Rat verabschiedet Brandschutz-Maßnahmen – zunächst keine weiteren Fusionen
Feuerwehr soll aufrüsten

Marienmünster (WB). Der Rat der Stadt Marienmünster hat auf Grundlage einer Prüfung der Kommunalagentur verschiedene Maßnahmen als Ergänzung zum Brandschutzbedarfsplan beschlossen. Die möglichen Zusammenlegungen der Löschgruppen Vörden und Großenbreden sowie Kollerbeck und Papenhöfen sind davon vorerst aber ausgenommen.

Freitag, 20.09.2019, 04:20 Uhr
Der Brandschutzbedarfsplan in Marienmünster ist ergänzt worden. Foto: dpa
Der Brandschutzbedarfsplan in Marienmünster ist ergänzt worden. Foto: dpa

Der Saal im Marienmünsteraner Rathaus in Vörden ist am Mittwochabend gut gefüllt gewesen. Viele Mitglieder der einzelnen Löschgruppen hatten sich Sorgen angesichts möglicher Zusammenlegungen gemacht – denn das war durchaus auch Teil der vorgestellten abzuleitenden Maßnahmen aus der Überprüfung seitens der Kommunalagentur. Bürgermeister Robert Klocke stellte im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT aber nochmals klar: »Es ging hier erst einmal nur um Handlungsempfehlungen seitens der Kommunalagentur NRW. Die wurde vom Rat damit beauftragt, den bestehenden Brandschutzbedarfsplan und insbesondere das Erfordernis der Standorte sowie die Priorisierung der Ertüchtigungen zu überprüfen, um unter der Berücksichtigung von Erfordernissen, aber auch wirtschaftlichen Aspekten, eine objektive Maßnahmenkonzeption vorzunehmen.« Dass darin auch die Zusammenlegungen von Vörden und Großenbreden sowie von Kollerbeck und Papenhöfen auftauchen, dürfe laut Klocke keine Panik auslösen: »Da besteht weiterer Klärungsbedarf. Wir werden auf die Löschgruppen zugehen und gemeinsam mit ihnen nach Lösungsmöglichkeiten suchen.« Die Zusammenlegungen sind dementsprechend vom Rat auch im Beschlussvorschlag gestrichen worden.

Kombination Löwendorf/Hohehaus funktioniert

Dass ein Zusammenschluss von zwei Einheiten durchaus funktionieren könne, zeige laut Verwaltung die im vergangenen Jahr vollzogene »Fusion« zwischen den Löschgruppen Löwendorf und Hohehaus. »Das funktioniert sehr gut. Hier hat es auch schon gemeinsame Übungsabende gegeben«, so Klocke. Deshalb sollte laut der Maßnahmenübersicht der Kommunalagentur, die vom Rat am Mittwoch beschlossen worden ist, unter anderem ein Anbau am bestehenden Standort in Löwendorf geplant werden – dabei geht es konkret um einen zweiten Stellplatz, Sanitärbereiche und Lagerflächen. Ebenfalls Bestandteil der nun beschlossenen Maßnahmenliste an Objekten des Löschzuges 3 in Löwendorf sind ein Umbau des Schulungsraums zur Umkleide sowie die Nachrüstung von Druckluft. Der Standort Hohehaus sollte dann aufgegeben werden – dort würden aber übergangsweise Atemschutz und Lagerbereiche geschaffen werden. In Kollerbeck müsse laut Kommunalagentur der Druckluftanschluss am Fahrzeug nachgerüstet, Sauberkeit und Ordnung sichergestellt sowie die bestehenden Planungen für die Ausfahrt umgesetzt werden.

Separate Umkleiden gefordert

Bezüglich der beschlossenen Maßnahmen an Objekten im Löschzug 2 soll unter anderem in Münsterbrock eine Trennwand eingezogen sowie eine separate Umkleide hinter dem Fahrzeug geschaffen werden. In Bredenborn sollen die Sauberkeit und Ordnung sichergestellt sowie Laufwege als Einbahnstraße organisiert werden. In Altenbergen muss die Druckluftladeerhaltung nachgerüstet werden – außerdem geht es mittelfristig um einen Anbau zur Schaffung von separaten Umkleiden und eine Verbesserung der Laufwege.

Neubau in Bremerberg

Im Löschzug 1 sollte nach Ansicht der Kommunalagentur in Vörden die Küche zur Umkleide umgebaut werden, eine Küchenzeile könnte im Schulungsraum entstehen. Hier muss zudem Druckluft nachgerüstet werden. In Bremerberg soll kurzfristig zudem die Neubauplanung umgesetzt werden. Diesbezüglich teilte die Stadt mit, dass das in der Ortschaft geplante Feuerwehrgerätehaus noch in diesem Jahr gebaut werden soll. Im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung ist deshalb nach WESTFALEN-BLATT-Informationen der Auftrag für den Rohbau erteilt worden – Kostenpunkt: etwa 125.000 Euro. »Einen genauen Starttermin gibt es noch nicht. Bis zum Winter soll aber das Dach drauf sein«, sagte Robert Klocke. Die gesamte Maßnahme kostet etwa 325.000 Euro. Die weiteren Maßnahmen an Objekten der Löschzüge sind Bestandteil der Haushaltsplanung 2020.

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