Mo., 21.01.2019

Ausstellung »Gottes-Häuser Innenansichten einer Metapher« in der Abtei Marienmünster eröffnet Bilder und Texte treten in einen Dialog

Klaus Hansen (rechts) und Michael Hellwig in der Ausstellung in Marienmünster.

Klaus Hansen (rechts) und Michael Hellwig in der Ausstellung in Marienmünster. Foto: Frank Spiegel

Von Frank Spiegel

Marienmünster (WB). Zuletzt stand sie mit Soest in der Stadt der Kirchen, seit Samstagabend ist die Ausstellung »Gottes-Häuser Innenansichten einer Metapher« im Kulturzentrum der Abtei Marienmünster zu sehen und damit in der Region der Klöster. Für Hans-Hermann Jansen von der veranstaltenden Kulturstiftung Marienmünster ist das die Fortsetzung einer Serie. Die Bilder und die Texte sieht er auch als Einladung an die Gäste anderer Veranstaltungen dort, sich die Bilder in einer Pause oder vor oder nach Beginn einer Ausstellung anzusehen, sich von ihnen zum Nachdenken anregen zu lassen.

Zu sehen sind 30 Fotografien von Klaus Hansen. Der 59-Jährige ist Solo-Posaunist der Bielefelder Philharmoniker. Der Fotografie widmet er sich seit 2002 in den Bereichen Musik, Kultur, Schmuck und Design. Seine Bilder sind kombiniert mit kurzen Gedichten und philosophischen Texten, die Zeitgenossen unter dem Eindruck seiner Fotos formulierten: auf der einen Seite Michael Hellwig, auf der anderen der Philosoph Knut Stünkel. Beide treten in einen – nicht immer konfliktfreien – Dialog. Das Besondere an den Bildern: Klaus Hansen hat in menschenleeren Kirchen fotografiert. »In ungezählten Kirchen-Besuchen außerhalb der Gottesdienste spürte Klaus Hansen, dass die Räume gerade menschenleer eine besondere Faszination auf ihn ausüben. Bei seinen Kirchenbesuchen fixierte er jedes Mal die Leere, diese besonders beeindruckenden Kristallisationspunkte seiner Phantasie, mit der Kamera«, schreibt Prof. Dr. Joachim Thalmann, Professor für Musikpublizistik an der Hochschule für Musik Detmold, in dem Vorwort des zur Ausstellung erschienenen Bildbandes. In den leeren Räumen habe er die Antwort auf eine Entwicklung gefunden, deren Beginn im Dunkel liege: die Desavouierung des Spirituellen. Klaus Hansen möchte mit der Ausstellung erreichen, dass Menschen die Kirchen besuchen – keinesfalls aus einem missionarischen Gedanken. Er möchte sie vielmehr anregen, eigene Sichtweisen zu verfolgen.

Die musikalische Umrahmung übernahmen Mitglieder der Gregorianik-Schola Marienmünster und Corvey.

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