Mo., 20.05.2019

Weitere Kloster-Garten-Route eingeweiht – Heimatkunde aus dem Fahrradsattel Der Kreis hat jetzt eine Nordschleife

Mit einem ökumenischen Gottesdienst im idyllischen Klostergarten geht die Nordschleife der Kloster-Garten-Route im Kulturland Kreis Höxter an den Start. Aus Brenkhausen, Nieheim und Brakel hatten zahlreiche Radler in Sternfahrten die Abtei Marienmünster erreicht.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst im idyllischen Klostergarten geht die Nordschleife der Kloster-Garten-Route im Kulturland Kreis Höxter an den Start. Aus Brenkhausen, Nieheim und Brakel hatten zahlreiche Radler in Sternfahrten die Abtei Marienmünster erreicht. Foto: Ralf Brakemeier

Von Ralf Brakemeier

Marienmünster (WB). Kein lauter Motorenlärm und kein Duft nach verbranntem Öl – die neue Nordschleife im Kreis Höxter lockt mit ganz anderen Qualitäten. Nämlich mit viel Natur, Ruhe, Kultur und sportlicher Erholung.

Ein ökumenischer Gottesdienst unter freiem Himmel stand am Sonntag am Anfang der neuen Kloster-Garten-Route. Projektleiterin Carolin Bockhoff (GfW Höxter) konnte gleich drei Radlergruppen am Besucherzentrum der Klosterregion Kreis Höxter an der Abtei Marienmünster begrüßen.

Hier, im idyllischen Klostergarten, fanden sich etwa 100 Radler und viele weitere Besucher ein, um gemeinsam mit Landrat Friedhelm Spieker und Marienmünsters Bürgermeister Robert Klocke die neue Rad-Route zu eröffnen. Jeweils mehrere Dutzend Radfahrer hatten sich um 10 Uhr von Nieheim, Brakel und Brenkhausen aufgemacht. Die neue Nordschleife führte sie nach 20 bis 25 Kilometern dann zur Abtei.

28 Klosteranlagen verbunden

Mit Hilfe einer zweiten EFRE-Förderperiode konnten innerhalb von drei Jahren weitere klösterliche Einrichtungen, wie das koptisch-orthodoxe Kloster in Brenkhausen, das Weltkulturerbe Corvey und auch die Abtei Marienmünster mit eingebunden werden. Die Route erstreckt sich nun über 315 Kilometer durch alle zehn Städte des Kreises und verbindet 28 Klosteranlagen.

»Zum Abschluss des Projektes können wir nun bald zehn Filme über die Routen im Besucherzentrum präsentieren«, freute sich Carolin Bockhoff. In die neue Nordroute wurden nicht nur die klosterlosen Städte Steinheim und Nieheim mit eingebunden. Auch der Gräfliche Park und der evangelische Bibelgarten »Stiftung Senfkorn« aus Bad Driburg gehören dazu.

Neben der federführenden GfW informierte am Sonntag das Bildungszentrum »Die Hegge« über seine Arbeit. Die Polizei gab Hinweise zum sicheren Radfahren, der Kirchenchor hatte Kuchen gebacken, die Besucher konnten sich das Zentrum, die Abtei und den Klostergarten ansehen.

Unter dem Motto von Chorleiter Hans Hermann Jansen, »Glücklich macht das Radfahren, aber noch mehr das Singen«, bereicherten die vereinigten Chöre von Cantus Novus aus Detmold und Conventus Musicus Westfalicus aus Iserlohn nicht nur den Gottesdienst musikalisch, sondern trugen später auch noch »schwungvolleres Liedgut« vor.

Zur Unterhaltung der Besucher an der Abtei Marienmünster spielte außerdem die Blaskapelle Brenkhausen. Carolin Bockhoff freute sich über den Abschluss »ihres« Projektes: »Echte Heimat- und Gartenkunde aus dem Fahrradsattel«, sagte sie.

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