Sa., 18.05.2019

Weserbergland-Klinik unterstützt Mathias Schmidt – Anmeldungen zum Feuerwehrlauf Gemeinsam für kranke Kinder

Starke Partner (von links): Chefarzt Dr. Klaus Dechant, Mathias Schmidt und Klinikmanagerin Anna Rehrmann.

Starke Partner (von links): Chefarzt Dr. Klaus Dechant, Mathias Schmidt und Klinikmanagerin Anna Rehrmann. Foto: Dennis Pape

Von Dennis Pape

Höxter (WB). Die Asklepios Weserbergland-Klinik Höxter und Feuerwehrsportler Mathias Schmidt haben viel gemeinsam: Beide setzen sich für Menschen ein, die an der unheilbaren Muskeldystrophie Duchenne erkrankt sind. Am kommenden Samstag, 25. Mai, haben dazu auch wieder alle anderen die Möglichkeit – mit einer Teilnahme am fünften Höxteraner Feuerwehrlauf.

Bereits seit 35 Jahren gibt es in der Weserbergland-Klinik in Höxter Rehabilitationsmaßnahmen für Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen. »2001 haben wir das Angebot auch auf den Bereich ›Kinder und Jugendliche‹ erweitert«, erzählt Dr. Klaus Dechant, Chefarzt der Neurologie: »Jeder einzelne Patient hat ein besonderes Schicksal – die Gehfähigkeit geht zumeist um das zwölfte Lebensjahr verloren. Der Tot trat früher mit 20 Jahren ein, heute kann ein Erkrankter auch bis zu 30 Jahre alt werden.« Für die an Duchenne erkrankten Menschen gibt es seit einigen Jahren ein spezielles Rehaprogramm in den Sommerferien, das mittlerweile auch auf weitere Zeiträume ausgedehnt worden ist – »weil die Nachfrage so groß ist«, wie der Mediziner berichtet. Rehabilitationsmaßnahmen seien auch für Patienten sinnvoll, die unter Garantie an ihrer Krankheit sterben werden. »Es geht darum, die größtmögliche Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten. Ohne gewisse Maßnahmen verkürzen sich die Gelenke. Für einen Patienten, der nicht mehr laufen kann, bedeutet Selbstständigkeit in diesem Fall zum Beispiel, ohne fremde Hilfe aus dem Rollstuhl in das Bett oder wieder heraus zu kommen.«

Bis zu 500 Muskelkranke werden nach Angaben des Chefarztes jährlich in der Weserbergland-Klinik betreut. »Dazu zählen 80 bis 100 Kinder und Jugendliche – viele von ihnen haben die Muskeldystrophie Duchenne«, sagt er. In den vergangenen Jahren hat es außerdem ein jährliches Vater-Sohn-Wochenende mit dem Verein »Benni und Co.« gegeben, der die Muskelschwund-Duchenne-Forschung unterstützt und für die auch Mathias Schmidt als Botschafter läuft. »Duchenne betrifft Jungen bereits im Kindesalter. An diesem Wochenende ging es in erster Linie um Spaß und Lebensfreude für die Kids«, so Dechant.

Starke Partner

»Die Weserbergland-Klink und die Medischule unterstützen mich seit Jahren – und ohne diese Unterstützung wären Veranstaltungen wie der Höxteraner Feuerwehrlauf am 25. Mai nicht möglich«, sagt Mathias Schmidt. »Wir sind beeindruckt von seinem Engagement und helfen gerne als Partner«, entgegnet wiederum Klinikmanagerin Anna Rehrmann: »Deshalb verteilt unser Team beim diesjährigen Lauf erneut unter anderem 1000 Flaschen Wasser, 550 Bananen und 1000 Einheiten Traubenzucker.« Auch laut Dr. Dechant sei es wichtig, auf seltene Krankheiten wie Duchenne aufmerksam zu machen – »so wie es Mathias Schmidt seit Jahren tut. Denn öffentliche Aufmerksamkeit kann die Forschung antreiben.« Für den »größten Charity-Lauf Deutschlands, bei dem alle Einnahmen zu 100 Prozent und ohne Umwege für den guten Zweck bestimmt sind« (Schmidt) haben sich bislang etwa 400 Teilnehmer angemeldet – die 500er-Marke möchte der Organisator noch knacken. Der Startschuss zum Sieben-Kilometer-Lauf fällt am Samstag, 25. Mai, um 15.30 Uhr im Corveyer Hafen, Ziel ist der Marktplatz in Höxter. Anmeldungen sind noch bis Sonntag unter »www.firefighter-owl.de« möglich, Nachmeldungen am Veranstaltungstag bis 14.30 Uhr vor Ort. Mitlaufen wird in diesem Jahr auch der Bundestagsabgeordnete Christian Haase. Er läuft mit Nachbarn aus Beverungen für seine heimische Feuerwehr. »Mathias Schmidt ist ein Vorbild für junge Menschen. Er hat Unterstützung verdient«, sagte er am Freitag dieser Zeitung.

Westfalen-Blatt-Preis

Um noch einmal mehr Menschen zu mobilisieren, die etwas für den guten Zweck tun möchten, beteiligt sich die Lokalredaktion Höxter des WESTFALEN-BLATTES zum ersten Mal nicht nur in Form einer ausführlichen Berichterstattung am Höxteraner Feuerwehrlauf. Die Heimatzeitung lobt darüber hinaus auch einen Preis über 200 Euro für die Löschgruppe aus, die die meisten Teilnehmer stellt. Für eine Löschgruppe können beim Feuerwehrlauf nicht nur Mitglieder in beliebiger Kleidung an den Start gehen – sondern auch alle anderen, die sich der Feuerwehr verbunden fühlen und damit ihre Wertschätzung gegenüber dem Ehrenamt ausdrücken möchten. Sie müssen bei der Anmeldung lediglich angeben, für welche Löschgruppe sie an den Start gehen möchten. Sollte sich eine Löschgruppe oder eine Einzelperson bereits angemeldet haben, kann dies Organisator Mathias Schmidt jederzeit per E-Mail an »info@firefighter-owl.de« mitgeteilt werden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter »www.firefighter-owl.de«. Hier können sich auch alle anderen Gruppen und interessierten Einzelläufer anmelden – und zwar ohne Nachmeldung noch bis diesen Sonntag.

Kommentar von Dennis Pape

Mathias Schmidt hat sich mit seinem vielfältigen Aktionen zugunsten kranker Kinder nicht nur überregional einen Namen gemacht – er ist angesichts seines sozialen Engagements ein echtes Vorbild. Schmidt selbst betont jedoch immer wieder, dass dies ohne vielfältige Unterstützung seiner Partner so nicht möglich wäre – dazu zählt unter anderem auch die Weserbergland-Klink. Dort erleben viele die Schicksale von an Duchenne erkrankten Menschen hautnah. Es sind Menschen, die trotz einer schweren Krankheit – die in der Öffentlichkeit noch immer nicht wirklich bekannt ist – das Recht auf ein erfülltes Leben und Glücksmomente in einer aussichtslosen Situation haben. Es gibt Möglichkeiten für jeden, einem schwerkranken Kind helfend die Hand zu reichen und selbst ein Vorbild zu sein – eine gute Gelegenheit dazu bietet jährlich der Feuerwehrlauf in Höxter.

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