Mo., 03.12.2018

Kulturstiftung Marienmünster stellt vielseitiges Halbjahrsprogramm vor – mit Kommentar »ThimKu« spielt im Schafstall

Freuen sich gemeinsam auf das neue Kulturprogramm im ersten Halbjahr 2019 (von links): Robert Klocke (Bürgermeister und Kulturstiftung) Hans Hermann Jansen (Kulturstiftung) Melanie Peter (Theater im KuStall) und Tobias Richter (»Groophonik«).

Freuen sich gemeinsam auf das neue Kulturprogramm im ersten Halbjahr 2019 (von links): Robert Klocke (Bürgermeister und Kulturstiftung) Hans Hermann Jansen (Kulturstiftung) Melanie Peter (Theater im KuStall) und Tobias Richter (»Groophonik«). Foto: Dennis Pape

Von Dennis Pape

Marienmünster (WB). Voller Vorfreude blickt die Kulturstiftung Marienmünster bereits jetzt auf das Jahr 2019. Der Grund: Sie hat erneut ein vielfältiges Programm rund um die Abtei auf die Beine gestellt. Eine der vielen guten Nachrichten: Trotz der Auflösung des Schlosstheaters (wir berichteten) wird im Schafstall bald schon wieder Theater geboten.

Unter dem Motto »Zukunftsmusik« stellten die Vorstandsmitglieder Hans Hermann Jansen und Robert Klocke (Bürgermeister) das neue Programm für das erste Halbjahr 2019 vor – und das bereits zwei Wochen nach dem Aus des Schlosstheaters, das eigentlich fast das gesamte Frühjahr den Schafstall für sich gebucht hatte. »Selbstverständlich ist das bedauerlich. Aber so sind auf der anderen Seite auch Freiräume entstanden, die genutzt werden wollen«, sagte Jansen, der mit der großen Unterstützung der weiteren beteiligten Vereine rund um die Kultur in Marienmünster eben diese Freiräume mit Leben gefüllt hat. So tritt am 18. und 19. Januar das in der Region seit Jahren bekannte und beliebte Theater im KuStall (ThimKu) aus Ottbergen mit dem Stück »Zu spät – zu spät – zu spät!« auf. »Wir freuen uns sehr über diese Möglichkeit, an einem weiteren Ort in der Region zu spielen. Wir wollen die Zuschauer mit unseren Stücken unterhalten, aber auch nachdenklich machen« erläuterte Leiterin Melanie Peter.

Programm soll die Seele rocken

Ein weiterer Höhepunkt von vielen im kommenden Halbjahr sei der Auftritt der A-Cappella-Formation »Groophonik« am 2. März mit dem Programm »Come alive«. Chorleiter Tobias Richter sagte im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT: »Unser Programm soll die Seele rocken. Wir wollen unterhalten und gleichermaßen Botschaften senden.«

Das vielschichtige Programm habe für alle Interessen etwas zu bieten und passe hervorragend zum Standort. »Als Bürgermeister bin ich sehr dankbar für unsere engagierten Künstler wie Hans Hermann Jansen«, sagte Klocke.

Das Programm

Freitag, 18. Januar , 19.30 Uhr, Schafstall, Theater im KuStall (Ottbergen) »Zu spät – zu spät – zu spät!«. Samstag, 19. Januar , 19.30 Uhr, Schafstall, Theater im KuStall (Ottbergen) »Zu spät – zu spät – zu spät!«. Sonntag, 20. Januar , 11.30 Uhr, Schafstall, Neujahrsempfang des Fördervereins der Kulturstiftung mit Blech & Ko und Udo Reineke. Samstag, 26. Januar , ganztägig, Konzertsaal und Schafstall, 56. Wettbewerb »Jugend musiziert«. Sonntag, 27. Januar , ganztägig, Konzertsaal und Schafstall, 56. Wettbewerb »Jugend musiziert«. Freitag, 1. Februar , 19.30 Uhr, Konzertsaal, Concert in the dark, unter anderem mit Walter Waidosch, ColVoc, Evelin Genova. Samstag, 2. Februar , 19.30 Uhr, Konzertsaal, Concert in the dark, unter anderem mit Walter Waidosch, ColVoc, Evelin Genova. Sonntag, 3. Februar , 17 Uhr, Schafstall, Rotary-Benefizkonzert mit dem Sinfonieorchester der Universität Paderborn (Leitung Steffen Schiel) und Gitarre (Peter Ernst). Sonntag, 17. Februar , 16 Uhr, Schafstall Akampita Steiner mit einem Programm zu Else Lasker-Schüler. Samstag, 2. März , 19.30 Uhr, Schafstall, »Come alive« – A-Cappella mit der Formation »Groophonik«. Freitag, 8. März , 19.30 Uhr, Schafstall, Kabarett mit Else Mögesie alias Antje Huißmann. Donnerstag, 4. April , 18.30 Uhr, Schafstall, Ausstellungseröffnung Retroperspektive von Ulrich Möckel; 20 Uhr, Schafstall, Chorkonzert mit dem dänischen Mädchenchor Mariangerfjord Pigekor und PopUp. Sonntag, 28. April , 16 Uhr, Schafstall, »Harmonia pacis« – Vorstellung der CD aus dem deutsch-französischen Kooperationsprojekt der Gemeinschaft Saint Martin. Mittwoch, 1. Mai , 16 Uhr, Abteikirche, Eröffnungskonzert »Vox organi«, mit Prof. Dr. Friedhelm Flamme – Werke von Matthias Weckmann. Sonntag, 5. Mai , 16 Uhr, Abteikirche, Konzert der Orgelklasse von Prof. Tomasz Adam Nowak. Sonntag, 26. Mai , 16 Uhr, Konzertsaal, Antonio Vivaldis vier Jahreszeiten, Ensemble Boulevard Baroque. Freitag, 7. Juni, bis Montag, 10. Juni , ganztägig, Forum, Symposium »Vox humana« der Klosterlandschaft OWL. Montag, 10. Juni , 17 Uhr, Abteikirche, Orgelkonzert Felix Friedrich (Altenburg). Sonntag, 23. Juni , 16 Uhr, Konzertsaal, »Alles echt Holz!« – Holzbläser und Streicher des Kammermusikzentrums des Landesjugendensembles. Sonntag, 7. Juli , 17 Uhr, Abteikirche, Orgelvesper, Holger Brandt. Sonntag, 14. Juli , 16 Uhr, Konzertsaal, musikalisch-kulinarisches Kammerkonzert mit europäischer Barockmusik, Bernhard Reichel (Laute) und Claudius Kamp (Flöte). Montag, 15. bis Donnerstag, 19. Juli , ganztägig, Konzertsaal und Schafstall, Ferientheater; Abschlusskonzert am letzten Tag um 17 Uhr im Schafstall. Samstag, 27. Juli , 20 Uhr, Kirche/Konzertsaal/Schafstall, Bach-Nacht, unter anderem mit dem Marimba-Kollektiv der Hochschule für Musik Detmold.

Kommentar von Dennis Pape

Die Verantwortlichen rund um das kulturelle Geschehen an der Abtei Marienmünster stellen nicht Jahr für Jahr einfach so ein Programm auf die Beine. Nein, sie leben Kultur und die sich daraus ergebene Gemeinschaft der Kunstschaffenden in einer bemerkenswerten Art und Weise mit Herzblut – das ist besonders in einer von schlechten Nachrichten geprägten Zeit wie dieser sehr deutlich geworden. Denn die Kulturstiftung hat es in Zusammenarbeit mit den vielen Vereinen aus der Umgebung geschafft, nur zwei Wochen nach dem Aus des Schlosstheaters und des Vereins »Kultur im Schafstall« wieder positive Schlagzeilen zu schreiben. Das, was in den vergangenen beiden Wochen geschehen ist, zeigt eines ganz deutlich: Die Kultur und ihre Förderer sind an diesem geschichtsträchtigen und atmosphärisch einzigartigen Ort mittlerweile so fest verwurzelt, dass sie auch der stärkste Sturm nicht umhaut! Das Aus des Schlosstheaters hätte zunächst für eine mehrmonatige Vakanz im Schafstall gesorgt – denn dort war die Spielzeit des Ensembles fest eingeplant, bis die Bombe geplatzt ist. Es ehrt die Verantwortlichen um den Vorstand der Kulturstiftung, dass von Nachtreten nach dem plötzlichen Wegfall eines wichtigen Programmteiles nichts zu hören ist. Vielmehr haben alle gemeinsam die Ärmel hochgekrempelt. Das Resultat ist viel mehr als lediglich Schadensbegrenzung – sondern ein hochwertiges Kulturprogramm, das zum Standort Abtei Marienmünster passt. Hans Hermann Jansen – man darf ihn ohne zu übertreiben als unermüdlichen Motor der Kultur bezeichnen – nennt den Ort mit seinen verschiedenen Kulturstätten und dem »Forum« gerne »das Portal zum Kreis Höxter«. Die Kooperation mit dem Theater aus Ottbergen zeigt einmal mehr, welchen Wert das Kulturland für Marienmünster hat – aber auch, wie wertvoll die Entwicklung des Kulturstandortes Marienmünster für die Region sein kann.

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