Fr., 30.11.2018

Pastoraler Raum Steinheim-Marienmünster-Nieheim entsteht – Festgottesdienst Ansgar Heckeroth: »Jetzt sind wir dran!«

Ab Samstag, 1. Deze,ber, ist es offiziell: Die katholischen Kirchengemeinden aus Steinheim, Marienmünster und Nieheim schließen sich zum Pastoralen Raum zusammen. Zum Festgottesdienst um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Marien Steinheim laden Pfarrer Ansgar Heckeroth, Leiter des Pastoralen Raumes, und die Steinheimer Gemeindereferentin Doris Rebbe-Brandt ein.  

Ab Samstag, 1. Deze,ber, ist es offiziell: Die katholischen Kirchengemeinden aus Steinheim, Marienmünster und Nieheim schließen sich zum Pastoralen Raum zusammen. Zum Festgottesdienst um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Marien Steinheim laden Pfarrer Ansgar Heckeroth, Leiter des Pastoralen Raumes, und die Steinheimer Gemeindereferentin Doris Rebbe-Brandt ein.  

Von Ralf Brakemeier

Steinheim/Nieheim/Marienmünster (WB). Die hauptamtlichen Mitarbeiter arbeiten bereits seit mehr als einem Jahr zusammen. Am Samstag, 1. Dezember, wird der Pastorale Raum Steinheim-Marienmünster-Nieheim in einem Festgottesdienst in St. Marien Steinheim offiziell errichtet.

 

»Wir müssen eine Nummer größer denken«, war sich Erzbischof Hans-Josef Breker schon vor acht Jahren sicher. Damals wurden 89 Pastorale Räume im Erzbistum Paderborn auf den Weg gebracht. »Jetzt sind wir dran«, ist Pfarrer Ansgar Heckeroth schon gespannt auf die weiteren Entwicklungen, die am 1. Advent (Samstag), mit Beginn des neuen Kirchenjahres, ihren Anfang nehmen. Ab 17 Uhr sind die Gläubigen aus den drei bisherigen Pastoralverbünden nach Steinheim eingeladen.

Gemeinsam mit Heckeroth, künftig Leiter des Pastoralen Raumes, wird Dechant Gerhard Pieper aus Warburg den Festgottesdienst halten. Im Anschluss bleibt bei einem Imbiss auf dem Kirchenvorplatz und im Pfarrheim Zeit, zu gemeinsamen Gesprächen, um sich besser kennen zu lernen.

»Wir machen uns auf den Weg«

»Wir machen uns auf den Weg«, sagt Pfarrer Heckeroth. Die dezentralen Strukturen blieben aber erhalten, ebenso die Gemeindebüros in Steinheim, Nieheim und Vörden (später wird hier nach Umbauarbeiten ein Wechsel in die Abtei Marienmünster stattfinden). »Für die Gläubigen in den Gemeinden bleiben die Ansprechpartner die selben«, versichert Steinheims Gemeindereferentin Doris Rebbe-Brandt. Der Pastorale Raum sei die Antwort der Kirche auf den Rückgang in den Gemeinden und den demografischen Wandel vor allem auf dem Land. Heckeroth: »1980 hatten wir noch zwei Millionen gläubige Katholiken im Erzbistum Paderborn, heute sind es weniger als 1,5 Millionen.« So wurden schon Mitte der 90er Jahre Überlegungen laut, Gemeinden zusammen zu legen. Daraus folgten später die Pastoralverbünde.

Installierung von Verwaltungsleitern

Eine der wichtigsten Neuerungen für die jetzt noch größeren Pastoralen Räume wird die Installierung von Verwaltungsleitern innerhalb der nächsten zwei Jahre sein. Sie werden den Pastoren Verwaltungsaufgaben im operativen Tagesgeschäft abnehmen und den Kontakt zum Gemeindeverband Hochstift halten. »Der Glaube hat sich in den vergangenen 50 Jahren stark verändert, ist in den Gemeinden nicht mehr so prägend,« stellt Ansgar Heckeroth fest, »wir müssen uns als Kirche die Frage stellen ›wozu sind wir da?‹.« Der Glaube müsse auch in Zukunft für die Menschen eine Rolle spielen, die Kirche auch morgen und übermorgen noch lebendig sein.

Seelsorge deutlich breiter aufgestellt

Messen jeden Sonntag in allen Gotteshäusern gibt es schon lange nicht mehr. »Der Personalmangel zwingt uns dazu, uns auch von dem Konzept ›das ist mein Pfarrer‹ zu verabschieden«, bedauert Heckeroth. Für ihn und Gemeindereferentin Doris Rebbe-Brandt sei die Seelsorge ohnehin schon deutlich breiter aufgestellt. Referenten, Diakone, Besuchsdienste und viele andere leisteten hier verdienstvolle Arbeit. Für Pfarrer Heckeroth geht dieses Konzept noch weiter: »Durch die Taufe ist jeder Christ berufen, den Glauben weiter in die Gesellschaft zu tragen.«

Neuer Pfarrbrief

Damit die Gläubigen der neuen Gemeinschaft über die kirchlichen Termine informiert sind, wird es ab sofort einen neuen Pfarrbrief für den gesamten Pastoralen Raum geben. Als sichtbares Zeichen eines Neuanfangs wird im Festgottesdienst am Samstag ein neu überarbeitetes Lektionar (Lesungsbuch für das Kirchenjahr) an die Lektoren aus den Gemeinden übergeben. Zudem werden an die Gemeinden Apfelbäume verteilt. Unter dem Motto »Einheit in Vielfalt« sind sie Zeichen für das Zusammenwachsen der Gemeinden und das zusammen wachsen der Gläubigen.

 

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