Mi., 09.10.2019

Marienmünsters Bürgermeister geht Ende 2020 in den Ruhestand Klocke verzichtet auf Kandidatur

Robert Klocke blickt auf viele gelungene Projekte. Bis zum Ruhestand will er sich jedoch nicht zurücklehnen.

Robert Klocke blickt auf viele gelungene Projekte. Bis zum Ruhestand will er sich jedoch nicht zurücklehnen. Foto: Dennis Pape

Von Dennis Pape

Marienmünster (WB). Robert Klocke (63) wird im kommenden Jahr auf eine erneute Bürgermeisterkandidatur verzichten – das hat er am Mittwoch auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTES bestätigt. Klocke hatte bereits im Vorfeld mit offenen Karten gespielt und betont, lediglich für zwei Legislaturperioden zur Verfügung zu stehen.

»Bereits 2009 und dann bei meiner Wiederwahl 2014 habe ich klar gesagt, dass nach zwei Amtszeiten Schluss sein wird und ich mich in den Ruhestand verabschiede – daran halte ich mich auch«, erläuterte der Kollerbecker im Gespräch mit dieser Zeitung, um anschließend mit voller Überzeugung in der Stimme zu ergänzen: »Bis dahin sind es noch etwas mehr als ein Jahr und ein Monat – und in dieser Zeit will ich noch einiges bewegen.«

Klocke denkt unter anderem an den Neubau des Grundschulteilgebäudes in Vörden: »Das ist ein großartiges Projekt. Die Grundschule hat sich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt. Und da habe ich selbstverständlich auch den Ehrgeiz, das zum Abschluss zu bringen.« Darüber hinaus sei es dem Bürgermeister auch ein Anliegen, die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Stadt Marienmünster im kommenden Jahr mitzugestalten und zu feiern. »Das wird noch einmal etwas ganz Besonderes.«

Feier zum 50-Jährigen Bestehen der Stadt

Allgemein blicke Klocke mit Zufriedenheit auf die bislang zehn Jahre seiner Amtszeit – auch wenn nicht immer alles reibungslos ablief: Dass er beispielsweise derzeit aus seinem Bürofenster das neue Gebäude der Grundschule wachsen sehen kann, ist mit großem Aufwand in der Vergangenheit verbunden gewesen, wie er mit einem Schmunzeln sagte: »Mein Vertreter Josef Suermann und ich sagen immer scherzhaft, dass wir damals unsere grauen Haare bekommen haben. Als Team haben wir in der Verwaltung zusammen mit der Politik die Schulproblematik mit Schließung in Bredenborn gelöst – das hatte auch viel mit Durchhaltevermögen zu tun.« Ein Bürgermeister müsse sich Ziele setzen und diese fest im Blick behalten – »ich habe immer gesagt, dass ich als Bürgermeister ohne Parteibuch an der Sache orientiert agiere und nicht politisch«. So habe man zusammen mit den anderen Städten Südlink verhindert.

Stolz ist Klocke auch darauf, dass Marienmünster als kleinste Kommune heute über ein frisch saniertes Hallenbad verfügt. »Damals wollte niemand dieses Thema anpacken, weil äußerlich alles in Ordnung war. Hätten wir jedoch nicht investiert, hätte das Bad in den nächsten fünf oder zehn Jahren geschlossen werden müssen«, so Klocke.

Schulstreit gelöst

Eine weitere positive Entwicklung im Laufe seiner Amtszeit sieht Klocke an der Abtei Marienmünster: »Die Abtei ist mit seinen Kulturräumen und dem Besucherzentrum zu einem echten Vorzeigeprojekt in der Region geworden. Daran haben ganz viele Ehrenamtliche einen sehr großen Anteil. Um so wichtiger ist es, dass Verwaltung und Politik immer wieder Freiwillige motivieren, sich für ihre Heimatstadt einzusetzen.« Der Kollerbecker habe zusammen mit Hans-Hermann Jansen ebenfalls ehrenamtlich gearbeitet, Klocke habe sich beispielsweise selbst um die finanzielle Abwicklung beim Projekt Besucherzentrum gekümmert. Seinen Vorstandsposten bei der Kulturstiftung muss er Ende 2020 abgeben – er hofft jedoch, dass sich dann auch der neue Bürgermeister dort engagieren wird. Er selbst will ehrenamtlich dabei bleiben.

Klockes beruflicher Werdegang begann dort, wo er Ende 2020 abgeschlossen werden soll – am 1. August 1974 als Inspektorenanwärter in der Marienmünsteraner Verwaltung. Mit 26 Jahren wurde Klocke Kämmerer in seiner Heimatstadt, im November 1991 zog es ihn nach Nieheim, wo er ebenfalls Kämmerer sowie Hauptamtsleiter und stellvertretender Stadtdirektor war. »2009 bin ich dann zu meinen Wurzeln zurückgekehrt.« Und dort, wo seine Wurzeln sind, in Kollerbeck und Marienmünster, möchte Klocke in etwas mehr als einem Jahr seinen Ruhestand genießen – doch bis dahin hat er noch einiges vor.

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