Sa., 14.09.2019

Maximilian Krome und das »franz ensemble« mit Konzertprogramm in der Abtei Marienmünster Vördener Musiker spielt mit Freunden

Das »franz ensemble« mit den jungen Musikern Sarah Christian (Violine), Yuko Hara (Viola), Tristan Cornut (Violoncello), Rie Koyama (Fagott), Juliane Bruckmann (Kontrabass) und Kiveli Doerken (Klavier) und Maximilian Krome (Klarinette).

Das »franz ensemble« mit den jungen Musikern Sarah Christian (Violine), Yuko Hara (Viola), Tristan Cornut (Violoncello), Rie Koyama (Fagott), Juliane Bruckmann (Kontrabass) und Kiveli Doerken (Klavier) und Maximilian Krome (Klarinette).

Marienmünster (WB). Der Förderverein der Kulturstiftung Marienmünster präsentiert zusammen mit dem Musikproduzenten Dabringhaus und Grimm am Sonntag, 6. Oktober, ein ganz besonderes Konzert. Der Künstler Maximilian Krome, der in Vörden geboren und aufgewachsen ist, kommt mal wieder in die Heimat, um nicht nur seine Familie zu besuchen, sondern auch ein Konzert zusammen mit seinen Künstlerkollegen des »franz ensembles« zu geben.

Auf dem Programm stehen das Septett op. 20 von Ludwig van Beethoven und das Oktett op. 128 von Ferdinand Ries. Das Konzert, das am 6. Oktober um 17 Uhr im Konzertsaal an der Abtei Marienmünster geboten wird, spiegelt eine tiefe Künstlerfreundschaft und präsentiert eine ausgesprochen populäre Gattung: Beide, mit Bläsern, Streichern und Klavier sehr groß und üppig besetzte Kammermusikwerke gehören zu den Schmuckstücken der schon damals sehr beliebten Serenaden und versprechen Musik zum Genießen, zur Unterhaltung und zum Vergnügen mit gehörigem Spaßanteil.

Großartiges Werk verkaufte sich grandios

Ferdinand Ries und Ludwig van Beethoven kannten sich aus gemeinsamen Bonner Tagen, als die Eltern Ries den Halbwaisen Ludwig in ihre Familie aufnahmen. In Wien wurde Ries Beethovens rechte Hand, und was sich der 14 Jahre Jüngere beim großen Vorbild abschaute, zeigt das »franz ensemble« auf beeindruckende Weise: Brillante Virtuosität trifft auf klassische Form, Tradition erscheint im neuen Gewand. Dass Beethoven einen sperrigen Charakter hatte, ist hinlänglich bekannt. Dass er sich jedoch auch gegenüber seinen eigenen Werken umso rüpelhafter verhielt, je mehr Faszination von diesen Kompositionen ausging, verwundert doch: Beethoven äußerte, er habe sein Septett op. 20 halt komponiert, weil »der Pöbel drauf harrt«. Das großartige Werk verkaufte sich grandios – ein Grund mehr für Beethoven, es ausgiebig zu hassen.

Im Oktett von Ries kann der Pianist solistisch brillieren – ein Klavierkonzert »en miniature«. Nicht von ungefähr erinnert der Beginn an Beethovens 5. Klavierkonzert; der stürmische Mittelteil des langsamen Satzes lässt jedoch bereits romantisches Empfinden erahnen.

Besonderer Auftakt zum großen Beethoven-Jubeljahr

Unbekannte Musik in ungewöhnlichen, gerne auch großen Besetzungen – das ist die Spezialität des »franz ensembles«. Die jungen Musiker um den Klarinettisten Maximilian Krome haben keine Scheu, Neues auszuprobieren. In feinster Super-Audio-CD-Technik im Konzertsaal der Abtei Marienmünster produziert, kommen die klanglichen Qualitäten des Ensembles auf ihrem Debütalbum besonders vorteilhaft zur Geltung. So verspricht das Konzert ein ganz besonderer Auftakt zum großen Beethoven-Jubeljahr zu werden. Maximilian Krome war 2011 »Artist in residence« der Kulturstiftung und zeigte schon damals als noch Studierender seine ausgeprägte Musikalität und sein meisterhaftes Spiel auf der Klarinette. Nun hat er zusammen mit sechs Musikerinnen und Musikern das »franz ensemble« gegründet: Sarah Christian (Violine), Yuko Hara (Viola), Tristan Cornut (Violoncello), Rie Koyama (Fagott), Juliane Bruckmann (Kontrabass) und Kiveli Doerken (Klavier).

Am Sonntag, 6. Oktober, gibt es sein Debüt in Kromes Heimatstadt Marienmünster. Der Eintritt beträgt 20 Euro im Vorverkauf und 22 Euro an der Abendkasse (übliche Ermäßigungen). Vorverkauf bei der Stadt Marienmünster, Michael Nolte (Vörden), Bücher Brandt (Höxter), Haus der Musik (Detmold) und Klassik in OWL. (www.kulturstiftung-marienmuenster.de/programm)

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