Mi., 08.05.2019

Landwirte aus Marienmünster rufen Projekt zur Biodiversität ins Leben Blüh-Streifen für mehr Vielfalt

Unterstützen das Projekt (von links): Robert Klocke, Prof. Dr. Ulrich Riedl, Dr. Kathrin Weiß, Antonius Tillmann, Florian Potthast, Gabriele Beckmann, Hubert Reichling, Christian Nutt, Hermann Müller, Laura Müller, Henrich Gabel und Manfred Rickhoff.

Unterstützen das Projekt (von links): Robert Klocke, Prof. Dr. Ulrich Riedl, Dr. Kathrin Weiß, Antonius Tillmann, Florian Potthast, Gabriele Beckmann, Hubert Reichling, Christian Nutt, Hermann Müller, Laura Müller, Henrich Gabel und Manfred Rickhoff. Foto: Sabrina Rheker

Von Sabrina Rheker

Marienmünster (WB). Landwirte aus Marienmünster haben mit dem westfälisch-lippischen landwirtschaftlichen Kreisverband (WLV), der Landwirtschaftskammer und der Stadt Marienmünster ein Projekt zur Artenvielfalt ins Leben gerufen.

»Unterstützt durch die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe und den Kreis Höxter verfolgen wir das Ziel, vernetzte und für die Biodiversität wirksame Strukturen in der Agrarlandschaft zu erhalten und neu zu schaffen«, sagte der WLV-Kreisverbandsvorsitzende Antonius Tillmann.

Dafür legen Landwirte aus dem Stadtgebiet blühende Streifen in einer Größe von 15 Hektar an. »Das entspricht einer Fläche von etwa 15 Fußballfeldern«, macht Hubert Reichling, WLV-Stadtverbandsvorsitzender, deutlich. Im Frühjahr stellte dafür der Sponsor »Innogy« den teilnehmenden Landwirten kostenlose Saatgutmischungen zur Verfügung. »Damit wird unser Projekt Biodiversität Marienmünster schon in wenigen Wochen für alle aufmerksamen Beobachter in der Feldflur sichtbar«, betont Reichling.

Workshops seit 2017

Seit 2017 wurden in Workshops Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Artenvielfalt diskutiert. Die Landwirte und die Studierenden der Hochschule kamen dafür regelmäßig zusammen. »Dieses Miteinander war sehr positiv und beide Seiten verschafften sich bei diesen Gesprächen gegenseitiges Verständnis«, sagte Tillmann.

Im Stadtgebiet Marienmünster sind bereits mehr als 25 Kilometer Blüh- und Uferrandstreifen angelegt. Das Projekt soll die Wirksamkeit dieser Rückzugsgebiete für seltene Pflanzen- und Tierarten verbessern. Die Studierenden identifizierten die Arten, um sie zudem im richtigen Gebiet fördern zu können. Die Landwirte können bei der Anlage von Blühstreifen auf diese Erkenntnisse zurückgreifen.

Marienmünster als »Pilotkommune«

Als Projektpartner bringt sich auch die Stadt Marienmünster aktiv ein. »Als kleinste Stadt im Kreis Höxter waren wir schnell davon überzeugt, uns als Pilotkommune zu beteiligen«, sagt Bürgermeister Robert Klocke. »Das Bewusstsein für die Umwelt muss wachsen.« Und Martin Irgang von der Landwirtschaftskammer ergänzt: »Es wäre schön, wenn von hier aus eine Strahlwirkung durch den Kreis geht.« Die Motivation in der Landwirtschaft für den Erhalt von Artenvielfalt sei groß.

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