Di., 05.02.2019

Impfung für Hunde empfohlen – Virus ist für Menschen ungefährlich Warnung vor Staupe

Damit Malteser »Moppi« weiter fröhlich durch Höxter läuft, empfiehlt der Kreisveterinärdienst eine Staupe-Impfung.

Damit Malteser »Moppi« weiter fröhlich durch Höxter läuft, empfiehlt der Kreisveterinärdienst eine Staupe-Impfung. Foto: Sabine Robrecht

Höxter (WB/sti). Elf Fälle des Staupe-Virus sind im vergangenen Jahr im Kreis Höxter bei Waschbären und Füchsen festgestellt worden. Die Infektion von Wildtieren könne auch Hunde ohne ausreichenden Impfschutz gefährden, heißt es vom Kreisveterinärdienst.

Demnach gab es im Kreis Höxter in den vergangenen Jahren immer wieder vereinzelt Staupeinfektionen bei Füchsen, Dachsen und Waschbären. 2018 wurden insgesamt elf Fälle von Staupe nachgewiesen, davon sechs Nachweise bei Waschbären und fünf bei Füchsen. Auch im Landkreis Holzminden geht die Staupe bei Wildtieren um: Hier wurde der Virus bei acht Füchsen und vier Waschbären nachgewiesen. »Die Krankheit ist somit nie ganz zum Erliegen gekommen. Umso wichtiger ist es, bei Hunden auf den Impfschutz zu achten«, sagt Dr. Jens Tschachtschal, Leiter des Veterinärdienstes des Kreises Höxter.

Konsequent und lückenlos gegen Staupe impfen

Bei Hunden komme die gefährliche Tierkrankheit nur noch selten vor, weil die meisten Hunde geimpft seien. Allen Hundehaltern empfiehlt Tschachtschal, den Impfschutz ihres Vierbeiners gegen Staupe zu kontrollieren. »Hunde sollten konsequent und lückenlos gegen Staupe geimpft werden«, betont er. Denn bis in die 1960er Jahre sei die Infektion noch eine der häufigsten Todesursachen bei Hunden gewesen, da einmal erkrankte Tiere kaum erfolgreich behandelt werden können. Für Menschen wie auch für Katzen ist das Staupevirus hingegen völlig ungefährlich.

Infektionen führt zu meist schweren Erkrankungen

Bei Hunden und vielen Wildtieren führt die Infektion jedoch meist zu schweren Erkrankungen mit vielfältigen Beschwerden. Sie betreffen hauptsächlich Atemwege, Verdauung, Nervensystem und Haut. Je nach betroffenen Organen können sich Husten, Atembeschwerden, Erbrechen, Durchfall, Bewegungsstörungen, Lähmungen, Krämpfe oder Hautausschlag zeigen. »Die Staupe verläuft vor allem bei jungen Tieren tödlich«, berichtet Tschachtschal. Tiere, die die Krankheit nicht überleben, tragen häufig dauerhafte Schäden wie Verhaltensstörungen oder Epilepsie davon.

Durch das Auftreten der Infektion bei Wildtieren seien auch Hunde gefährdet, die keinen ausreichenden Impfschutz haben und mit dem Staupevirus in Kontakt kommen. »Eine Ansteckungsgefahr besteht nicht nur bei Spaziergängen mit Hunden im Wald«, sagt der Kreisveterinär. Denn Füchse und Waschbären halten sich oft auch in Wohnsiedlungen auf. Kontakte zu kranken oder verendeten Tieren können daher auch in der Nähe von Wohnhäusern nicht ausgeschlossen werden. »Die vorbeugende Impfung ist der sicherste Schutz gegen eine mögliche Infektion«, so Dr. Tschachtschal. Für die Schutzimpfung wenden sich Hundehalter an ihren Tierarzt vor Ort.

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