Sa., 30.03.2019

Vereinigte Volksbank stellt Bilanz 2018 vor – 1,3 Millionen Gewinn Löneke schließt Fusion aus

Birger Kriwet (rechts) und Paul Löneke haben am Freitag die Bilanz 2018 der Vereinigten Volksbank vorgestellt. Neu im Programm ist die so genannte Crowdfunding-Plattform, wo Vereine oder Initiativen um Gelder für Projekte werben können.

Birger Kriwet (rechts) und Paul Löneke haben am Freitag die Bilanz 2018 der Vereinigten Volksbank vorgestellt. Neu im Programm ist die so genannte Crowdfunding-Plattform, wo Vereine oder Initiativen um Gelder für Projekte werben können. Foto: Marius Thöne

Von Marius Thöne

Brakel/Steinheim/Warburg (WB). Die Vereinigte Volksbank will keine weiteren Filialen schließen. Das hat Vorstandsvorsitzender Paul Löneke am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz deutlich gemacht. Auch Fusionsgedanken mit der größeren Verbund-Volksbank OWL in Paderborn erteilte er eine Absage.

»Der Kreis Höxter ohne eine selbstständige Volksbank, das wäre kontraproduktiv für die Region«, sagte Löneke. Der frühere Vorstandschef der Verbund-Volksbank, Dr. Ulrich Bittihn, hatte zu seinem Abschied weitere Bankenehen ins Gespräch gebracht. Davon hält man in der Volksbankzentrale in Brakel aber nichts.

Die Eigenständigkeit solle erhalten und das Geschäftsmodell weiter entwickelt werden. Dazu haben 40 Volksbank-Mitarbeiter einen Innovativkreis gegründet, der dazu beitragen soll, dass das genossenschaftlich organisierte Geldinstitut auch zukünftig gute Geschäfte machen kann.

Mit dem zurückliegenden Geschäftsjahr zeigten sich Löneke und sein Vorstandskollege Birger Kriwet am Freitagvormittag bei der Vorstellung der Zahlen zufrieden. Die Bank hat einen Bilanzgewinn von 1,3 Millionen Euro ausgewiesen. Das Betriebsergebnis liegt damit knapp unter dem Vorjahreswert. Das hat nach Lönekes Angaben mit dem anhaltend niedrigen Zinsniveau zu tun.

2222 Kredite wurden 2018 bewilligt

Die gestiegenen Provisionserträge aus dem Vermittlungsgeschäft hätten den Rückgang nicht in voller Höhe ausgleichen können. Die Bilanzsumme der Vereinigten Volksbank stieg im Vergleich zu 2017 auf 1,15 Milliarden Euro. Das lag auch an einem höheren Kreditvolumen, das von 719 auf 763 Millionen Euro wuchs. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2222 Kredite mit einem Volumen von 163,6 Millionen Euro bewilligt.

Auf der anderen Seite stehen die Sparer, die bei der Vereinigten Volksbank rund 1,5 Milliarden Euro in unterschiedlichen Formen angelegt haben, davon etwa 593 Millionen außerhalb der eigenen Bilanz, beispielsweise in Wertpapieren oder Bausparguthaben von Tochtergesellschaften.

Im Gegensatz zum Bundestrend seien vor allem gewerbliche Kunden im Kreis Höxter in Investitionslaune, sagte Löneke. Hier habe das Darlehensgeschäft stark zugelegt. Rückläufig hingegen seinen vergebene Kreditsummen für Investitionen in der Landwirtschaft (zehn Millionen Euro) und bei der Immobilienfinanzierung (18 Millionen Euro).

17 Auszubildende bei der Volksbank

Die Sparer würden ihr Geld derzeit wieder verstärkt auf dem Girokonto parken, um auf Zinssteigerungen schnell reagieren zu können. »Das ist in den nächsten zehn Jahren aber wahrscheinlich nicht zu erwarten«, blickte Birger Kriwet voraus.

Bei der Volksbank arbeiteten Ende 2018 265 Menschen, davon 17 Auszubildende. Paul Löneke geht davon aus, dass die Mitarbeiterzahl durch natürliche Fluktuation in den kommenden Jahren weiter sinken wird. In Zeiten niedriger Zinsen müsse auch auf der Personal- und Sachkostenseite weiter gespart werden.

Die knapp 37.000 Teilhaber der Bank werden in diesem Jahr mit einer Dividende von vier Prozent am Gewinn beteiligt.

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