung der Eintrittspreise rechnet die Verwaltung zunächst mit einem Rückgang der Gästezahlen. Unterm Strich sei allerdings in der Summe eine höhere Einnahme zu erwarten.

Samstage unter Ausschluss der Öffentlichkeit?

Strittig sei derzeit noch der Vorschlag der Unternehmensberatung, das Bad am Samstagnachmittag für die Öffentlichkeit gänzlich zu schließen und nur für Vereine oder Kurse zur Verfügung zu stellen. »Das werden wir sicher noch mal im Rat diskutieren«, sagt Suermann. Eine entsprechende Frage nach dem Warum kam auch aus der Zuhörerschaft. Fakt sei allerdings, dass der Samstag der Tag mit den wenigsten Gästen sei.

Ausschussmitglied Elmar Stricker regte an, zu versuchen einen Förderverein für das Hallenbad zu gründen, der unterstützend wirken könnte. Das habe sich schließlich in anderen Städten bereits bewährt.

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