Priestergemeinschaft soll neues Domizil angeboten werden
Politik übt Kritik an Entscheidung des Bistums

Marienmünster (WB/thö). Der angekündigte Rückzug der Priestergemeinschaft St. Martin aus Marienmünster hat auch Reaktionen aus dem politischen Raum hervorgerufen. Elmar Stricker, Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft Bredenborn (WGB) im Stadtrat, sieht die Gemeinde in dem Entscheidungsprozess nicht ausreichend mitgenommen.

Dienstag, 02.04.2019, 21:50 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 22:00 Uhr
Die Abtei gibt auch der Stadt Marienmünster ihren Namen. Foto: Frank Spiegel
Die Abtei gibt auch der Stadt Marienmünster ihren Namen. Foto: Frank Spiegel

Wie berichtet , hatte Erzbischof Hans-Josef Becker entschieden, das Projekt Wiederbesiedlung Kloster Marienmünster zu beenden. Hintergrund sollen Unstimmigkeiten zwischen der Gemeinschaft St. Martin und der örtlichen Kirchengemeinde gewesen sein.

»Diese Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die ehrenamtlich mitgearbeitet haben«, sagt Stricker. Das geistliche Zentrum, das die französische Priestergemeinschaft in der Abtei aufbauen wollte, sei ein Konzept aus einem Guss gewesen, viele hätten daran mitgearbeitet. Auch die Politik habe das mitgetragen. »Mit der Entscheidung werden nun alle vor vollendete Tatsachen gestellt«, sagte Stricker. Auch die Politiker in Marienmünster seien von der Entscheidung des Bistums überrascht gewesen.

Nach Angaben des Erzbistums Paderborn soll das geistliche und missionarische Zentrum der Priestergemeinschaft nun an einem anderen Ort umgesetzt werden. Wo genau das sein wird, ist noch offen. Details dazu will das Bistum zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Abbé Thomas Diaradourian bleibe als Vertreter der Gemeinschaft für das Erzbistum wie bisher Ansprechpartner für die weiteren Überlegungen, heißt es in einer Pressemitteilung des Erzbistums. »Ich bin optimistisch, dass wir bald einen passenden Ort bekannt geben können«, wird darin Erzbischof Hans-Josef Becker zitiert.

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