Mo., 26.11.2018

Klassik-Familienkonzert im Schafstall der Abtei Marienmünster motiviert 180 Besucher zum Mitmachen Nachwuchs erprobt sich im Dirigieren

Auch wenn sich der Dirigent mal zum Konzert verspätet, weiß sich der Nachwuchs in Marienmünster zu helfen.

Auch wenn sich der Dirigent mal zum Konzert verspätet, weiß sich der Nachwuchs in Marienmünster zu helfen. Foto: Marian Berkemeier

Von Marian Berkemeier

Marienmünster (WB). Mit einer Mischung aus Klassik, Rock, Gesang und Theater hat das Detmolder Kammerorchester am Samstag im Schafstall der Abtei Marienmünster ein Familienkonzert der besonderen Art präsentiert. Unter dem Motto »Was für ein (Musik-)Theater!« erzählten die Musiker eine tragische Liebesgeschichte, wobei sie die knapp 180 Zuschauer stets zur aktiven Teilhabe an den Stücken einluden.

Egal ob Mozarts »Zauberflöte« oder Offenbachs »Orpheus in der Unterwelt«: Die Klassik und ihre Musikstücke erfreuen sich weltweit hoher Beliebtheit. Es ist allerdings auch kein Geheimnis, dass es schwierig sein kann, eine solche Begeisterung für diese Musikrichtung bei Publikum jüngeren Alters zu wecken. Schwierig, aber nicht unmöglich, wie das Detmolder Kammerorchester (DKO) nun mit ihrem Familienkonzert in Marienmünster unter Beweis gestellt hat. Unterstützt von einer Kooperation mit der Stadt Marienmünster und der Unternehmensgruppe Westfalen Weser Energie schafften es die Musiker, sowohl Erwachsene als auch Kinder zu begeistern. »Wir wollen den Kindern die Vielfalt der Kultur aufzeigen«, schilderte Dr. Stephan Nahrath, Geschäftsführer der Westfalen Weser Energie-Gruppe, im Vorfeld die Motivation des Unternehmens. »Auch klassische Musik kann Spaß machen und gute Unterhaltung sein. Denn Musik verbindet, durch Klang und Musik wird jeder einzelne Mensch berührt und erreicht.«

Ein gemeinsamer »Time Warp Dance« bildet den Höhepunkt

Mit kraftvollen Gesangseinlagen und musikalischer Unterstützung des DKO erzählen die Solisten Doris Maria Ritter und Laurin Siebert die Geschichte des Liebespaares Musetta und Hans. Von zaghaften Annäherungsversuchen und Imponiergehabe über zweisame Unzertrennlichkeit bis zu ausufernden Streitigkeiten und Versöhnungsversuchen, bietet die Geschichte ein reiches Maß an Emotionen, das durch ein ebenso breites Spektrum an musikalischen Einlagen abgedeckt wird.

Die Einbindung des Publikums stand hierbei ebenfalls an vorderster Stelle – sei es beim gemeinsamen Einsingen oder bei den Fragen des Dirigenten Guido Mürmanns an die Kinder, wie die Geschichte denn weitergehen könne und was sie anstelle der Protagonisten täten. Auch das anfängliche Fehlen des Dirigenten beim Warmspielen der Musiker wurde prompt mit einem passenden Ersatz aus den Reihen der jungen Zuschauer gelöst. Den Höhepunkt bildete schließlich ein gemeinsamer »Time Warp Dance«, bekannt aus der »Rocky Horror Picture Show«.

Doch auch nach dem Happy End war noch nicht Schluss: An Harfe, Querflöte und Trompete gaben die Musiker dem Publikum die Möglichkeit, sich selber einmal an den Orchesterinstrumenten zu versuchen.

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