Großer Bahnhof für Dr. Josef Lammers
»Zünftig, zackig und bodenständig«

Marienmünster (WB/thö). Dr. Josef Lammers gilt als hervorragender Netzwerker. Wie stark seine Verbindungen sind, wurde am Mittwoch bei der Abschiedsfeier des langjährigen Geschäftsführers der Landwirtschaftskammer in den Kreisen Höxter, Lippe und Paderborn klar.

Donnerstag, 20.06.2019, 17:44 Uhr aktualisiert: 21.06.2019, 09:58 Uhr
Abschied von einem Netzwerker (von links): Beate und Dr. Josef Lammers sowie Martin Berges, Direktor der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Foto: Marius Thöne
Abschied von einem Netzwerker (von links): Beate und Dr. Josef Lammers sowie Martin Berges, Direktor der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Foto: Marius Thöne

Hunderte Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft waren in den Schafstall der Abtei Marienmünster gekommen, um Lammers’ Verdienste um die Landwirtschaft in der Region zu würdigen.

Dr. Martin Berges, von 1994 bis 1997 Dozent an der Landvolkshochschule Hardehausen und heute Direktor der Landwirtschaftskammer NRW in Münster, überreichte Lammers die Entlassungsurkunde. 32 Jahre führte Lammers die Geschäfte der Landwirtschaftskammer, zunächst im Kreis Höxter, ab 2007 auch in den Nachbarkreisen Lippe und Höxter.

»Dir war die Rolle des Dienststellenleiters wie auf den Leib geschneidert«, sagte Berges. Lammers habe seine Ansichten »nachdrücklich und wortgewaltig« vertreten. Die Veränderungsprozesse in seinem »heterogenen Dienstbezirk« habe Lammers mit Bravour gemeistert. Seine Mitarbeiter hätten sich auf ihren Chef verlassen können.

Höxters Landrat Friedhelm Spieker nannte Lammers »einen Mann, der sich über Jahrzehnte für die Stärken des ländlichen Raumes eingesetzt hat«. Mit seiner Pensionierung gehe eine Ära zu Ende.

Erntedankmarkt mit ins Leben gerufen

Der Höxteraner Kreislandwirt Heinrich Gabriel aus Borgentreich berichtete, dass die Öffentlichkeitsarbeit Lammers wichtig gewesen sei. Schon 1989 habe er den Erntedankmarkt auf der Warburger Oktoberwoche mit ins Leben gerufen. Auch die Teilnahme am Wettbewerb »Bioenergieregion« sei von Lammers angestoßen worden.

Ebenso die Gründung des Blasorchesters »Acker-Demiker«: »Zünftig, zackig, bodenständig – das ist ein typischer Einfall von Dr. Lammers«. Johannes Giesguth, Kreislandwirt aus Paderborn, lobte den Erhalt der Außenstelle der Kammer im Nachbarkreis.

Gaby Beckmann, Chefin der Landfrauen im Kreis Höxter, blickte in einer launigen Rede auf Lammers’ Werdegang. Mit 33 Jahren sei er nach Brakel gekommen. »Zugezogen, hinter der Egge weg und unverheiratet. Glauben Sie mir, die Landfrauen waren immer interessiert an Ihnen.« Lammers habe früh erkannt, wie wichtig die Frauen für Familie, Stall und Hof sind. Zum Dank gab es eine »Edelstahl-Biene am Stock«.

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